Provisional legal opening denied for second apartment rent

ZKBES.2017.81Autre juridiction19 juin 2017Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Obergericht of Solothurn reviewed an appeal against a partial provisional legal opening order. The appellant tried to rely on a written confirmation concerning a second apartment and garage, but the court held that this was a new piece of evidence and therefore inadmissible on appeal. In any event, the confirmation did not amount to a debt acknowledgment because it did not state a definite acknowledged rent for the disputed claim. The appeal was dismissed as manifestly unfounded, the appellant was ordered to pay CHF 250 in costs, and no party compensation was awarded.

Regeste Omnilex

Art. 326 Abs. 1 ZPO, Art. 82 Abs. 1 SchKG; provisional legal opening on appeal and requirements of debt acknowledgment. In appeal proceedings, new facts and evidence are inadmissible. A debt acknowledgment exists only if the debtor’s declaration, interpreted objectively, evidences an unconditional obligation to pay a specific or readily determinable monetary amount. A document that merely confirms a tenancy without specifying the rent claimed does not constitute a sufficient title for provisional legal opening. Where no admissible and sufficient title is shown, the appeal is manifestly unfounded and may be dismissed without response under Art. 322 ZPO.

Texte intégral

Geschäftsnummer:** ZKBES.2017.81**
Instanz:Zivilkammer
Entscheiddatum:20.06.2017
FindInfo-Nummer:O_ZK.2017.92
Titel:** provisorische Rechtsöffnung**
Resümee:
Obergericht Zivilkammer Urteil vom 20. Juni 2017 Es wirken mit: Präsident Frey Oberrichter Müller Oberrichterin Jeger Gerichtsschreiber Schaller In Sachen ** A.___** Beschwerdeführer gegen ** B.___** Beschwerdegegner betreffend ** provisorische Rechtsöffnung** hat die Zivilkammer des Obergerichts in ** Erwägung, dass**: A.___ (im Folgenden der Gesuchsteller) am 7. April 2017 (Postaufgabe) beim Richteramt Olten-Gösgen in der gegen B.___ (im Folgenden der Gesuchsgegner) geführten Betreibung für ausstehende Mietzinse von CHF 14‘590.00 nebst Zins zu 3% seit 30. November 2015, für CHF 27.35 Kosten der PostLogistics sowie für CHF 103.30 Zahlungsbefehlskosten provisorische Rechtsöffnung verlangte, u.K.u.E.F., sich der Gesuchsgegner nicht vernehmen liess, die Amtsgerichtspräsidentin am 22. Mai 2017 für CHF 8‘400.00 zuzüglich Zins zu 3% seit 1. Februar 2016 April 2016 provisorische Rechtsöffnung erteilte und den Gesuchsgegner verpflichtete, dem Gesuchsteller die Betreibungskosten von CHF 130.65 zu ersetzen, ihm eine reduzierte Parteientschädigung von CHF 60.00 zu bezahlen und ihm CHF 240.00 der bevorschussten Gerichtskosten von CHF 400.00 zurückzuerstatten, der Gesuchsteller dagegen am 13. Juni 2017 (Postaufgabe) Beschwerde beim Obergericht erhob und die Erteilung der provisorische Rechtsöffnung für CHF 6‘420.00 verlangte (offensichtlich zusätzlich zur bereits von der Vorinstanz erteilten Rechtsöffnung für die Mietzinse der anderen Wohnung), der Gesuchsteller dazu vortrug, die Vermietung der 3-Zimmerwohnung – und wohl auch der Garage – sei per Handschlag erfolgt, und dazu eine Bestätigung des Gesuchsgegners einreicht, wonach dieser die 3-Zimmerwohnung im ersten Stock und die Garage durch mündliche Vereinbarung gemietet hat, die vom Gesuchsteller im Beschwerdeverfahren eingereichte Bestätigung des Gesuchsgegners vom 9. Juni 2017 nicht berücksichtigt werden kann, da im Beschwerdeverfahren neue Tatsachenbehauptungen und neue Beweismittel ausgeschlossen sind (Art. 326 Abs. 1 ZPO), eine Schuldanerkennung im Sinn von Art. 82 Abs. 1 SchKG vorliegt, wenn daraus der vorbehalts- und bedingungslose Wille des Betriebenen hervorgeht, dem Betreibenden eine bestimmte oder leicht bestimmbare Geldsumme zu zahlen (BGE 136 III 627 E. 2), die vorgelegte Bestätigung diesen Anforderung ohnehin nicht genügen würde, weil daraus der für diese zweite Wohnung geschuldete und anerkannte Mietzins nicht hervorgeht, es damit an dem im summarischen Verfahren der provisorischen Rechtsöffnung ohnehin erforderlichen Rechtsöffnungstitel, wie er eben mit dem Mietvertrag für die andere Wohnung vorgelegt werden konnte, fehlt, die Beschwerde deshalb offensichtlich unbegründet ist und daher sogleich ohne Einholung einer Beschwerdeantwort (Art. 322 ZPO) abgewiesen werden kann, de Gesuchsteller nach dem Ausgang des vorliegenden Verfahrens dessen Kosten von CHF 250.00 zu bezahlen hat, bei diesem Ausgang keine Parteientschädigung zugesprochen werden kann, ** erkannt**: 1. Die Beschwerde wird abgewiesen. 2. A.___ hat die Kosten des obergerichtlichen Verfahrens von CHF 250.00 zu bezahlen. 3. Es wird keine Parteientschädigung zugesprochen. ** Rechtsmittel:Der Streitwert liegt unter CHF 15‘000.00. Sofern sich eine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt, kann gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen seit Eröffnung des begründeten Urteils beim Bundesgericht Beschwerde in Zivilsachen eingereicht werden (Adresse: 1000 Lausanne 14). Die Frist wird durch rechtzeitige Aufgabe bei der Schweizerischen Post gewahrt. Die Frist ist nicht erstreckbar. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift des Beschwerdeführers oder seines Vertreters zu enthalten. Für die weiteren Voraussetzungen sind die Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes massgeblich. Soweit sich keine Rechtsfrage von grundsätzlicher Bedeutung stellt, kann gegen diesen Entscheid innert 30 Tagen seit Erhalt beim Bundesgericht subsidiäre Verfassungsbeschwerde eingereicht werden (Adresse: 1000 Lausanne 14). Mit der Verfassungsbeschwerde kann die Verletzung von verfassungsmässigen Rechten gerügt werden. Die Beschwerdeschrift hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Für die weiteren Voraussetzungen sind die Art. 115 bis 119 Bundesgerichtsgesetz massgeblich. Wird gleichzeitig Beschwerde in Zivilsachen und subsidiäre Verfassungsbeschwerde erhoben, so sind beide Rechtsmittel in der gleichen Beschwerdeschrift einzureichen. ** Im Namen der Zivilkammer des Obergerichts Der Präsident Der Gerichtsschreiber Frey Schaller

Mots-clés

provisional legal openingdebt acknowledgmentnew evidence on appealrentsummary proceedingscourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal could rely on a new written confirmation submitted only on appeal.

Solution extraite

The confirmation could not be considered because new facts and evidence are inadmissible on appeal.

Motifs extraits

Art. 326(1) CPC excludes new allegations and new evidence in appeal proceedings.

Question juridique clé

Whether the submitted confirmation constituted a sufficient debt acknowledgment for provisional legal opening for the second apartment rent.

Solution extraite

No sufficient debt acknowledgment existed, because the document did not state the specific rent owed and acknowledged for that apartment.

Motifs extraits

A debt acknowledgment under Art. 82(1) SchKG requires an unconditional and unconditional undertaking to pay a definite or easily determinable sum.

Question juridique clé

Whether the appeal against the partial denial of provisional legal opening should be upheld.

Solution extraite

The appeal was manifestly unfounded and was dismissed without obtaining a response.

Motifs extraits

Because no usable title for provisional legal opening was shown for the disputed amount, the appeal failed outright.

Question juridique clé

Allocation of appeal costs and party compensation.

Solution extraite

The appellant had to bear the appellate court costs, and no party compensation was awarded.

Motifs extraits

Costs follow the outcome; no compensation was due given the result.

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