Non-entry for failure to pay appeal advance

BEK 2020 30Autre juridiction13 mai 2020Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Kantonsgericht Schwyz refused to enter into an appeal against a first-instance order on definitive legal enforcement because the appellant did not pay the required advance of costs, even after a warned grace period under Art. 101(3) CPC. The court imposed reduced second-instance costs of CHF 100 on the appellant and denied any party compensation to the canton, as no response was filed. The decision was issued by the Kantonsgericht vice president in written proceedings.

Regeste Omnilex

Art. 101 Abs. 3 ZPO; non-payment of the court advance after expiry of the original deadline and an expressly threatened grace period leads to non-entry into the appeal. If the appellant, despite valid notice and renewed dispatch, still fails to pay, the court may dismiss the remedy without examining the merits. Costs are allocated according to the outcome under Art. 106 Abs. 1 ZPO; no party compensation is due where the respondent filed no response and incurred no compensable expenses. Under §§ 40 Abs. 2 and 41 Abs. 1 JG, such non-entry decisions fall within the competence of the chairperson.

Texte intégral

Kantonsgericht Schwyz

1

Verfügung vom 13. Mai 2020

BEK 2020 30

Mitwirkend

Kantonsgerichtsvizepräsident Dr. Reto Heizmann.

In Sachen

A.________, Gesuchsgegner und Beschwerdeführer,

gegen

Kanton Schwyz, 6430 Schwyz, Gesuchsteller und Beschwerdegegner,

vertr. durch Verkehrsamt, Postfach 3214, Schlagstrasse 82, 6431 Schwyz,

betreffend

definitive Rechtsöffnung

(Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht Einsiedeln vom 12. Februar 2020, ZES 2020 007);-

hat der Kantonsgerichtsvizepräsident,

nachdem sich ergeben und in Erwägung:

  • dass der Beschwerdeführer mit Eingabe vom 22. Februar 2020 (Postaufgabe) den Entscheid des Einzelrichters am Bezirksgericht Einsiedeln vom 12. Februar 2020 beim Kantonsgericht anfocht (KG-act. 1);

  • dass dem Beschwerdeführer mit Verfügung vom 25. Februar 2020 Frist zur Zahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 200.00 bis spätestens am 13. März 2020 angesetzt wurde (KG-act. 4);

  • dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss innert Frist nicht bezahlte, weshalb ihm mit Verfügung vom 23. März 2020 gestützt auf Art. 101 Abs. 3 ZPO unter Androhung des Nichteintretens eine Nachfrist bis zum 30. April 2020 zur Zahlung des Kostenvorschusses gewährt wurde

(KG-act. 7);

  • dass der Beschwerdeführer die Verfügung betr. Nachfrist für den Kostenvorschuss nicht abholte und ihm diese am 6. April 2020 mit A+ nochmals geschickt wurde (act. 9);

  • dass der Beschwerdeführer mit einer gerichtlichen Zustellung rechnen musste und die Sendung damit spätestens mit Ablauf der postalischen Abholfrist am 31. März 2020 als zugestellt gilt (KG-act. 9);

  • dass die A+-Sendung vom 6. April 2020 dem Gesuchsgegner am 7. April 2020 via Postfach zugestellt wurde (Track & Trace vom 8. Mai 2020);

  • dass der Beschwerdeführer den Kostenvorschuss innert der angesetzten Nachfrist ebenso wenig bezahlte, weshalb androhungsgemäss auf die Beschwerde nicht einzutreten ist;

  • dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die (reduzierten) Gerichtskosten gestützt auf Art. 106 Abs. 1 ZPO dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind;

  • dass der Beschwerdegegner trotz Fristansetzung keine Beschwerdeant­wort einreichte und ihm deshalb durch das Beschwerdeverfahren keine Kosten entstanden, weshalb keine Parteientschädigung zuzusprechen ist;

  • dass das Nichteintreten auf eine Beschwerde gestützt auf § 40 Abs. 2 i.V.m. § 41 Abs. 1 JG in die Kompetenz des Vorsitzenden fällt;-

verfügt:

1. Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2. Die zweitinstanzlichen Kosten von Fr. 100.00 werden dem Gesuchs-gegner auferlegt.

3. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung nach Massgabe von Art. 113 ff. des Bundesgerichtsgesetzes *Verfassungs­beschwerde * beim Bundesgericht in Lausanne eingereicht werden; vorbehalten bleibt die Geltendmachung einer Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung mit * Beschwerde in Zivilsachen * gemäss Art. 72 ff. BGG, die in der gleichen Rechtsschrift bzw. bei alleiniger Einlegung innert derselben Frist einzureichen ist. Die Beschwerdeschrift muss Art. 42 BGG entsprechen. Der Streitwert beträgt Fr. 227.00.

4. Zufertigung an die Parteien (je 1/R) und die Vorinstanz (1/A) sowie nach definitiver Erledigung an die Vorinstanz (1/R, mit den Akten) und an die Kantonsgerichtskasse (1/ü, im Dispositiv).

Der Kantonsgerichtsvizepräsident

Versand

13. Mai 2020 kau

Mots-clés

appeal inadmissibilitycourt advancenon-entryprocedural deadlinecostsparty compensationlegal enforcement

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal could be entered into despite non-payment of the court advance.

Solution extraite

No. Because the appellant failed to pay the advance within the deadline and the grace period, the court had to dismiss the appeal without entering into it.

Motifs extraits

The advance was ordered, a grace period was granted under Art. 101(3) CPC with a threat of non-entry, and the appellant still did not pay. Non-entry followed as warned.

Question juridique clé

Allocation of second-instance costs after non-entry.

Solution extraite

The reduced second-instance costs were charged to the appellant.

Motifs extraits

Costs follow the outcome; the appellant caused the proceedings to fail by not paying the advance.

Question juridique clé

Whether a party compensation should be awarded to the respondent.

Solution extraite

No party compensation was awarded because the respondent did not file a response and incurred no compensable costs.

Motifs extraits

Without a response, no reimbursable procedural expenses were shown.

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