Correction of typo in hospital list judgment

c-2336-2012Tribunal administratif fédéral / 3e division4 nov. 2014Granted

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Administrative Court corrected its earlier judgment of 28 October 2014 in a dispute about the cantonal hospital list. The applicant requested correction of a mistaken year in the reasoning concerning the duration of the 2005 hospital list. The court held that the wrong year was an obvious clerical error without effect on the dispositive part and amended the reasoning accordingly. It also ordered that no court costs be charged and no party compensation be awarded. The correction decision is not appealable to the Federal Supreme Court.

Regeste Omnilex

Art. 48 Abs. 1 VGG i.V.m. Art. 129 Abs. 1 BGG und Art. 69 Abs. 3 VwVG; Berichtigung von Redaktions- oder Kanzleiversehen. Eine offensichtliche falsche Jahreszahl stellt einen berichtigungsfähigen Redaktionsfehler dar, sofern sie sich nicht auf das Dispositiv auswirkt. Die Beschwerdeinstanz kann solche Versehen jederzeit berichtigen; die Berichtigung dient der Anpassung der Begründung an den erkennbaren Entscheidwillen und lässt den materiellen Gehalt des Dispositivs unberührt (consid. 1).

Texte intégral

BVGer C-2336/2012

Entscheiddatum: 04.11.2014Publikationsdatum: 18.11.2014

BundesverwaltungsgerichtTribunal administratif fédéralTribunale amministrativo federaleTribunal administrativ federal Abteilung IIIC-2336/2012 Berichtigung vom 4. November 2014 zum Abschreibungsentscheid vom 28. Oktober 2014 Besetzung Einzelrichter Daniel Stufetti,Gerichtsschreiberin Karin Wagner. Parteien X._______, vertreten durch Peter G. Augsburger, Fürsprecher, Gurnigelstrasse 1, Postfach 211, 3132 Riggisberg ,Gesuchstellerin, Gegen Regierungsrat des Kantons Bern, Postgasse 68, 3000 Bern 8, handelnd durch Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern, Rathausgasse 1, 3011 Bern, Vorinstanz . Gegenstand Berichtigung des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. Oktober 2014.

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest und erwägt,

dass das Bundesverwaltungsgericht mit Abschreibungsentscheid vom 28. Oktober 2014 das Beschwerdeverfahren in Sachen X._______ gegen Regierungsrat des Kantons Bern betreffend die Aufnahme in die Spitalliste 2012, RRB Nr. 519 vom 4. April 2012, als gegenstandslos geworden abgeschrieben hat,

dass die X._______ mit Eingabe vom 31. Oktober 2014 um Berichtigung der Erwägungen dieses Entscheids dahingehend ersucht, als dass die Spitalliste 2005 bis zum 30. April 2014 und nicht bis zum 30. April 2012 Anwendung findet (Seite 4 Erwägung 1), dies mit der Begründung, dass diese Erwägung nur mit der entsprechenden Korrektur einen Sinn ergäbe,

dass die Geltungsdauer der Spitalliste 2005 aufgrund eines Tippfehlers in den Erwägungen fälschlicherweise bis zum 30. April 2012 anstatt bis zum 30. April 2014 erkannt wurde,

dass dieses Versehen keine Auswirkungen auf das Dispositiv hat,

dass gemäss Art. 48 Abs. 1 des Verwaltungsgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (VGG, SR 173.32) für die Erläuterung und die Berichtigung von Entscheiden des Bundesverwaltungsgerichts Art. 129 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 (BGG, SR 173.110) sinngemäss anwendbar ist; danach gemäss Art. 129 Abs. 1 BGG das Bundesgericht auf Gesuch einer Partei oder von Amtes wegen die Erläuterung oder Berichtigung vornimmt, wenn das Dispositiv eines bundesgerichtlichen Entscheids unklar, unvollständig oder zweideutig ist, seine Bestimmungen untereinander oder mit der Begründung in Widerspruch stehen oder es Redaktions- oder Rechnungsfehler enthält,

dass gemäss Art. 69 Abs. 3 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren (VwVG, SR 172.021) die Beschwerdeinstanz zudem Redaktions- oder Rechnungsfehler oder Kanzleiversehen, die keinen Einfluss auf die Entscheidungsformel oder auf den erheblichen Inhalt der Begründung ausüben, jederzeit berichtigen kann,

dass eine falsche Jahreszahl sowie eine offensichtlich falsche Zahl als Redaktionsfehler gelten (vgl. Hansjörg Seiler/Nicolas von Werdt/Andreas Güngerich, Bundesgerichtsgesetz [BGG] - Bundesgesetz über das Bundesgericht, Bern 2007, Rz. 30 zu Art. 129 und Stefan Vogel, in: Auer/Müller/Schindler (Hrsg.), Kommentar zum Bundesgesetz über das Verwaltungsverfahren (VwVG), Zürich 2008, Rz. 22 zu Art. 69),

dass aufgrund dieses offensichtlichen Versehens des Gerichts in Anwendung von Art. 129 Abs. 1 BGG i.V.m. Art. 48 Abs. 1 VGG und Art. 69 Abs. 3 VwVG die erste Erwägung auf Seite 4 des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. Oktober 2014 entsprechend zu berichtigen ist,

dass dieser Entscheid nicht beim Bundesgericht angefochten werden kann (vgl. Art. 83 Bst. r des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]).

(Es folgt das Dispositiv)

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

  1. Die erste Erwägung auf Seite 4 des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts vom 28. Oktober 2014 wird berichtigt und lautet wie folgt:

dass die Auslegung des Dispositivs somit hinsichtlich der Beschwerdeführerin - welche die Spitalliste 2012 angefochten hat - ergibt, dass bis zum 30. April 2014 die Spitalliste 2005 und ab 1. Mai 2014 die Spitalliste 2014 Anwendung findet,

  1. Für das vorliegende Berichtigungsverfahren werden keine Verfahrenskosten erhoben und keine Parteientschädigung zugesprochen.

  2. Diese Urteilsberichtigung geht an:

  •    die Gesuchstellerin (Gerichtsurkunde)
    
  •    die Vorinstanz (Ref-Nr. 0519, Spitalliste 2012; Gerichtsurkunde)
    
  •    das Bundesamt für Gesundheit  
    

Der Einzelrichter: Die Gerichtsschreiberin: Daniel Stufetti Karin Wagner

Versand:

Mots-clés

correction of judgmentclerical errorhospital listcostsparty compensationwritten procedure

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the prior judgment contained a correctable clerical error in the reasoning concerning the validity period of the 2005 hospital list.

Solution extraite

Yes. The wrong year in the reasoning was an obvious redaction error and had to be corrected.

Motifs extraits

A false year qualifies as a redaction error. The mistake had no effect on the dispositive part, but the first reasoning paragraph on page 4 had to be amended under Art. 48(1) VGG, Art. 129(1) BGG, and Art. 69(3) VwVG.

Question juridique clé

Whether procedural costs or party compensation should be awarded in the correction proceedings.

Solution extraite

No costs were charged and no party compensation was awarded.

Motifs extraits

The court ordered the correction as a procedural rectification and left the parties without cost consequences.

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