Les banques n’ont pas qualité pour s’opposer à la levée des scellés

AK.2006.231Autre juridiction24 oct. 2006Droit pénalAdmis

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

Le tribunal a jugé que les banques qui s’opposent à la levée des scellés apposés sur des supports de données ne peuvent invoquer que leurs propres intérêts juridiquement protégés. L’instruction pénale n’étant pas dirigée contre elles, elles ne pouvaient contester ni l’existence de graves soupçons ni la manière dont l’instruction était menée. Le secret bancaire ne confère pas un droit général de refuser de témoigner et ne fait pas obstacle aux mesures de contrainte procédurales; il ne peut être pertinent que dans la mesure où des intérêts bancaires concrets sont établis. Le tribunal a également relevé que les autorités doivent protéger d’office les secrets privés et commerciaux lors de l’examen des supports de données.

Regeste Omnilex

Art. 150, 149 und 151 StP; qualité pour recourir dans la procédure de levée des scellés et étendue de l’examen concernant les anciens détenteurs de supports de données scellés. L’ancien détenteur de supports de données scellés ne peut faire valoir, dans la procédure de levée des scellés, que ses propres intérêts juridiquement protégés; il n’est pas habilité à soulever des objections concernant les graves soupçons dirigés contre des tiers ou la conduite générale de l’instruction pénale. Dans le cadre d’une obligation de produire des pièces, les banques ont en principe la position de témoins; le secret bancaire au sens de l’art. 47 BankG ne fonde pas un droit de refuser de témoigner et ne fait pas obstacle aux mesures de contrainte procédurales. La consultation du dossier dans la procédure de levée des scellés doit être limitée à ce qui est nécessaire à la sauvegarde des intérêts propres; les secrets privés et commerciaux doivent être préservés autant que possible d’office (consid. 2.1, 2.3).

Texte intégral

Aus den Erwägungen:

2.1 Wie grundsätzlich bei jedem andern Rechtsbehelf kann auch mit der Einsprache der (bisherige) Inhaber der zu durchsuchenden Datenträger nur eigene Rechte wahrnehmen, soweit er durch das angefochtene Vorgehen beschwert ist und ein rechtlich geschütztes Interesse an dessen Aufhebung oder Abänderung hat. Dementsprechend kann der Einspracheberechtigte im Entsiegelungsverfahren nach Art. 150 StP nur eine Beeinträchtigung seiner eigenen Interessen geltend machen. Dies insbesondere hinsichtlich der Wahrung des Zeugnisverweigerungsrechts des Berufs- und Amtsgeheimnisses gemäss Art. 85 StP zwecks Durchsetzung der in diesem Zusammenhang bei der Durchsuchung von Datenträgern zu berücksichtigenden gesetzlichen Vorgaben (vgl. Art. 149 Abs. 2 und 3 sowie Art. 151 Abs. 3 StP).

Der Bank kommt im Falle eines Editionsbegehrens die Rechtsstellung eines Zeugen zu. Sie ist deshalb grundsätzlich verpflichtet, die verlangten Auskünfte zu erteilen (vgl. Art. 88 StP) und allfälligen Editionsbegehren nachzukommen. Das Bankgeheimnis gemäss Art. 47 des Bankengesetzes begründet kein Zeugnisverweigerungsrecht. Es entbindet weder von der Aussagepflicht noch steht es prozessualen Zwangsmassnahmen entgegen (BGE 95 I 444).

Das Gesagte hat im vorliegenden Fall zur Folge, dass die Gesuchsgegner (Banken) nicht berechtigt sind, Einwände gegen den dringenden Tatverdacht hinsichtlich des dem Entsiegelungsgesuch zugrunde liegenden Strafverfahrens geltend zu machen. Die Strafuntersuchung richtet sich nicht gegen sie. …

2.3 Da sich die dem hier zu beurteilenden Entsiegelungsgesuch zugrunde liegende Strafuntersuchung nicht gegen die Gesuchsgegner richtet, haben diese auch kein schützenswertes Interesse als bisherige Inhaber der versiegelten Datenträger, konkrete Einwände gegen die Art und Weise der Führung der Strafuntersuchung zu machen. Zudem hat sich die Akteneinsicht im Entsiegelungsverfahren grundsätzlich auf das für das Geltendmachen eigener Interessen der bisherigen Inhaber der Unterlagen Notwendige zu beschränken. Es kann nicht angehen, dass im Rahmen eines Entsiegelungsverfahrens Drittpersonen durch die Erhebung einer Einsprache Auskunft über ein Strafverfahren erhalten, von welchem sie persönlich nicht betroffen sind. Als nicht angeschuldigte Drittpersonen können die Gesuchsgegner nur ihre eigenen schützenswerten Interessen geltend machen, was hier vor allem bezüglich des Bankgeheimnisses in Frage kommen kann. Diesbezüglich werden indes keine begründeten Einwände erhoben, was im Rahmen des Entsiegelungsentscheids mitzuberücksichtigen wäre. Die Strafverfolgungsbehörden haben von Amtes wegen bei der Durchsuchung von Datenträgern Privat- und Geschäftsgeheimnisse möglichst zu schonen (Art. 151 Abs. 1 erster Satz StP; Art. 2 Abs. 1 der Weisung der Anklagekammer "über die Wahrung von Privat- und Geschäftsgeheimnissen bei der Durchsuchung von Datenträgern", veröffentlicht in GVP 2001 Nr. 71).

Mots-clés

unsealingstandingbank secrecytestimonydata carrierscriminal investigationprocedural coercive measures

No. In unsealing proceedings they may assert only their own legally protected interests; because the investigation is not directed against them, they lack standing to contest the suspicion or the conduct of the investigation.

Like any remedy, an objection may be used only to defend one’s own rights. The banks are in the position of witnesses in an edict request and must in principle provide the requested information. Bank secrecy under Art. 47 BankG does not create a right to refuse testimony or block procedural coercive measures.

Only to the extent that concrete, own interests are affected; bank secrecy itself does not provide a general privilege. Since no substantiated bank-secrecy objections were raised, no protected interest was shown.

The review in unsealing proceedings is limited to what is necessary to assert the former holder’s own interests. Third parties may not use the objection mechanism to obtain information about a criminal case in which they are not personally involved. Authorities must ex officio protect private and business secrets when searching data carriers.

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