Physiotherapy under disability insurance requires stable health condition

I 216/00Tribunal fédéral7 nov. 2000Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The claimant challenged the denial of disability-insurance coverage for physiotherapy. The IV office and the Bern Administrative Court held that the medical-measures conditions under Art. 12 IVG were not fulfilled because the health condition was not stable. The Federal Insurance Court found no reason to depart from that assessment and dismissed the administrative appeal insofar as it was admissible. It also held that claims for therapies needed only after postoperative recovery could not be reviewed because legality is assessed on the facts existing at the time of the administrative decision. No court costs were imposed.

Regeste Omnilex

Art. 12 IVG; review of physiotherapeutic medical measures and temporal scope of judicial review: entitlement to medical rehabilitation measures presupposes, inter alia, a stable health condition, which is a legal qualification assessed on the basis of the concrete circumstances. If that condition is absent, disability insurance need not fund physiotherapy. The legality of the contested administrative decision is examined, as a rule, by reference to the facts existing at the time of the decision; later developments and future treatment needs fall outside the object of review and cannot be adjudicated in the same proceeding (consid. 1-2).

Texte intégral

[AZA 0]
I 216/00 Vr

III. Kammer

Bundesrichter Schön, Spira und Bundesrichterin Widmer;
Gerichtsschreiber Batz

Urteil vom 7. November 2000

in Sachen
L.________, 1945, Beschwerdeführer,

gegen
IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, Bern, Beschwerdegegnerin,

und
Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Bern

Mit Verfügung vom 13. Juli 1999 wies die IV-Stelle Bern ein Gesuch des 1945 geborenen L.________ um Gewährung physiotherapeutischer Vorkehren ab, weil kein stabiler Gesundheitszustand vorliege und damit die für medizinische Eingliederungsmassnahmen gemäss Art. 12 IVG geltenden Anspruchsvoraussetzungen nicht erfüllt seien.
Eine gegen diese Verfügung erhobene Beschwerde wurde vom Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 6. März 2000 abgewiesen.
L.________ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde, indem er sein Begehren um Kostengutsprache für Physiotherapie dem Sinne nach erneuert. - Die IV-Stelle und das Bundesamt für Sozialversicherung schliessen auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1.- Die Vorinstanz legt in ihrem Entscheid die Voraussetzungen für den Anspruch auf medizinische Massnahmen physiotherapeutischer Art unter Hinweis auf die massgebende Ordnung und Rechtsprechung eingehend dar. Das kantonale Gericht hat jene Regeln richtig auf die Verhältnisse des vorliegenden Falles angewandt und zutreffend dargetan, dass die Voraussetzungen für die Gewährung von Physiotherapie durch die Invalidenversicherung mit der angefochtenen Verwaltungsverfügung vom 13. Juli 1999 zu Recht verneint worden sind. Dagegen ist vom Beschwerdeführer auch im letztinstanzlichen Verfahren nichts vorgebracht worden, das zu einem vom vorinstanzlichen Entscheid abweichenden Ergebnis führen könnte. Unerheblich sind namentlich die in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde erhobenen Einwendungen, gemäss welchen seit 1977 ein "stabiler Zustand" vorgelegen habe und erst seit 1999 wieder eine Operation "zur Stabilisierung" notwendig geworden sei, weil insgesamt nach den zutreffenden Ausführungen der Vorinstanz kein stabiler Gesundheitszustand - bei welchem Begriff es sich entgegen der Meinung des Beschwerdeführers ohnehin um eine juristische Qualifikation handelt - gegeben ist. Es muss demnach bei den Erwägungen des kantonalen Gerichts, auf die verwiesen werden kann, sein Bewenden haben.

2.- Soweit der Beschwerdeführer in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde eine Kostenübernahme für die nach der (derzeitig durch die Operation bedingten) Rekonvaleszenzzeit notwendigen - künftigen - Therapien beantragt, kann darauf nicht eingetreten werden. Denn nach ständiger Rechtsprechung beurteilt das Sozialversicherungsgericht die Gesetzmässigkeit der angefochtenen Verfügungen in der Regel nach dem Sachverhalt, der zur Zeit des Verfügungserlasses (hier: 13. Juli 1999) gegeben war (BGE 121 V 366 Erw. 1b mit Hinweisen), sodass über die Frage einer Kostenvergütung für die nach der Rekonvaleszenzzeit (im Frühjahr 2000) notwendigen Vorkehren nicht im vorliegenden Verfahren zu befinden ist.

3.- Da sich die Verwaltungsgerichtsbeschwerde als offensichtlich unzulässig bzw. unbegründet erweist, wird sie im Verfahren gemäss Art. 36a OG erledigt.

Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I.Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen, soweit
darauf einzutreten ist.

II.Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherung

zugestellt.
Luzern, 7. November 2000

Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der III. Kammer:

Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

disability insurancephysiotherapymedical measuresstable health conditiontemporal scope of reviewinadmissibilitysocial insurance

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether disability insurance had to grant physiotherapeutic medical measures under Art. 12 IVG.

Solution extraite

The conditions for physiotherapeutic medical measures were not met because no stable health condition existed.

Motifs extraits

The cantonal court correctly applied the governing rules; the claimant's arguments did not show any reason to depart from the finding that the health situation was not stable, and that criterion is a legal qualification.

Question juridique clé

Whether the court could decide on future therapy costs after the current postoperative recovery period.

Solution extraite

No; such future reimbursement claims could not be examined in this proceeding because legality is generally assessed on the facts existing when the administrative decision was issued.

Motifs extraits

The requested future measures concerned a later period and therefore were outside the temporal scope of review of the challenged decision.

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