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20010504 ΓÇó PTT 1981 profit allocation approved
20010504Jurisprudence administrative des autorités fédérales (JAAC)15 juin 1982Confirmed
The National Council debated the allocation of the 1981 PTT net profit of CHF 332.5 million. A minority led by Biel proposed maintaining the budgeted CHF 150 million payment to the Federal Treasury and splitting the remaining CHF 50 million between reserves. The majority, the Federal Council, and PTT management supported CHF 200 million for the Treasury, with the rest going to reserves. The chamber rejected the minority proposal by 101 to 39 and adopted the federal draft by 128 to 5, thus confirming the CHF 200 million Treasury payment and the reserve allocations.
Art. 36 and 42 BV; allocation of PTT net profit; the budgeted Treasury payment is only a guideline and may be exceeded when the annual result so justifies. Where the enterprise posts a stronger-than-budgeted profit, substantial additional depreciation and reserve funding may still be maintained, and an increased transfer to the Federal Treasury is permissible. The federal payment is not to be treated as a fiscal levy or as an operational target overriding enterprise interests, but as a distribution decision based on the actual annual result and the overall financial situation (consid. oral debate and final vote).
PTT. Compte 1981 742 N 15 juin 1982 andere Hälfte in die Reserve, jedoch nur bis 10 Prozent Ver- bindlichkeiten). Das entspricht in etwa einer guten Geschäftspolitik, gesunden Unternehmungen; weiss Gott gehören die PTT zu den gesunden Unternehmungen, wenigstens vorläufig. Nun haben wir die erste Rechnung danach, und schon haben wir Streit darüber, wie hoch diese Abgabe sein sollte. Es kommt einem vor wie weiland die Eidgenossen bei der Teilung der Burgunderbeute. Man streitet sich ein- fach; wer seine Symphathie mehr bei der lädierten Bundes- kasse hat, ist für die 200 Millionen, und wem das Herz mehr für die Post schlägt, ist eben mit 150 Millionen zufrieden, und ebenso wenn er für einen anderen wichtigen Grundsatz ist, nämlich für die kaufmännische Führung der Bundesbe- triebe. Ich glaube, diesem Hin und Her, diesem grausamen Spiel, sollte man eine Ende setzten. Man sollte eine endgültige Lösung suchen, am besten über diese Motion, welche Sie, Herr Bundesrat, in ein Postulat umwandeln und nicht als Motion annehmen und verwirklichen wollten. Aber der beste Beweis, dass die Motion eben doch richtig liegt, ist schwarz auf weiss im Geschäftsbericht enthalten: «Der geringe Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme von nur 5 Prozent, die abnehmenden Zuwachsraten und die grösser werdenden Schwankungen der Postcheckgelder sowie technologisch bedingten Umstellungen im Fernmeldebe- reich erfordern sowohl eine Verbesserung der Kapitalstruk- tur, der Reserve bzw. Eigenkapitalbildung wie die Vornahme zusätzlicher Abschreibungen.» Das scheint mir nun absolut klar zu sein, dieses Schreiben ist zwar vom Verwaltungsrat, aber vom Bundesrat abgesegnet. Also, Herr Bundesrat, bekennen Sie: «Paterpeccavi, ich, Bundesrat, habe gesün- digt, als ich die Motion Biderbost auf Neuverteilung des Gewinnes nur als Postulat angenommen habe.» Nun im Ernst: Ich glaube, dass Beste wäre es, die Motion erst einmal anzunehmen und dann raschestens zu verwirkli- chen, denn damit würde diesem Streit ein Ende gesetzt und es wäre allen geholfen: Damit gibt man der Post, was der Post zukommt, und gibt der Bundeskasse, was ihr gehört. Weil der Antrag Biel näher bei meinen Vorstellungen liegt, weil der Nachholbedarf in bezug auf Reserven besteht und man nicht weiss, in welche Zukunft auch die PTT hineinfah- ren, werde ich persönlich den Antrag Biel unterstützen. Bratschi, Berichterstatter: Ich wiederhole in Stichworten, was gestern viele Kolleginnen und Kollegen nicht mehr mit- bekommen haben. Ich habe hier noch selten so viele leere Stühle gesehen wie gestern abend nach der Flugplatzde- batte, doch habe ich hierfür durchaus Verständnis. Eine kurze Zusammenfassung: Die PTT sind gesund; sie haben 1981 ein gutes Jahr gehabt, sie haben einen schönen Gewinn von 333 Millionen Franken ausgewiesen. Man hat zusätzliche Abschreibungen von 100 Millionen Franken vor- genommen, so dass wir befriedigt auf das Resultat blicken können. Jetzt geht es nur noch um die Verteilung des Gewinnes, und dabei kann man wirklich sagen, es handle sich um einen Streit um des Kaisers Bart, denn ob nun die Bundeskasse oder die PTT 50 Millionen Franken mehr oder weniger erhalten sollen, wird nicht von so weitgehender Bedeutung sein. Ich möchte nur daran erinnern, dass der Präsident der Generaldirektion PTT den Vorschlag des Bun- desrates auf 200 Millionen Franken als fairen Betrag bezeichnete. Im übrigen ist noch darauf hinzuweisen, dass bei der Bud- getierung seinerzeit davon ausgegangen wurde, die Ablie- ferung an die Bundeskasse in der Höhe von 150 Millionen Franken sei als Richtwert zu betrachten, der - je nach dem Rechnungsergebnis - höher oder tiefer ausfallen könne. Da nun die Rechnung so gut abgeschlossen hat, ist der Bun- desrat mit Recht an die 200-Millionen-Franken-Grenze gegangen. Die Finanzkommission hat diesem Beschluss mit 12 zu 1 Stimmen bei zwei Enthaltungen zugestimmt; sie hat den Minderheitsantrag Biel, der von den beiden Vorred- nern unterstützt wurde, mit 10 zu 4 Stimmen abgelehnt. Ein Hinweis zum Personal: Der bewilligte Personalbestand ist um 42 Einheiten überschritten worden, das macht bei 52 984 bewilligten Stellen der PTT 0,8 Promille aus. Diese Überschreitung ist auf die überdurchschnittliche Verkehrs- zunahme im vergangenen Dezember zurückzuführen. Es ist ohnehin immer schwierig, den Personalbestand der PTT festzulegen, weil man nicht weiss, wie der Verkehr sich ent- wickeln wird. Zudem ist die PTT in starkem Masse darauf < angewiesen, mit Aushilfspersonal zu arbeiten. Ein Beispiel aus der Schanzenpost in Bern: Beim Paketpostversand arbeiten 40 Prozent Aushilfen, was eine sehr grosse Bela- stung des ständigen Personals bedeutet. Die Aushilfen müssen angelernt und kontrolliert werden usw. Sie können zudem nicht so schnell und rationell arbeiten wie eingeüb- tes Personal. Auch bei den PTT kann man aus einer Zitrone nicht mehr herausdrücken, als Saft darin enthalten ist. Es ist deshalb sicher am Platz, von dieser Stelle aus dem PTT-Personal für seinen grossen Einsatz einmal zu danken. Trotz oft über- mässigen Anforderungen hält das PTT-Personal durch und sichert damit die Qualität unserer PTT-Betriebe. Die Finanzkommission beantragt nachträglich die Bewilli- gung der 42 Personaleinheiten, die die PTT im letzten Jahr mehr brauchten als vorgesehen. - Ich danke Ihnen. M. Bonnard, rapporteur: La seule question que nous ayons à trancher est celle de la répartition du bénéfice. Au moment où nous en avons parlé, hier, les bancs étaient à ce point vides qu'il apparaît opportun que nous rappelions très sommairement les données du problème. Le bénéfice est de 333 millions. Le Conseil fédéral propose d'en verser 200 à la caisse fédérale, 50 à la réserve de com- pensation et 82,5 à la réserve générale de financement. La direction des PTT s'est ralliée à cette proposition et la majo- rité de la commission vous propose d'en faire autant. La minorité, qui est emmenée par M. Biel, vous propose de verser à la caisse fédérale ce qui était prévu dans le budget, c'est-à-dire 150 millions et non pas 200 et de répartir la dif- férence de 50 millions par moitié entre les deux fonds de réserve. La majorité considère que la question que nous avons à trancher n'est pas une question de principe mais un pur problème d'appréciation. Elle se fonde sur les articles 36 et 42 de la constitution fédérale aux termes desquels le béné- fice net des PTT appartient à la caisse fédérale. Elle constate que, en dépit du résultat des comptes fédéraux de 1981, la situation financière de la Confédération demeure à la fois sérieuse et préoccupante, notamment à cause de l'endettement et des perspectives qui restent sombres. Cette situation, dit la majorité, exige un versement accru à la caisse fédérale. Ce versement accru est justifié par l'ampleur du bénéfice qui a dépassé de 61 millions ce qui était prévu par le budget. Ce versement est d'autant plus admissible que des amortissements supplémentaires importants ont pu être faits et que les deux fonds de réserve ont pu également continuer à être alimentés de manière substantielle, la réserve générale de financement recevant même 12 millions de plus que ce qui était prévu au budget. Ainsi, dit la majorité, la politique générale des PTT, qui vise à sauvegarder à la fois les intérêts de l'entreprise, ceux de la clientèle et ceux de la caisse fédérale, continue à être appliquée; si la caisse fédérale reçoit davantage, l'entreprise peut tout de même accroître ses réserves et les clients ont bénéficié et bénéficient encore de réductions de tarif assez substantielles. Voilà la position de la majorité. Quant à la minorité, elle voudrait que le bénéfice supplé- mentaire, par rapport au budget, soit entièrement affecté aux réserves. Elle a essentiellement deux préoccupations. Tout d'abord, et tout en admettant que le bénéfice net des PTT appartient à la caisse fédérale, la minorité ne voudrait pas que les PTT fussent gérés de manière à garantir à la caisse fédérale le versement d'un bénéfice au détriment des intérêts de l'entreprise et des clients. Or la minorité craint que le Conseil fédéral ne soit déjà engagé dans cette voie. Elle en veut pour preuve les mesures que le gouverne- ment a ordonné aux PTT de prendre pour pouvoir continuer
PTT. Budget 1982. Supplément I 744 N 15 juin 1982 ohne Steuerpflicht), entstehen, und dem soll Rechnung getragen werden. Nationalrat Biel, Sie verweisen zu Recht auf die beachtli- chen gemeinwirtschaftlichen Leistungen, welche die PTT erbringen. Ich ziehe daraus aber die umgekehrte Folgerung wie Sie. Weil die PTT neben dem ausgewiesenen Reinge- winn von 333 Millionen noch gemeinwirtschaftliche Leistun- gen von etwa 260 Millionen - die Zahl, die Sie richtig genannt haben - erbringen konnten, nicht für den Bund, sondern für verschiedene Dritte (Zeitungen, Zeitschriften, alle mit dem Autoreisedienst bedienten Regionen in unse- rem Lande), rechtfertigt sich eine angemessene Abliefe- rung an den Bund bei solchen hervorragenden Ergebnissen erst recht. Nationalrat Bremi, es ist durchaus richtig, dass wir im Bud- get 1981 nur eine Ablieferung von 150 Millionen eingesetzt hatten. Das ist diese Richtzahl. Nun hat sich aber gegen- über dem Budget 1981 allerhand geändert: Im Budget 1981 war ein Reingewinn von 271 Millionen Franken vorgesehen, jetzt beträgt der Reingewinn 333 Millionen; also rund 60 Mil- lionen mehr. Im Budget 1981 hatten wir neben den verord- nungskonformen Abschreibungen (gemäss Abschrei- bungsordnung PTT) eine zusätzliche Abschreibung von 80 Millionen vorgesehen. Wir schreiben jetzt aber 180 Millionen zusätzlich ab, weil man diese 100 Millionen mehr auch noch erwirtschaften konnte: Wenn man also im Budget Ausga- ben und Einnahmen unter diesem Gesichtswinkel einander gegenüberstellt, hat man eine Verbesserung von 160 Millio- nen Franken, 60 Millionen mehr Reingewinn, 100 Millionen mehr Zusatzabschreibungen. Von diesen 160 Millionen sollte der Bund nun 50 Millionen mehr erhalten als budge- tiert; also 200 statt 150 Millionen. 100 Millionen von diesem Zusatzergebnis würden den PTT für zusätzliche Abschrei- bungen und Reserveäufnungen verbleiben. Endresultat Ende letzten Jahres: 816 Millionen Franken. Zu den Ausführungen von Nationalrat Biderbost: Sie gehen von einer falschen Voraussetzung aus. Wir diskutieren hier nicht über eine Burgunderbeute. Wir diskutieren über etwas, was dem Bund gehört, weil die PTT eine bundesei- gene Unternehmung ist. Das, was diese Unternehmung erwirtschaftet, gehört uns. Die Frage ist nur, in welche Tasche wir diesen Gewinn legen wollen; ob wir ihn der Unternehmung selbst, den PTT, oder dem Bundeshaushalt zuschreiben. Wir diskutieren also nicht über eine Kriegsbeute, sondern wir diskutieren als Unternehmensorgan über die Verwen- dung eines Reingewinns, der uns a priori gehört. Mein lie- ber Nationalrat Biderbost, für ein Pater Paulus peccavi besteht überhaupt kein Anlass. Wollen Sie in sich gehen? Vielleicht führte das bei Ihnen zu einem Pater Leo peccavi, weil nämlich die Haltung des Bundesrates in dieser Frage, d. h. Gewinnablieferung an den Bund immer nach Mass- gabe der effektiven Rechnungsergebnisse, seit Jahren kon- stant ist. Ich möchte Sie bitten, dem Antrag der Kommissionsmehr- heit, des Verwaltungsrats, der Generaldirektion PTT und des Bundesrats zuzustimmen und die Gewinnverwendung so vorzunehmen wie im Bundesbeschluss vorgesehen. Eintreten ist obligatorisch L'entrée en matière est acquise de plein droit Detailberatung - Discussion par articles Titel und Ingress, Art. 1 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Titre et préambule, art. 1 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen - Adopté Art. 2 Antrag der Kommission Mehrheit Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Minderheit (Biel, Barchi, Bonnard, Bremi) Der Unternehmungsgewinn von 332 530 302 Franken wird wie folgt verwendet: - Ablieferung an die eidgenössische Kasse Fr. 150 000 000 - Einlage in die Ausgleichsreserve Fr. 75 000 000 - Einlage in die Allgemeine Finanzierungsreserve Fr. 107530302 Art. 2 Proposition de la commission Majorité Adhérer au projet du Conseil fédéral Minorité de la commission (Biel, Barchi, Bonnard, Bremi) Le bénéfice d'entreprise de 332 530 302 francs est utilisé de la façon suivante: - Versement à la Caisse fédérale Fr. 150000000 - Versement à la réserve de compensation Fr. 75 000 000 - Versement à la réserve générale de financement Fr. 107530302 Abstimmung - Vote Für den Antrag der Mehrheit 101 Stimmen Für den Antrag der Minderheit (Biel) 39 Stimmen Art. 3 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral Angenommen - Adopté Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Beschlussentwurfes 128 Stimmen Dagegen 5 Stimmen An den Ständerat - Au Conseil des Etats #ST# Ad 81.056 PTT. Voranschlag 1982. Nachtrag l PTT. Budget 1982. Supplément l Botschaft und Beschlussentwurf vom 21. April 198? Message et projet d'arrêté du 21 avril 1982 Bezug bei der Generaldirektion PTT. Viktoriastrasse 21, Born S'obtiennent auprès de la Direction générale des PTT, Viktoriastrasse 21, Berne Beschluss des Ständerates vom 8. Juni 1982 Décision du Conseil des Etats du 8 juin 1982 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Bratschi, Berichterstatter: Der Nachtrag l zum Finanzvoran- schlag der PTT-Betriebe 1982 umfasst Zahlungskredite von
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali PTT. Rechnung 1981 PTT. Compte 1981 In Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Dans Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale In Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale Jahr 1982 Année Anno Band III Volume Volume Session Sommersession Session Session d'été Sessione Sessione estiva Rat Nationalrat Conseil Conseil national Consiglio Consiglio nazionale Sitzung 06 Séance Seduta Geschäftsnummer 82.026 Numéro d'objet Numero dell'oggetto Datum 15.06.1982 - 08:00 Date Data Seite 741-744 Page Pagina Ref. No 20 010 504 Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.