Fishing without permit is a pure conduct offense

ZZ.1991.25Autre juridiction1 avr. 1991Modified

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Résumé Omnilex

The Obergericht, Criminal Chamber, overturned the acquittal of K. and convicted him of fishing without authorization. K. had been seen handling a fishing rod near the Dünnern and claimed he merely wanted to test the rod. The court held that the cantonal fishing offense is a pure conduct offense: liability arises from the unauthorized use or attempted use of fishing equipment, and the success of catching fish is irrelevant. It therefore found K.'s explanation unpersuasive and imposed a CHF 60 fine.

Regeste Omnilex

§§ 5, 41 Fischereigesetz; fishing without authorization as a pure conduct offense. The offense is already complete when a person without entitlement uses, or attempts to use, a fishing rod in a manner directed to fishing; a successful catch is not required. The statutory focus lies on the prohibited conduct itself, not on the occurrence of a material result. Whether the accused subjectively intended to test the implement is irrelevant where the objective circumstances show conduct aimed at fishing (consid. 4).

Texte intégral

Geschäftsnummer:** ZZ.1991.25**
Instanz:Strafkammer
Entscheiddatum:02.04.1991
FindInfo-Nummer:O_ST.2015.82
Titel:** Fischen ohne Bewilligung, schlichtes Tätigkeitsdelikt**
Resümee:§§ 5, 41 Fischereigesetz. Fischen ohne Bewilligung. Diese Widerhandlung gegen das Fischereigesetz stellt ein schlichtes Tätigkeitsdelikt dar, für dessen Strafbarkeit der Erfolg unerheblich ist.
SOG 1991 Nr. 25 **§§ 5, 41 Fischereigesetz.*Fischen ohne Bewilligung. Diese Widerhandlung gegen das Fischereigesetz stellt ein schlichtes Tätigkeitsdelikt dar, für dessen Strafbarkeit der Erfolg unerheblich ist. K. wurde vom Präsidenten des Fischereivereins Thal-Gäu angezeigt, weil er von einem Vereinsmitglied beobachtet worden war, wie er am Dünnernufer südlich des Bad Klus mit einer Angelrute hantierte. K. erklärte, er habe diese nur ausprobieren, jedoch nicht damit Fische fangen wollen. Das Obergericht hob den Freispruch des Gerichtsstatthalters auf und verurteilte K. zu einer Busse von 60 Franken. Aus den Erwägungen: 3. Gemäss Art. 6 des Bundesgesetzes über die Fischerei vom 14. Dezember 1973 stehen das Fischereirecht und seine Verleihung den Kantonen zu. Nach § 1 des kantonalen Fischereigesetzes vom 24. September 1978 (FischereiG) steht dieses Recht unter Vorbehalt von Sonderrechten Dritter dem Staat zu. Die Berechtigung zum Fischfang wird gemäss § 5 FischereiG u.a. von den Fischereivereinen, die eine Fischenze gepachtet haben, durch Abgabe von Fischereikarten verliehen. Den Fischern obliegt denn auch eine Ausweispflicht (§ 6 FischereiG). 4. Nach Art. 41 FischereiG strafbar durch Widerhandlung gegen das Fischereigesetz macht sich demnach schon, wer ohne Bewilligung Fische fängt oder zu fangen versucht. Es handelt sich dabei also um ein schlichtes Tätigkeitsdelikt, bei dem der Tatbestand schon erfüllt ist, wenn der Täter ein bestimmtes Verhalten an den Tag legt (Noll/Trechsel, Schweizerisches Strafrecht, AT I, S. 63).Für die Strafbarkeit ist der Erfolg unerheblich. Der Beschuldigte gab zu, dass er die Angel ausprobieren wollte. Der Grund, ein Gerät auszuprobieren, besteht nun regelmässig darin, zu erfahren, ob es zu seinem vorausgesetzten Gebrauch taugt. Das kann bei einer Fischrute, die zweifellos dem Fischfang dient, nicht anders sein. Will jemand seine Angel an einem Fische führenden Gewässer ausprobieren, so will er damit Fische fangen. Deshalb sind die Einwände des Beschuldigten, wonach die Angel defekt war und er überhaupt nicht Fische fangen wollte, unglaubwürdig. Doch spielen sie aufgrund des Gesagten keine Rolle, denn allein durch die Verwendung einer grundsätzlich zum Fischfang gedachten Rute, ohne hiezu berechtigt zu sein, hat der Beschuldigte gegen das FischereiG verstossen. * Obergericht Strafkammer, Urteil vom 2. April 1991

Mots-clés

fishingpermitpure conduct offenseattemptcriminal liabilityfine

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether fishing or attempting to fish without authorization is punishable even if no fish are caught.

Solution extraite

Yes. The offense is complete once a person without authorization uses or attempts to use a fishing rod for fishing; the result is irrelevant.

Motifs extraits

Under the cantonal fishing act, the offense is a pure conduct offense. By using a rod objectively suited for fishing at a fish-bearing water, the accused engaged in conduct that already fulfilled the statutory offense; the claimed lack of success does not matter.

Question juridique clé

Whether the defendant's explanation that he merely wanted to test a defective rod excludes liability.

Solution extraite

No. The explanation was not credible and, in any event, could not prevent liability because the offense does not require a successful catch.

Motifs extraits

Testing a fishing rod normally serves to see whether it is fit for its intended use. At a fish-bearing water, such testing necessarily implies conduct directed at fishing.

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