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OG 1992 32 ΓÇó Partial legal aid in composition proceedings: no counsel, fee advance exemption
OG 1992 32Autre juridiction24 nov. 1992Confirmed
The Justizkommission confirmed a lower-court ruling in composition proceedings concerning partial legal aid. It held that a debtor may be exempted from paying cost advances if assets exist but cannot be liquidated in time or if there is a justified prospect of asset growth during the moratorium. However, the appointment of free legal counsel was refused because the procedure is simple and accessible to laypersons, the court can provide guidance, and a trustee is appointed after approval of the moratorium. The trustee must preliminarily estimate the likely procedural costs and deduct them from the estate available to creditors.
Partial legal aid in composition proceedings: exemption from cost advances may be granted analogously to debtor-initiated bankruptcy proceedings where the debtor has assets that are not promptly realizable or where a justified prospect of asset increase during the moratorium exists; appointment of free counsel is not required where the procedure is simple, accessible to laypersons, and assistance is ensured by court information and the appointed trustee. If advance-payment relief is granted, the trustee must estimate the expected procedural costs in advance and deduct them from the dividend mass available to creditors.
Wie beim Konkursverfahren auf Begehren des Schuldners (vgl. LGVE 1992 I Nr. 33) besteht auch im Nachlassvertragsverfahren ein Anspruch auf Bevorschussungs-UR. Schuldner mit genügendem Vermögen, dessen Liquidierung aber kurzfristig nicht möglich oder zumutbar ist, aber auch Schuldner mit begründeter Aussicht auf Vermögensmehrung während der Nachlassstundung haben dementsprechend Anspruch auf teilweise unentgeltliche Rechtspflege in dem Sinne, dass sie von der Vorschusspflicht befreit werden. Die Beigabe eines unentgeltlichen Rechtsbeistandes ist auch im Nachlassvertragsverfahren nicht nötig, da das diesbezügliche Verfahren einfach ausgestaltet und auch dem rechtsunkundigen Bürger zugänglich ist. Auch hat der Rechtssuchende die Möglichkeit, sich beim Gericht entsprechend zu erkundigen, und es wird nach Bewilligung der Stundung ein Sachwalter eingesetzt, der dem Schuldner mit Rat und Tat zur Seite steht. Wird die Bevorschussungs-UR gewährt, so wird der Gesuchsteller von der Pflicht zur Leistung von Kostenvorschüssen befreit, und der Staat leistet ihm Gutstand für die Sachwalterkosten. Dem Sachwalter ist dabei die Pflicht aufzuerlegen, die mutmasslichen Verfahrenskosten bei der Aufstellung des Nachlassvertrages vorab einzusetzen und von der Vermögenssumme, welche den Gläubigern zur Verfügung gestellt werden kann, in Abzug zu bringen.
AGP III von Luzern-Land, 28. Oktober 1992 (Zusammenfassung); bestätigt durch die Justizkommission am 25. November 1992