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RP.2012.72 ΓÇó Legal aid denied in mutual assistance appeal
RP.2012.72Tribunal pénal fédéral / Chambre des recours19 déc. 2012Partially Granted
A. challenged a mutual-assistance order of the Aargau public prosecutor and requested free legal aid plus appointed counsel. The Federal Criminal Court’s Appeals Chamber found that his financial situation was not sufficiently substantiated: although he claimed no income or assets, the file indicated several properties and a prior sale, but no proof of proceeds or account balances. Legal aid was therefore refused. The court nevertheless set deadlines for payment of a CHF 6,000 cost advance and for supplementing the appeal, each with a non-entry warning. Costs of this interim decision were left to the main case.
Art. 65 Abs. 1 and 2 VwVG; legal aid in appeal proceedings requires indigence and a request that is not manifestly futile, and appointed counsel only where necessary to safeguard rights. Indigence must be sufficiently substantiated; where the record shows assets or other indicia of solvency but the party fails to document sale proceeds, account balances, or comparable data, the financial situation is not conclusively established and legal aid may be refused (consid. on evidentiary requirements). If legal aid is denied, the authority may set a time limit for the cost advance and, after payment, require supplementation of the appeal under Art. 52 Abs. 3 VwVG, with non-entry as the consequence of default.
Zwischenentscheid vom 19. Dezember 2012 Beschwerdekammer Besetzung Bundesstrafrichter Stephan Blättler, Vorsitz, Giorgio Bomio und Cornelia Cova, Gerichtsschreiber Martin Eckner
Parteien
A., Gesuchsteller
gegen
KANTONALE STAATSANWALTSCHAFT AARGAU, Gesuchsgegnerin
Gegenstand Unentgeltliche Rechtspflege (Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG), Ergänzung der Beschwerde (Art. 52 Abs. 2 und 3 VwVG)
B u n d e s s t r a f g e r i c h t T r i b u n a l p é n a l f é d é r a l T r i b u n a l e p e n a l e f e d e r a l e T r i b u n a l p e n a l f e d e r a l
Ges c häft s n um m ern: R P .2 01 2.7 2 / R R .2 01 2.2 50
Die Beschwerdekammer zieht in Erwägung, dass
die Beschwerdekammer eine Partei, die nicht über die erforderlichen Mit- tel verfügt, auf Antrag von der Bezahlung der Verfahrenskosten befreit, sofern ihr Begehren nicht aussichtslos erscheint, und dieser einen Anwalt bestellt, wenn es zur Wahrung ihrer Rechte notwendig erscheint (Art. 65 Abs. 1 und 2 VwVG i.V.m. Art. 39 Abs. 2 lit. b StBOG);
3 -
gemäss seiner Steuerveranlagung 2010 der Beschwerdeführer Liegen- schaften in U., V., W. sowie in X. besitzt (act. 3.2);
er hernach weder über Einkünfte, noch Vermögen verfügt, und bezüglich der Liegenschaft in W. eine Grundbuchsperre errichtet wurde (act. 2 Ziffer 4 des Dispositivs);
auf dem Formular "unentgeltliche Rechtspflege" (act. 3.1) der Verkauf ei- ner Wohnung im Jahr 2011 erwähnt wird (Y./V.);
weder über den erzielten Verkaufserlös, noch bezüglich seiner angeführ- ten Konten Belege eingereicht wurden;
indes die vorhandenen Liegenschaften und das im Formular erwähnte ALV-Verfahren vor Versicherungsgericht AG eine unübersichtliche finan- zielle Situation schaffen, die eine eingehende Dokumentation erfordert;
festzuhalten ist, dass die fehlenden Belege sowie die zeitlich zurücklie- gende Steuerveranlagung keine schlüssige Beurteilung seiner Vermö- genssituation erlauben;
somit androhungsgemäss das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege abzuweisen ist (vgl. act. 3.1 S. 2);
damit erneut Frist zur Leistung des Kostenvorschusses anzusetzen ist;
weiter nach Leistung des Kostenvorschusses die Begründung der Be- schwerde einer Ergänzung gemäss Art. 52 Abs. 3 VwVG bedarf, wobei bei Säumnis auf die Beschwerde nicht eingetreten wird;
die Kosten des Entscheides bei der Hauptsache verbleiben.
4 -
Demnach beschliesst die Beschwerdekammer:
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.
Die Kosten des vorliegenden Entscheids bleiben bei der Hauptsache.
Dem Beschwerdeführer wird eine Frist bis zum 31. Dezember 2012 zur Leis- tung des Kostenvorschusses von Fr. 6'000.-- angesetzt, ansonsten auf die Beschwerde nicht eingetreten wird.
Dem Beschwerdeführer wird Frist bis zum 9. Januar 2013 angesetzt, um die Begründung der Beschwerde zu ergänzen. Bei Säumnis wird auf die Be- schwerde nicht eingetreten.
Bellinzona, 20. Dezember 2012
Im Namen der Beschwerdekammer des Bundesstrafgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:
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Rechtsmittelbelehrung Auf dem Gebiet der internationalen Rechtshilfe in Strafsachen sind Vor- und Zwischenentscheide nicht anfechtbar (Art. 93 Abs. 2 Satz 1 BGG).