Appeal against non-entry asylum decision dismissed

e-5623-2008Tribunal administratif fédéral / 5e division10 sept. 2008Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The appellant challenged the BFM's non-entry decision on his asylum application and the associated removal order. He also requested free legal aid. The Federal Administrative Court found the appeal largely unsubstantiated and noted contradictions, including evidence of an earlier stay and identity registration in Austria. It held that the BFM rightly refused to enter into the asylum claim, ordered removal, and set execution. The appeal was dismissed insofar as entered, legal aid was denied, and costs of CHF 600 were imposed on the appellant.

Regeste Omnilex

Art. 32 Abs. 2 lit. a AsylG; summary rejection of an asylum appeal against a non-entry decision: where the appellant fails to substantiate any error in the authority's assessment and the file reveals serious credibility defects, the court upholds the non-entry decision together with removal and execution. A bare repetition of the asylum narrative does not suffice to challenge the contested decision. Manifestly unfounded appeals do not justify granting free legal aid under Art. 65 Abs. 1 VwVG; procedural costs are borne by the appellant.

Texte intégral

BVGer E-5623/2008

Entscheiddatum: 10.09.2008Publikationsdatum: 19.09.2008

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung V

E-5623/2008

{T 0/2}

Urteil vom 10. September 2008

Besetzung

Einzelrichter Kurt Gysi,

mit Zustimmung von Richter Walter Lang;

Gerichtsschreiber Christoph Berger.

Parteien

A._______, geboren _______, Nigeria,

________,

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),

Quellenweg 6, 3003 Bern,

Vorinstanz.

Gegenstand

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 28. August 2008 / N________.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass der Beschwerdeführer eigenen Angaben zufolge am 12. Juni 2008 sein Heimatland auf dem Seeweg verliess und am 6. Juli 2008 in die Schweiz einreiste, wo er gleichentags um Asyl nachsuchte,

dass das BFM mit - am gleichen Tag eröffneter - Verfügung vom 28. August 2008 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Rechtsmitteleingabe vom 4. September 2008 beim Bundesverwaltungsgericht beantragt, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und sein Asylgesuch sei gutzuheissen, eventualiter sei die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass er ferner beantragt, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) zu gewähren,

und zieht in Erwägung,

dass nach Einsicht in die Akten auf die Beschwerde - mit Ausnahme des Antrags auf Gutheissung des Asylgesuchs (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.) - einzutreten und diese in Anwendung des Asylgesetzes, der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311), des Verwaltungsverfahrensgesetzes, des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110), des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu beurteilen ist,

dass für den zur Begründung des Asylgesuches geltend gemachten Sachverhalt auf die Protokolle der Befragung (...) vom 5. August 2008 und der Anhörung zu den Asylgründen vom 22. August 2008 sowie auf die angefochtene Verfügung zu verweisen ist (vgl. Verfügung des BFM vom 28. August 2008, S. 2),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich dargelegt hat, weshalb die Voraussetzungen für einen Nichteintretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gegeben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug anzuordnen ist,

dass in der Beschwerde rudimentär der zur Begründung des Asylgesuches geltend gemachte Sachverhalt wiederholt und angefügt wird, der Beschwerdeführer sei Flüchtling im Sinne von Art. 1 A Abs. 2 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und er befürchte, bei einer Rückkehr Behandlungen ausgesetzt zu werden, die gegen Art. 3 der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten vom 4. November 1950 (EMRK, SR 0.101) verstossen würden,

dass die Beschwerde keine weiteren Ausführungen enthält, mithin nicht ansatzweise dargetan wird, inwiefern die Erwägungen des BFM unzutreffend sein sollen, und auch aus den Akten nicht ersichtlich wird, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzen, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellen oder unangemessen sein könnte,

dass insbesondere auch die Erwägungen der Vorinstanz zu bestätigen sind, wonach seine Vorbringen offensichtlich jeglicher Grundlage entbehren würden, da er sich spätestens seit dem 14. Juli 2003 (Datum der Einreise in Österreich) nicht mehr in Nigeria aufgehalten habe,

dass es zudem schwer wiege, dass er in Österreich unter einer anderen Identität erkennungsdienstlich erfasst worden sei als in der Schweiz und weder die Verwendung dieser anderen Personalien noch den Aufenthalt bzw. das Asylverfahren in Österreich nicht nur nicht er-wähnt, sondern selbst auf Vorhalt hin bestritten habe,

dass der Beschwerdeführer auch in der Rechtsmitteleingabe daran festhält, nie in Österreich gewesen zu sein und angesichts der erkennungsdienstlichen Beweislage die Beschwerdeführung vorliegend geradezu trölerisch anmutet,

dass deshalb ohne weitere Erörterungen und unter Hinweis auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung festzustellen ist, dass das BFM zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, die Wegweisung verfügt und deren Vollzug angeordnet hat,

dass die offensichtlich unbegründete Beschwerde deshalb mit summarischer Begründung im einzelrichterlichen Verfahren mit Zustimmung eines zweiten Richters abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist und die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

Dieses Urteil geht an:

  • den Beschwerdeführer durch Vermittlung (...) (Einschreiben; Beilagen: angefochtene Verfügung im Original, Einzahlungsschein)

  • das BFM, (...) (vorab per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N 511 372, mit der Bitte um Eröffnung des Urteils an den Beschwerdeführer und um Zustellung der Empfangsbestätigung an das Bundesverwaltungsgericht)

  • Y._______ (per Telefax)

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Kurt Gysi Christoph Berger

Versand:

Mots-clés

asylumnon-entry decisionremovalcredibilitylegal aidsummary procedurecourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the BFM correctly refused to enter into the asylum application and ordered removal.

Solution extraite

Yes. The appeal did not show any error in the BFM's reasoning; the non-entry decision, removal order, and execution order were upheld.

Motifs extraits

The appeal merely repeated the asylum narrative and gave no substantiated criticism of the BFM's assessment. The file showed that the appellant's allegations lacked any basis, including evidence of prior residence and identity issues in Austria, making the appeal plainly unfounded.

Question juridique clé

Whether the appellant was entitled to free legal aid.

Solution extraite

No. The request for free legal aid was rejected.

Motifs extraits

Because the appeal was manifestly unfounded, the conditions for granting legal aid were not met.

Question juridique clé

Allocation of procedural costs.

Solution extraite

The appellant had to bear the proceedings costs.

Motifs extraits

As the appeal failed, costs were imposed on the appellant.

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