Appeal dismissed for failure to pay cost advance

ZK2 2018 37Autre juridiction22 juin 2018Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The defendant appealed the first-instance cost allocation in a divorce-related matter. The Kantonsgericht ordered him to pay an advance of costs and later granted a grace period with a non-entry warning. He still did not pay. The court therefore did not enter into the appeal, imposed the appellate costs of CHF 300 on him, and ordered him to pay the represented respondent party compensation of CHF 550.

Regeste Omnilex

Art. 101 Abs. 3 ZPO; non-payment of the ordered cost advance after expiry of a properly granted grace period with warning leads to non-entry into the appeal. In such a case, appellate costs are borne by the unsuccessful appellant under Art. 106 Abs. 1 ZPO. If the respondent is represented by counsel, a party compensation may be awarded pursuant to Art. 95 Abs. 3 lit. b and Art. 106 Abs. 1 ZPO, assessed in light of the applicable fee tariff and the submitted cost note.

Texte intégral

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 22. Juni 2018

ZK2 2018 37

Mitwirkend

Kantonsgerichtsvizepräsident Dr. Reto Heizmann.

In Sachen

A.________, Beklagter und Beschwerdeführer,

gegen

B.________, Klägerin und Beschwerdegegnerin, vertreten durch Rechtsanwalt C.________,

betreffend

Kostenbeschwerde (Abänderung Scheidungsurteil)

(Beschwerde gegen das Urteil des Bezirksgerichts Schwyz vom 6. April 2018, ZEO 2017 68);-

hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass die Vorinstanz mit Urteil vom 6. April 2018 die Gerichtskosten von total Fr. 3‘000.00 den Parteien je zur Hälfte auferlegte, mit dem Kostenvorschuss der Klägerin verrechnete und den Beklagten verpflichtete, der Klägerin Fr. 1‘500.00 zu erstatten (angef. Urteil, Dispositivziff. 3), sowie ihn verpflichtete, der Klägerin eine Parteientschädigung von Fr. 2‘029.60 (inkl. Auslagen und MWST) zu bezahlen (angef. Urteil, Dispositivziff. 4);

  • dass der Beklagte mit Beschwerde vom 12. April 2018 die Prozesskostenverlegung anfocht (zuständigkeitshalber vom Bezirksgericht Schwyz an das Kantonsgericht überwiesen, KG-act. 1 und 2);

  • dass der Beklagte mit Verfügung vom 27. April 2018 aufgefordert wurde, bis spätestens am 14. Mai 2018 einen Kostenvorschuss von Fr. 1‘000.00 zu bezahlen, er den Kostenvorschuss innert Frist jedoch nicht leistete (KG-act. 4);

  • dass dem Beklagten mit Verfügung vom 22. Mai 2018 gestützt auf Art. 101 Abs. 3 ZPO eine Nachfrist zur Leistung des Kostenvorschusses bis zum 6. Juni 2018 gesetzt und ihm für den Unterlassungsfall Nichteintreten auf die Beschwerde angedroht wurde (KG-act. 5);

  • dass der Beklagte den Kostenvorschuss auch innert der angesetzten Nachfrist nicht bezahlte, weshalb androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 101 Abs. 3 ZPO);

  • dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Gerichtskosten gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO dem Beklagten aufzuerlegen sind;

  • dass der Beklagte gestützt auf Art. 95 Abs. 3 lit. b und 106 Abs. 1 ZPO der anwaltlich vertretenen Klägerin als Parteientschädigung pauschal Fr. 550.00 zu leisten hat (s. KG-act. 6, auf die angemessene Kostennote ist abzustellen, §§ 12, 8 f., 6 und 2 des Gebührentarifs für Rechtsanwälte, SRSZ 280.411);

  • dass das Nichteintreten auf eine Beschwerde gestützt auf § 40 Abs. 2 i.V.m. § 41 Abs. 1 JG in die Kompetenz des Vorsitzenden fällt;-

verfügt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die Kosten des Beschwerdeverfahrens von Fr. 300.00 werden dem Beklagten auferlegt.

3. Der Beklagte hat der Klägerin für das Beschwerdeverfahren eine Parteientschädigung von pauschal Fr. 550.00 zu bezahlen.

4. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes *Verfassungsbeschwerde * beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; vorbehalten bleibt die Geltendmachung einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung mit * Beschwerde in Zivilsachen * gemäss Art. 72 ff. BGG, die in der gleichen Rechtsschrift bzw. bei alleiniger Einlegung innert derselben Frist einzureichen ist. Die Beschwerdeschrift muss Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 3‘529.60.

5. Zufertigung an den Beklagten (1/R), Rechtsanwalt C.________ (2/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vor-instanz (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtsvizepräsident

Versand

22. Juni 2018 kau

Mots-clés

cost advancenon-entryappealparty compensationcourt costsdivorceprocedural costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal should be entered into despite non-payment of the ordered cost advance

Solution extraite

No. Because the appellant failed to pay the cost advance even after the grace period, the court did not enter into the appeal.

Motifs extraits

Under Art. 101(3) CPC, failure to pay the requested advance within the extended deadline leads to non-entry if duly threatened.

Question juridique clé

Allocation of appellate costs after non-entry

Solution extraite

The costs of the appeal proceedings were imposed on the defendant/appellant.

Motifs extraits

Costs follow the outcome of the proceedings under Art. 106(1) CPC.

Question juridique clé

Party compensation for the respondent in the appeal proceedings

Solution extraite

The appellant must pay the respondent a lump-sum party compensation of CHF 550.

Motifs extraits

The respondent was represented by counsel; compensation was fixed at a lump sum based on the cost note and the applicable fee tariff.

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