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ZZ.1974.4 ΓÇó Settlement invalidity for defects of consent cannot be raised on appeal
ZZ.1974.4Autre juridiction7 mars 1974Inadmissible
In a divorce-modification proceeding limited to property-related payments, the parties settled and the instruction judge struck the case off the list. On appeal against that order, one party argued that the settlement was invalid because of defects of consent. The Civil Chamber held that such a challenge cannot be decided in the appeal against the dismissal order. It must be brought in a separate action for a declaration of invalidity of the agreement. The appeal was therefore not entered into.
§ 215 Abs. 2 ZPO; challenge to a settlement for defects of consent may not be raised in appeal proceedings against an order striking the case off. The validity of a contract alleged to be affected by a will defect is to be determined only in separate proceedings by an independent action for a declaration of invalidity. Procedural review of the dismissal order is limited to the question whether the discontinuance was formally justified; it does not extend to the substantive validity of the settlement itself (consid. 1).
| Geschäftsnummer: | ** ZZ.1974.4** |
|---|---|
| Instanz: | Zivilkammer |
| Entscheiddatum: | 08.03.1974 |
| FindInfo-Nummer: | O_ZK.2014.697 |
| Titel: | ** Vergleich, Willensmängel** |
| Resümee: | § 215 Abs. 2 ZPO. Ob ein Prozessvergleich wegen Willensmängel ungültig ist, ist nicht im Rekursverfahren gegen die Abschreibungsverfügung zu entscheiden. |
| SOG 1974 Nr. 4 **§ 215 Abs. 2 ZPO.*Ob ein Prozessvergleich wegen Willensmängel ungültig ist, ist nicht im Rekursverfahren gegen die Abschreibungsverfügung zu entscheiden. Im Laufe eines Prozesses auf Abänderung eines Scheidungsurteils, in dem es ausschliesslich um Vermögensleistungen ging, schlossen die Parteien einen aussergerichtlichen Vergleich ab. Der Instruktionsrichter verfügte Abschreibung des Prozesses. In einem gegen die Abschreibungsverfügung erhobenen Rekurs machte die eine Partei geltend, der Vergleich sei mit Willensmängel behaftet. Das Obergericht trat auf den Rekurs nicht ein, wobei es u. a. folgendes äusserte: Dass die Parteien eine Abänderung der Vereinbarung über die Nebenfolgen der Eheschei-dung vergleichsweise - also ohne Zustimmung nach Art. 158 Ziff. 5 ZGB - vornehmen dürfen, wird von Lehre und Praxis insofern bejaht, als die Abänderung bloss Vermögens-leistungen betrifft und erst nach rechtskräftiger Beendigung des Ehescheidungsprozesses erfolgt. (Egger, Komm. zu Art. 158 ZGB, N. 17, BGE 71 II 135 ff.) Der Einwand, der Vergleich sei mit Willensmängeln behaftet, kann nicht gehört werden. Die Anfechtung eines Vertrages wegen Willensmängeln kann nicht im Rekursverfahren durchgeführt werden, sondern müsste auf neue Klage hin in einem besonderen Prozess auf Feststellung der Ungültigkeit der Vereinbarung nachgewiesen werden. * Obergericht Zivilkammer, Urteil vom 8. März 1974 |
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