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RF.2009.120.1 ΓÇó Tax debts between spouses settled only in property division
RF.2009.120.1Autre juridiction26 févr. 2010Confirmed
The husband asked for half allocation of tax debts from 2007 and 2008, arguing that his concessions in settlement talks were conditional on a global settlement and should not be used against him. The court held that failed settlement negotiations may not be used to the detriment of a party. It further held that tax debts incurred before dissolution of the marital property regime create joint external liability, while internal allocation and any reimbursement claim are to be settled only in the marital property division. The husband's request for an immediate final allocation was therefore not accepted.
Art. 163 ZGB, Art. 209 ZGB; failed settlement negotiations and internal allocation of pre-dissolution tax debts: conditional concessions made in unsuccessful settlement talks may not be used adversely in later litigation. Debts incurred before dissolution of the marital property regime bind the spouses externally jointly and severally; internally, reimbursement claims arising from payment by one spouse are to be settled only within the marital property division. Any internal assumption of such debts depends on the spouses' agreement during cohabitation and does not justify an immediate final allocation outside the liquidation proceedings.
Aus den Erwägungen:
Der Ehemann verlangt, dass eine Nachsteuer für das Jahr 2007 und die Steuern für das Jahr 2008 aus der Zeit des Zusammenlebens beiden Ehegatten je zur Hälfte aufzuerlegen seien. Das Zugeständnis, diese Schulden zu übernehmen, habe er in den Vergleichsgesprächen nur unter der Bedingung gemacht, dass eine Gesamtlösung zustande komme. Die Vorinstanz hätte im Entscheidfall nicht darauf abstellen dürfen.
Sind Vergleichsverhandlungen gescheitert, darf der Umfang der Vergleichsbereitschaft einer Partei bei einer nachfolgenden prozessuallen Auseinandersetzung vom Gericht nicht zu ihren Ungunsten ausgelegt werden (Meier-Hayoz, Vergleich, in: Schweizerische Juristische Kartothek, Karte Nr. 463, 6). Die Vorinstanz hätte daher die vom Ehemann gemachten Zugeständnisse nicht übernehmen dürfen. Die geltend gemachten Steuerschulden betreffen jedoch den Zeitraum vor Auflösung des Güterstands im Frühjahr 2009. Für diese Schulden haften die Ehegatten im Aussenverhältnis solidarisch. Bezahlt sie ein Ehegatte nach der Trennung, so erhält er im Innenverhältnis gegenüber dem anderen zwar eine Ersatzforderung. Er kann diese aber erst bei der güterrechtlichen Auseinandersetzung zur Abrechnung bringen (BernerKomm/Hausheer/Reusser/Geiser, Art. 209 ZGB N 12 ff., 18). Die interne Übernahme der Steuerschuld richtet sich dabei nach der Vereinbarung während des Zusammenlebens gestützt auf Art. 163 ZGB (BernerKomm/Hausheer/ Reusser/Geiser, Art. 163 ZGB N 11 sowie Art. 209 ZGB N 9). Soweit der Ehemann gemeinsame Steuerschulden aus den Jahren 2007 und 2008 übernommen hat, kann er die endgültige Regelung dieser Schulden somit erst verlangen, wenn die Ehe in vermögensrechtlicher Hinsicht auseinandergesetzt wird.