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Interpellation Graf
Schweiz kein Tummelplatz für Unternehmungen zur Hinter- treibung von UNO-Beschlüssen wird?
Texte de l'interpellation du 30 novembre 1981
En 1974 déjà, le Conseil des Nations Unies pour la Namibie avait adopté un décret interdisant, sous peine de confisca- tion, l'exportation de matières premières de Namibie, tant que ce territoire est occupé par l'Afrique du sud (décret nº 1 sur les ressources naturelles de la Namibie). La mine d'uranium «Rossing» qui s'y trouve est l'une des plus riches du monde. Le décret des Nations Unies a pour objectif d'interdire l'exploitation des ressources minières de Nami- bie par l'occupant ou par des sociétés multinationales qu'il protège.
Bien que la Suisse ne soit pas membre des Nations Unies, il serait extrêmement fâcheux qu'elle contribue à tourner les décisions de cette organisation soit par ses activités pro- pres, soit par la mise à disposition de son territoire pour les menées de tiers. En l'occurrence, certaines informations récentes, selon lesquelles de l'uranium en provenance de Namibie parviendrait par voie détournée à des centrales atomiques suisses - on cite notamment celle de Mühleberg - éveillent l'attention.
On relèvera aussi par la même occasion que l'actionnaire principal de la mine «Rössing» de Namibie, la société multi- nationale «Rio Tinto Zinc» - qui est citée dans les livres d'histoire latino-américains comme le type des «vampires impérialistes» a une filiale, la «RTZ Mineral Services Ltd.»; dans le canton de Zoug, qui, manifestement, ne fait pas le commerce d'eau minérale. Rappelons à ce sujet que la revue «Tell» affirmait en octobre 1979 que de l'uranium pro- venant de la mine susmentionnée en Namibie serait vendu illégalement au Japon par l'entremise de la «RTZ» ayant son siège à Zoug. Comme on l'avait annoncé alors, la société zougoise, qui sert uniquement de boîte aux lettres, est gérée par la célèbre étude d'avocats zurichois «Pestalozzi et Gmür».
A ce propos, je demande au Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
Où et en quelle quantité utilise-t-on en Suisse de l'ura- nium provenant de Namibie? Peut-il donner des détails à ce sujet ou est-il en mesure de déclarer formellement que la Suisse n'utilise pas d'uranium provenant soit directement soit indirectement de ce territoire et qu'elle n'a pas l'inten- tion d'en importer?
Le Conseil fédéral est-il prêt, bien que la Suisse ne soit pas membre des Nations Unies, à respecter le décret nº 1 susmentionné du Conseil des Nations Unies pour la Nami- bie?
Les activités de la «RTZ Mineral Services Ltd.» ayant son siège à Zoug sont-elles connues du Conseil fédéral? Quels résultats les enquêtes y relatives ont-elles donnés? Le Conseil fédéral est-il prêt à veiller, par des moyens appro- priés, à ce que la Suisse ne serve pas de plaque tournante aux entreprises qui cherchent à éluder les décisions des Nations Unies?
Begründung
Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Développement
L'interpellatrice renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Zu Frage 1. Das in der Schweiz gebrauchte Uran stammt aus den verschiedensten Quellen. Aus Informationen der Elektrizitätswirtschaft geht hervor, dass ein kleiner Teil davon in Namibia gewonnen und anschliessend, d. h. bevor es in die Schweiz gelangt, in Drittstaaten angereichert und zu Brennelementen verarbeitet wird. Die Kernkraftwerkge- sellschaften bestimmen selbst, wo sie das Uran einkaufen,
anreichern und zu Brennelementen verarbeiten lassen wol- len. Bei der Einfuhr der Brennelemente in die Schweiz wis- sen zwar die zuständigen Bewilligungsbehörden, in wel- chen Ländern die Behandlungsschritte der Anreicherung und der Brennelementfabrikation durchgeführt wurden, haben jedoch nicht immer von der ursprünglichen Herkunft des Uranerzes Kenntnis. Der Bundesrat ist deshalb nicht in der Lage, die gewünschten detaillierten Angaben zu liefern.
Zu Frage 2. Der Namibia-Rat ist ein von der UNO-General- versammlung geschaffenes Organ, dessen Beschlüsse selbst für Mitgliedstaaten nach den Grundsätzen der Charta nur empfehlenden, nicht aber rechtsgültigen Charakter haben. Einzig der Sicherheitsrat ist befugt, Entscheide zu treffen, die für die Mitgliedstaaten der UNO verbindliche Wirkung aufweisen. Damit besteht für den Bundesrat kein Anlass, Schritte im Sinne der Interpellation zu unternehmen.
Zu Frage 3. Die von der Interpellantin erwähnte Firma hat bei den schweizerischen Behörden nie ein Gesuch um Bewilligung der Einfuhr, Durchfuhr oder Ausfuhr von Kern- brennstoffen gemäss schweizerischer Kernenergiegesetz- gebung gestellt. Die ausländischen Aktivitäten der Firma sind nicht bewilligungspflichtig. Sofern und solange die Tätigkeiten von in der Schweiz domizilierten Firmen weder gegen schweizerisches Recht noch gegen internationale, von der Schweiz übernommene Verpflichtungen verstos- sen, besteht für die Behörden kein Grund, eine Untersu- chung zu veranlassen oder besondere Massnahmen zu ergreifen.
Die Diskussion wird verschoben
La discussion est renvoyée
81.912 Interpellation Graf Ausgaben im Sozialbereich Prestations sociales
Wortlaut der Interpellation vom 17. Dezember 1981
Die Ausgaben des Bundes im Sozialbereich sind nur ein Teil der gesamtschweizerischen Aufwendungen zur Erfüllung der sozialen Aufgaben. Wesentliche Beiträge werden auch von Privaten geleistet.
Um einen möglichst umfassenden Überblick über die gesamten Sozialaufwendungen zu erhalten, frage ich den Bundesrat an, ob er bereit ist, diese Informationslücke zu schliessen, indem er dem Bundesamt für Sozialversiche rung den Auftrag erteilt, inskünftig auch die jährlichen Sozialleistungen der Kantone, der Gemeinden und - soweit möglich - der privaten Institutionen und Unternehmen bekanntzugeben.
Texte de l'interpellation du 17 décembre 1981
En Suisse, les prestations sociales accordées par la Confé- dération ne représentent qu'une partie de l'ensemble des sommes destinées à la réalisation d'objectifs sociaux. En effet, les cantons, les communes, diverses institutions sociales et des particuliers versent également des contribu- tions importantes.
En l'état actuel, il n'est guère possible d'avoir un aperçu du total des dépenses sociales. Je demande au Conseil fédéral s'il est disposé à combler cette lacune en chargeant doré- navant l'Office des assurances sociales de communiquer de façon aussi complète que possible les prestations sociales fournies chaque année par les cantons, les com- munes et, dans la mesure du possible, par les institutions et les entreprises privées?
71 - N
558
N 19 mars 1982
Mitunterzeichner - Cosignataires: Augsburger, Basler, Biderbost, Blocher, Bremi, Bürer-Walenstadt, de Capitani, Eisenring, Feigenwinter, Fischer-Weinfelden, Fischer-Bern, Fischer-Hägglingen, Frei-Romanshorn, Friedrich, Früh, Hof- mann, Hösli, Jost, Kunz, Künzi, Landolt, Muff, Müller-Schar- nachtal, Nebiker, Oehen, Oehler, Oester, Ogi, Räz, Reich- ling, Ribi, Roth, Röthlin, Schalcher, Schärli, Schüle, Steineg- ger, Vetsch, Weber Leo, Wellauer (40)
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rapport écrit du Conseil fédéral
Die Sozialaufwendungen des Bundes, der Kantone und der Gemeinden werden durch die Eidgenössische Finanzver- waltung erfasst und jeweils im statistischen Quellenwerk «Öffentliche Finanzen der Schweiz» und im statistischen Jahrbuch der Schweiz publiziert. Dabei werden diese Aus- gaben nicht nur insgesamt, sondern auch funktional und nach Verwendungszwecken gegliedert ausgewiesen. Auf- geführt werden auch die Ausgaben der Krankenkassen und Pensionskassen der Schweiz. Nationalspende, der Schwei- zerischen Winterhilfe, von Pro Juventute und Pro Infirmis, der Stiftung «Für das Alter», der Bundeshilfe für Ausland- schweizer, der internationalen Hilfswerke und Institutionen und der Swissaid.
Ein weitergehendes Informationsbedürfnis, welches insbe- sondere auf die Sozialaufwendungen der Unternehmen hin- zielt, mag bestehen. Hier dürften allerdings einer zentralen Erfassung Grenzen gesetzt sein, indem einerseits die Unternehmen einer zusätzlichen statistischen Erhebung nicht unbedingt positiv gegenüberstehen würden, anderer- seits erweiterte statistische Aufarbeitungen als Verstärkung zentralistischer Tendenzen innerhalb unseres föderativen Systems angesehen würden.
Schliesslich bedeutet ein solcher Auftrag eine zusätzliche Aufgabe für den Bund, die nicht ohne personellen und finanziellen Mehraufwand erbracht werden könnte.
Der Bundesrat anerkennt durchaus den Wunsch nach ver- mehrter Information im Sinne der Interpellanten. Mit Rück- sicht einerseits auf die föderalistische Struktur unseres Staates, andererseits auf die personellen und finanziellen Engpässe des Bundes kann der Bundesrat einen solchen Auftrag nicht entgegennehmen.
Die Diskussion wird verschoben La discussion est renvoyée
81.517 Interpellation Zehnder Schwarzarbeit - Travail au noir
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Wortlaut der Interpellation vom 8. Oktober 1981
Mitte August ist der konkrete Fall von 17 österreichischen Bauarbeitern ruchbar geworden, die ohne Arbeits- und Auf- enthaltsbewilligung im Kanton Wallis gearbeitet haben. Ähn- liche Fälle sind bekannt, so dass nicht mehr von Ausnah- men oder einem Einzelfall die Rede sein kann. Selbst im Rechenschaftsbericht des Bundesrates für das Jahr 1980 ist die Zahl 1780 veröffentlicht, die sich auf Einreisesperren gegenüber ausländischen Schwarzarbeitern bezieht. In den Medien wird die Dunkelziffer der illegal in der Schweiz Beschäftigten mit 30 000 bis 50 000 genannt.
Ich bitte den Bundesrat um Beantwortung folgender Fra- gen:
Wie hoch ist nach behördlicher Schätzung die Dunkelzif- fer der Schwarzarbeit?
Wo und in welchem Ausmass werden durch den illegalen Aufenthalt der Ausländer und deren Schwarzarbeit die
Gesellschaft, die Wirtschaft, die einheimischen Arbeitneh- mer und unsere Sozialeinrichtungen geschädigt?
Ist der Bundesrat nicht auch der Auffassung, dass diese Schwarzarbeit und Vermietung von Arbeitnehmern härter bekämpft werden muss, und welche wirksamen Mittel gedenkt er hierfür einzusetzen?
Inwieweit können die Kontrollaufgaben der paritätischen Kommissionen (aus gesamtarbeitsvertraglichen Partner- schaften) durch Überlassung öffentlich-rechtlicher Abklä- rungsergebnisse (z. B. von Fremdenpolizei, Arbeitsämtern, Arbeitsinspektoraten, SUVA usw.) ergänzt und erleichtert werden?
Texte de l'interpellation du 8 octobre 1981
A la mi-août, le cas de 17 ouvriers autrichiens du bâtiment a été rendu public; ils avaient travaillé dans le canton du Valais sans permis de travail et sans autorisation de séjour. Il existe d'autres exemples de ce genre, si bien qu'il n'est pas question de parler d'exceptions ou de cas isolés. Le rapport de gestion du Conseil fédéral pour 1980 indique même que 1780 interdictions d'entrée ont été prononcées à l'encontre de travailleurs étrangers au noir. Les médias avancent le chiffre officieux de 30 000 à 50 000 personnes employées illégalement en Suisse.
J'invite donc le Conseil fédéral à répondre aux questions suivantes:
A combien les autorités estiment-elles officieusement le nombre de travailleurs au noir?
Dans quels domaines et jusqu'à quel point la présence illégale d'étrangers travaillant au noir affecte-t-elle la société, l'économie, les salariés indigènes et les institutions sociales?
Le Conseil fédéral n'est-il pas d'avis qu'il y aurait lieu de lutter davantage contre le travail au noir et l'emploi illégal de salariés étrangers; quelles mesures compte-t-il prendre pour parer efficacement à cette évolution?
Dans quelle mesure le contrôle incombant aux Commis- sions paritaires (composées des parties aux conventions collectives sur le travail) pourrait-il être élargi et facilité si ces Commissions avaient connaissance des résultats d'enquêtes de droit public exécutées par exemple par la Police des étrangers, les offices de l'emploi, les Inspections du travail, la CNA, etc .?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Affolter, Ammann- St. Gallen, Bäumlin, Braunschweig, Chopard, Christinat, Deneys, Euler, Ganz, Hubacher, Lang, Loetscher, Mauch, Meizoz, Morel, Morf, Muheim, Müller-Bern, Nauer, Neu- komm, Ott, Riesen-Freiburg, Robbiani, Schmid, Stich, Uch- tenhagen, Wagner, Weber-Arbon (28)
Begründung
Der Interpellant verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Développement L'interpellateur renonce au développement et souhaite une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates Rappport écrit du Conseil fédéral
Der Bundesrat betrachtet die illegale Beschäftigung auslän- discher Arbeitnehmer (Schwarzarbeit) als ein ernstzuneh- mendes Problem, das mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft werden muss. Die seit 1970 konsequent befolgte Zulassungsbegrenzung für neueinreisende erwerbstätige Ausländer und die Zielsetzung der Auslän- derpolitik, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der schweizerischen und der ausländischen Wohnbevölkerung zu erreichen, dürfen nicht dadurch umgangen werden, dass ausländische Arbeitnehmer ohne Bewilligung beschäftigt werden. Um die Schwarzarbeit einzudämmen, bedarf es nicht nur einer engen Zusammenarbeit der zuständigen eid- genössischen, kantonalen und kommunalen Behörden,
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Interpellation Zehnder
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
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In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1982
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 81.912
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
19.03.1982 - 08:00
Date
Data
Seite
557-558
Page
Pagina
Ref. No
20 010 377
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