Costs appeal withdrawn; proceedings discontinued and costs imposed

ZK2 2018 84Autre juridiction27 déc. 2018Withdrawn

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Schwyz Cantonal Court, acting through its vice-president, dealt with a cost appeal against a March District Court order in an eviction-related matter. After having raised the issue of possible lateness of the appeal, the appellants withdrew it. The court therefore discontinued the proceedings without examining the merits. It imposed the reduced second-instance costs of CHF 300 on the two appellants in equal shares and denied any party compensation to the respondents because no compensable work had been shown.

Regeste Omnilex

Art. 241 Abs. 3 ZPO; withdrawal of the appeal as a ground for discontinuance; costs and party compensation in withdrawn appeal proceedings. If an appeal is withdrawn, the appellate proceedings must be discontinued without a merits decision. Costs are normally allocated against the party causing the discontinuance under Art. 106 Abs. 1 ZPO. A party compensation is not owed where the opponent’s counsel was not served with the appeal and subsequent filings were expressly only for information, so that no compensable expense is shown or substantiated (consid. 2-3).

Texte intégral

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 27. Dezember 2018

ZK2 2018 84

Mitwirkend

Kantonsgerichtsvizepräsident Dr. Reto Heizmann.

In Sachen

**1.**A.________, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer, **2.**B.________, Gesuchsgegnerin und Beschwerdeführerin,

vertr. durch A.________,

gegen

**1.**C.________, Gesuchsteller und Beschwerdegegner, **2.**D.________, Gesuchstellerin und Beschwerdegegnerin, beide vertreten durch Rechtsanwalt E.________,

betreffend

Kostenbeschwerde (Mietausweisung)

(Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March vom 25. Oktober 2018, ZES 2018 338);-

hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass die Gesuchsteller A.________ und B.________ mit Eingabe vom 16. November 2018 (Postaufgabe: 20. November 2018) beim Kantonsgericht Schwyz Kostenbeschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht March (ZES 2018 338) erhoben (KG-act. 1);

  • dass mit Verfügung vom 22. November 2018 die Akten eingeholt wurden und die Vorinstanz angehalten wurde, sich zur Fristeinhaltung zu äussern, und dass dieselbe Verfügung als Eingangsanzeige galt, wobei die Beschwerde dem Vertreter der Beschwerdegegner nicht zugestellt wurde (KG-act. 2);

  • dass die Vorinstanz im Aktenüberweisungsschreiben mitteilte, unter Berücksichtigung des Postaufgabevermerks sei die Beschwerdefrist nicht gewahrt (KG-act. 3);

  • dass mit Verfügung vom 26. November 2018 den Parteien mitgeteilt wurde, eine Zustellung gemäss Art. 85 Abs. 4 lit. a StPO gelte als am siebten Tag nach dem erfolglosen Zustellungsversuch erfolgt, sofern die Person mit einer Zustellung rechnen musste, was vorliegend auf den 2. November 2018 falle, und unter Berücksichtigung der zehntägigen Beschwerdefrist die Beschwerde deshalb spätestens am 12. November 2018 der Post aufgegeben oder der Behörde abgegeben hätte werden müssen, die Beschwerde jedoch vom 20. November 2018 datiere (Postaufgabe, Art. 91 Abs. 2 StPO), und den Beschwerdeführern deshalb eine Frist von zehn Tagen zur Stellungnahme zur Frage der Verspätung angesetzt wurde (KG-act. 4);

  • dass diese Verfügung dem Vertreter der Beschwerdegegner „nur zur Kenntnis“ zugestellt wurde (KG-act. 4);

  • dass der Vertreter der Beschwerdegegner mit Eingabe vom 3. Dezember 2018 um eine ausserrechtliche Entschädigung seiner Klienten von Fr. 300.00 für schriftliche und mündliche Kontakte ersuchte (KG-act. 7);

  • dass diese Eingabe den Beschwerdeführern mit Verfügung vom 4. Dezember 2018 zur freigestellten Vernehmlassung zugestellt wurde (KG-act. 8);

  • dass die Beschwerdeführer ihre Beschwerde vom 20. November 2018 mit Schreiben vom 12. Dezember 2018 (der Post übergeben am 17. Dezember 2018) zurückzogen, weshalb das Verfahren gestützt auf Art. 241 Abs. 3 ZPO abzuschreiben ist, was wegen der offensichtlichen und unbestrittenen Verspätung der Beschwerde ohnehin erfolgt wäre (KG-act. 9);

  • dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die (reduzierten) Gerichtskosten gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO den Beschwerdeführern aufzuerlegen sind;

  • dass eine Parteientschädigung unabhängig von den Vorbringen der Beschwerdeführer (KG-act. 9) nicht zuzusprechen ist, weil dem Rechtsvertreter der Beschwerdegegner die Beschwerde nie zugestellt wurde und die übrigen Akten ausdrücklich nur zur Kenntnis zugestellt wurden, weshalb kein entschädigungspflichtiger Aufwand ersichtlich ist (s. insbes. §§ 2, 4 und 6 Gebührentarif für Rechtsanwälte, SRSZ 280.411), und der Rechtsvertreter der Beschwerdegegner einen solchen auch nicht substantiiert geltend machte;

  • dass die Abschreibung des Verfahrens gestützt auf § 40 Abs. 2 i.V.m. § 41 Abs. 1 JG in die Kompetenz des Vorsitzenden fällt;-

verfügt:

1. Das Beschwerdeverfahren wird infolge Rückzugs abgeschrieben.

2. Die zweitinstanzlichen Kosten von Fr. 300.00 werden den Beschwerdeführern je zur Hälfte (Fr. 150.00) auferlegt.

3. Eine Parteientschädigung wird nicht zugesprochen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach

Massgabe von Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes *Verfassungsbeschwerde * beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; vorbehalten bleibt die Geltendmachung einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung mit * Beschwerde in Zivilsachen * gemäss Art. 72 ff. BGG, die in der gleichen Rechtsschrift bzw. bei alleiniger Einlegung innert derselben Frist einzureichen ist. Die Beschwerdeschrift muss Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 2‘600.00

5. Zufertigung an A.________ (2/R), Rechtsanwalt E.________ (3/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtsvizepräsident

Versand

27. Dezember 2018 kau

Mots-clés

withdrawalcostsparty compensationappeal timelinessevictiondiscontinuance

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal proceedings should be discontinued after withdrawal of the appeal

Solution extraite

The appeal proceedings were discontinued because the appellants withdrew the appeal; discontinuance would have followed in any event due to the obvious lateness of the filing.

Motifs extraits

A withdrawal under Art. 241 Abs. 3 ZPO requires discontinuance. The court noted that the appeal was manifestly late, but withdrawal made a merits ruling unnecessary.

Question juridique clé

How the second-instance costs should be allocated

Solution extraite

The reduced second-instance court costs of CHF 300 were imposed on the appellants, split equally at CHF 150 each.

Motifs extraits

Because the appellants caused the termination by withdrawing the appeal, costs were allocated against them under Art. 106 Abs. 1 ZPO.

Question juridique clé

Whether the respondents were entitled to a party compensation

Solution extraite

No party compensation was awarded.

Motifs extraits

The respondents’ lawyer had not received the appeal and the later filings were expressly sent only for information; no compensable work was shown and no substantiated claim was made.

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