Costs allocation after partial remand in FINMA levy case

b-7061-2010Tribunal administratif fédéral / 2e division9 nov. 2010Confirmed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

Following a partial remand by the Federal Supreme Court concerning the calculation of the 2006 supervisory levy, the Federal Administrative Court decided only the allocation of costs and party compensation in case B-2334/2006. It held that the earlier cost allocation did not need to be revised, because the appellant had succeeded only marginally and the remaining difference in the levy was minimal. The appellant was ordered to pay CHF 600 in procedural costs, set off against its CHF 2,000 advance on costs, with CHF 1,400 to be refunded after finality. No party compensation was awarded for either the earlier proceedings or the present judgment.

Regeste Omnilex

Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 64 VwVG; Art. 2 Abs. 1 und Art. 4 VGKE; costs after partial remand and negligible success: where the Federal Supreme Court annuls a judgment only to a limited extent and the appellant succeeds merely marginally, a redistribution of the earlier costs is not warranted. In assessing costs and compensation, the decisive factor is the overall degree of success; an insignificant reduction of the disputed amount does not justify a new apportionment. If the party does not prevail in substance, no party compensation is due. For the new judgment, court costs may be waived where the procedural outcome so warrants (consid. 3).

Texte intégral

BVGer B-7061/2010

Entscheiddatum: 09.11.2010Publikationsdatum: 25.11.2010

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung II

B-7061/2010

{T 1/2}

Urteil vom 9. November 2010

Besetzung

Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Jean-Luc Baechler, Richter Francesco Brentani,

Gerichtsschreiberin Marion Spori Fedail.

Parteien

Schweizerischer Leasingverband SLV, Rämistrasse 5, Postfach, 8024 Zürich,

vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur Markus Hess und Rechtsanwältin lic. iur. Silvia Eggenschwiler Suppan, Rämistrasse 5, Postfach, 8024 Zürich,

Beschwerdeführer,

gegen

Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA,

Einsteinstrasse 2, 3003 Bern,

Vorinstanz.

Gegenstand

Kostenentscheid (in Folgegebung des Urteils des Bundesgerichts 2C_724/2007 vom 2. Oktober 2008).

Nach Einsicht in,

den Entscheid der Kontrollstelle GwG (ab dem 1. Januar 2009: Eidgenössische Finanzmarktaufsicht, FINMA) vom 7. September 2006, in welchem die vom Schweizerischen Leasingverband (SLV, Beschwerdeführer) für das Jahr 2006 geschuldete Aufsichtsabgabe auf Fr. (...) festgesetzt wurde;

die Beschwerde des SLV, vertreten durch Rechtsanwalt Dr. Markus Hess und Rechtsanwältin Silvia Eggenschwiler Suppan, gegen diesen Entscheid;

das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-2334/2006 vom 6. September 2007 (BVGE 2008/56), in welchem diese Beschwerde teilweise gutgeheissen und die Höhe der dem Beschwerdeführer für das Jahr 2006 auferlegten Aufsichtsabgabe auf Fr. (...) bestimmt wurde;

die von der Eidgenössischen Finanzverwaltung gegen den genannten Entscheid erhobene Beschwerde an das Bundesgericht;

das Urteil des Bundesgerichts 2C_724/2007 vom 2. Oktober 2008, womit diese Beschwerde teilweise gutgeheissen, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. September 2007 teilweise aufgehoben und die Sache zur Neuberechnung im Sinne der Erwägungen an die Eidgenössische Finanzverwaltung zurückgewiesen wurden; in diesem Urteil wurde erwähnt, dass das Bundesverwaltungsgericht allenfalls über eine Neuverteilung seiner Verfahrenskosten befinden werde;

die Verfügung der Eidgenössischen Finanzverwaltung vom 25. November 2008, welche die FINMA auf Aufforderung des Bundesverwaltungsgerichts hin diesem am 18. August 2010 einreichte und in welcher die Aufsichtsabgabe in Übereinstimmung mit dem genannten Urteil des Bundesgerichts neu berechnet und der vom Beschwerdeführer für das Jahr 2006 geschuldete Betrag auf Fr. (...) festgesetzt wurde;

und in Erwägung,

dass es - nachdem das Bundesgericht den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-2334/2006 vom 6. September 2007 teilweise aufgehoben und die Finanzverwaltung am 25. November 2008 eine Neuberechnung der Aufsichtsabgabe vorgenommen hat - dem Bundesverwaltungsgericht obliegt, über die Verlegung der Verfahrens- und Parteikosten in seinem Verfahren zu befinden;

dass aus dem Urteil des Bundesgerichts hervorgeht, dass die Beschwerde des SLV nur in geringem Umfang gutgeheissen wurde, nämlich lediglich betreffend die Berechnung der streitigen Aufsichtsabgabe (E. 4);

dass das Bundesgericht dem Beschwerdeführer dementsprechend Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 500.- auferlegte;

dass die Differenz zwischen der durch das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 6. September 2007 festgesetzten Höhe der Aufsichtsabgabe und dem Betrag, welcher von der Eidgenössischen Finanzverwaltung am 25. November 2008 gemäss den Erwägungen des Urteils des Bundesgerichts berechnet wurde, nur Fr. 318.- beträgt;

dass diese Differenz in Anbetracht des Streitwerts der Sache als minim einzustufen ist;

dass das Bundesverwaltungsgericht unter diesen Umständen zum Schluss kommt, dass die im Urteil vom 6. September 2007 verlegten Verfahrenskosten nicht neu verteilt werden müssen;

dass die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.- demnach dem Beschwerdeführer auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 2 Abs. 1 Satz 1 und Art. 4 VGKE) und mit dem von ihm am 1. November 2006 geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.- verrechnet werden; der Restbetrag von Fr. 1'400.- wird dem Beschwerdeführer nach Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet;

dass es sich daher auch nicht rechtfertigt, dem Beschwerdeführer für das Verfahren B-2334/2006 eine Parteientschädigung auszurichten (Art. 64 VwVG und Art. 7 VGKE e contrario);

dass bei diesem Verfahrensausgang für das vorliegende Urteil keine Verfahrenskosten erhoben werden (Art. 6 Bst. b VGKE) und keine Parteientschädigung zugesprochen wird (Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario).

erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Dem Beschwerdeführer werden für das Verfahren B-2334/2006 Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 600.- auferlegt. Dieser Betrag wird mit dem vom Beschwerdeführer am 1. November 2006 geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'000.- verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 1'400.- wird dem Beschwerdeführer nach Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

Für das Verfahren B-2334/2006 wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Für das vorliegende Urteil werden keine Verfahrenskosten auferlegt und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Dieses Urteil geht an:

den Beschwerdeführer (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungsformular)

die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)

die Eidgenössische Finanzverwaltung EFV

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Frank Seethaler Marion Spori Fedail

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 18. November 2010

Mots-clés

cost allocationparty compensationremandsupervisory levypartial successadministrative procedure

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the procedural costs of the earlier case B-2334/2006 had to be redistributed after the partial remand.

Solution extraite

No redistribution was warranted; the earlier cost allocation remained in place, with costs now set at CHF 600.

Motifs extraits

The Federal Supreme Court had only allowed the complaint to a minimal extent, solely regarding the levy calculation. The remaining discrepancy was only CHF 318 and therefore insignificant in relation to the dispute value.

Question juridique clé

Whether the appellant was entitled to party compensation for case B-2334/2006.

Solution extraite

No party compensation was awarded.

Motifs extraits

Given the limited success of the complaint and the overall outcome, there was no basis for compensation.

Question juridique clé

Whether costs and party compensation were to be charged in the present cost decision.

Solution extraite

No court costs were imposed for the present judgment and no party compensation was awarded.

Motifs extraits

The outcome of the present proceeding did not justify charging costs or awarding compensation.

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