Non-entry for failure to pay advance in drug import appeal

c-6720-2010Tribunal administratif fédéral / 3e division29 oct. 2010Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

Swissmedic ordered the destruction of a detained consignment of Li Da Daidaihua capsules and imposed a CHF 300 fee. The addressee appealed to the Federal Administrative Court, which had jurisdiction but had earlier ordered an advance on costs of CHF 300 under a warning of non-entry. Because the appellant did not pay the advance in time, the court, sitting as a single judge, did not enter into the appeal. It also decided to waive procedural costs and to award no party compensation.

Regeste Omnilex

Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG; non-payment of the ordered cost advance after clear warning leads to non-entry into the appeal in single-judge proceedings. The court may waive procedural costs where the circumstances make their imposition disproportionate (Art. 6 Bst. b VGKE); absent special grounds, no party compensation is due (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Texte intégral

BVGer C-6720/2010

Entscheiddatum: 29.10.2010Publikationsdatum: 11.11.2010

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung III

C-6720/2010/

{T 0/2}

Urteil vom 29. Oktober 2010

Besetzung

Einzelrichter Beat Weber

Gerichtsschreiber Daniel Stufetti.

Parteien

M._______,

Beschwerdeführer,

gegen

Swissmedic Schweizerisches Heilmittelinstitut,

Hallerstrasse 7, Postfach, 3000 Bern 9,

Vorinstanz.

Gegenstand

Einfuhr von Arzneimitteln (LIDA Daidaihua); Verfügung swissmedic vom 20. Juli 2010.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass swissmedic (Schweizerisches Heilmittelinstitut) mit Verfügung vom 20. Juli 2010 die Vernichtung einer an M._______ (Beschwerdeführer) gerichteten Sendung mit 60 Kapseln des Arzneimittels "Li Da Daidaihua" (Wirkstoff: Sibutramin), welche vom Zollinspektorat Zürich-Mülligen am 14. April 2010 an der Grenze zurückbehalten wurde, anordnete und dem Beschwerdeführer eine Gebühr von Fr. 300.- auferlegte (act. 5), dies mit der Begründung, bei der zurückbehaltenen Ware handle es sich um ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel, das in der Schweiz nicht zugelassen sei,

dass der Beschwerdeführer diese Verfügung mit Beschwerde vom 16. September 2010 (Poststempel) beim Bundesverwaltungsgericht anfocht (act. 1),

dass gemäss Art. 31 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) das Bundesverwaltungsgericht Beschwerden gegen Verfügungen nach Art. 5 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) beurteilt, sofern keine Ausnahme nach Art. 32 VGG vorliegt,

dass das Institut als öffentlichrechtliche Anstalt des Bundes eine Vorinstanz gemäss Art. 33 Bst. e VGG darstellt und vorliegend keine Ausnahme von der Zuständigkeit auszumachen ist, sodass das Gericht zur Beurteilung der vorliegenden Beschwerde zuständig ist,

dass der Beschwerdeführer mit Zwischenverfügung vom 22. September 2010 zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 300.- bis zum 22. Oktober 2010 aufgefordert wurde, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werde,

dass diese Zwischenverfügung dem Beschwerdeführer am 24. September 2010 eröffnet wurde (vgl. Rückschein act. 3),

dass der Beschwerdeführer den Vorschuss innert der gesetzten Frist nicht geleistet hat,

dass somit androhungsgemäss und im einzelrichterlichen Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten ist (Art. 23 Abs. 1 Bst. b VGG),

dass die Verfahrenskosten ganz oder teilweise erlassen werden können, wenn Gründe in der Sache oder in der Person der Partei es als unverhältnismässig erscheinen lassen, diese der Partei aufzuerlegen (Art. 6 Bst. b des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht [VGKE, SR 173.320.2]),

dass keine Parteientschädigung auszurichten ist (Art. 7 Abs. 3 VGKE).

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.

Es wird keine Parteientschädigung ausgerichtet.

Dieses Urteil geht an:

den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde)

die Vorinstanz (Ref-Nr. _______; Gerichtsurkunde)

das Eidgenössische Departement des Innern

Der Einzelrichter: Der Gerichtsschreiber:

Beat Weber Daniel Stufetti

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand:

Mots-clés

drug importnon-entrycost advanceSwissmedicadministrative appealparty compensationprocedural costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal had to be entered into despite non-payment of the required cost advance.

Solution extraite

The court refused to consider the appeal because the advance was not paid within the prescribed time after proper warning.

Motifs extraits

The advance payment order expressly threatened non-entry. As the appellant did not pay within the deadline, non-entry followed in summary single-judge proceedings under Art. 23(1)(b) VGG.

Question juridique clé

Whether procedural costs should be charged to the appellant.

Solution extraite

No procedural costs were levied.

Motifs extraits

The court exercised discretion to waive costs; the decision states that no procedural costs are imposed.

Question juridique clé

Whether a party compensation should be awarded.

Solution extraite

No party compensation was awarded.

Motifs extraits

The court held that no party compensation is due in this case.

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