No entitlement to retraining or vocational measures

I 193/01Tribunal fédéral21 mai 2001Dismissed

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Résumé

The Federal Insurance Court dismissed the claimant’s administrative law appeal against the denial of vocational measures by the St. Gallen IV office. Relying on the orthopedic clinic report, it held that the claimant remained about 90% fit for work in his former occupation as a painter. On that basis, he had no right to retraining, vocational guidance, or job placement. The court also noted that he was not unemployed. The appeal was decided under the simplified procedure and no court costs were imposed.

Regest

Art. 17 Abs. 1, Art. 18 Abs. 1 and Art. 15 IVG; evidentiary value of medical reports; entitlement to vocational measures presupposes a relevant impairment of earning capacity or occupational choice. A medical report is decisive if it is comprehensive, based on full examination, takes account of complaints and prior records, is internally consistent, and supports its conclusions (consid. 1). Where the insured remains largely capable of performing the former occupation, and no unemployment or comparable need for placement is shown, neither retraining, vocational guidance nor job placement is owed (consid. 2). An obviously unfounded appeal may be decided in simplified procedure under Art. 36a OG (consid. 3).

Texte intégral

[AZA 0]
I 193/01 Gr

IV. Kammer

Bundesrichter Borella, Rüedi und Bundesrichterin Leuzinger;
Gerichtsschreiber Jancar

Urteil vom 21. Mai 2001

in Sachen
F.________, 1968, Beschwerdeführer,

gegen
IV-Stelle des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen, Beschwerdegegnerin,

und
Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, St. Gallen

Mit Verfügung vom 19. Oktober 2000 lehnte die IV-Stelle des Kantons St. Gallen das Gesuch des 1968 geborenen F.________ um berufliche Massnahmen ab.
Die hiegegen erhobene Beschwerde wies das Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen mit Entscheid vom 13. März 2001 ab.
F.________ führt Verwaltungsgerichtsbeschwerde und beantragt die Zusprechung einer Umschulung. Die IV-Stelle schliesst auf Abweisung der Verwaltungsgerichtsbeschwerde, während sich das Bundesamt für Sozialversicherung nicht vernehmen lässt.

Das Eidg. Versicherungsgericht zieht in Erwägung:

1.- Die Vorinstanz hat die massgebenden gesetzlichen Bestimmungen und Grundsätze über den Anspruch auf Umschulung auf eine neue Erwerbstätigkeit (Art. 17 Abs. 1 IVG; BGE 124 V 109 Erw. 2 mit Hinweisen) und auf Arbeitsvermittlung (Art. 18 Abs. 1 IVG; Meyer-Blaser, Rechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Zürich 1997, S. 133) zutreffend dargelegt. Darauf wird verwiesen. Ergänzend ist anzufügen, dass Versicherte, die infolge Invalidität in der Berufswahl oder in der Ausübung ihrer bisherigen Tätigkeit behindert sind, Anspruch auf Berufsberatung haben (Art. 15 IVG). Hinsichtlich des Beweiswertes eines Arztberichtes ist entscheidend, ob der Bericht für die streitigen Belange umfassend ist, auf allseitigen Untersuchungen beruht, auch die geklagten Beschwerden berücksichtigt, in Kenntnis der Vorakten (Anamnese) abgegeben worden ist, in der Beurteilung der medizinischen Zusammenhänge und in der Beurteilung der medizinischen Situation einleuchtet und ob die Schlussfolgerungen des Experten begründet sind (BGE 125 V 352 Erw. 3a mit Hinweis).

2.- Das kantonale Gericht gelangte in zutreffender Würdigung des Gutachtens der Klinik für Orthopädische Chirurgie, Spital X., vom 23. August 2000 zum Schluss, der Beschwerdeführer sei in seinem Beruf als Maler zu 90 % arbeitsfähig, weshalb er weder Anspruch auf Umschulung noch auf Berufsberatung oder auf Arbeitsvermittlung habe, zumal er auch nicht arbeitslos sei. Auf die Begründung dieser Ergebnisse, die nach Lage der Akten zutreffend sind, wird verwiesen (Art. 36a Abs. 3 OG). Der Beschwerdeführer bringt in der Verwaltungsgerichtsbeschwerde keine Einwendungen vor, die zu einer anderen Beurteilung führen könnten.

3.- Da die Verwaltungsgerichtsbeschwerde offensichtlich unbegründet ist, wird sie im Verfahren nach Art. 36a OG erledigt.
Demnach erkennt das Eidg. Versicherungsgericht:

I. Die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird abgewiesen.

II. Es werden keine Gerichtskosten erhoben.
III. Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen, der Ausgleichskasse des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherung

zugestellt.
Luzern, 21. Mai 2001
Im Namen des
Eidgenössischen Versicherungsgerichts
Der Präsident der IV. Kammer:

Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

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