Revision denied for lack of new decisive facts

9F_4/2007Tribunal fédéral / IIIe division de droit public23 août 2007Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court considered a revision request against its predecessor court’s 30 October 2006 invalidity insurance judgment. Applying the BGG revision rules, it held that the applicant invoked no new decisive facts or evidence: the cited records stemmed largely from earlier, concluded proceedings and were incapable of altering the factual basis of the prior judgment. The request was therefore dismissed without exchanging written submissions. Court costs of CHF 500 were imposed on the applicant as the losing party.

Regeste Omnilex

Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG; Revision wegen neu entdeckter erheblicher Tatsachen oder entscheidender Beweismittel; die unter der Herrschaft des OG entwickelte Praxis bleibt anwendbar. Erheblich sind nur Tatsachen und Beweismittel, die geeignet sind, die tatsächliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einem anderen Entscheid zu führen (consid. 2). Nicht revisionsfähig sind Tatsachen und Beweismittel, die bereits früher bekannt waren oder bei gehöriger Sorgfalt hätten vorgebracht werden können, ebenso wie erst nach dem Entscheid entstandene Umstände. Ein unbegründetes Revisionsgesuch kann ohne Schriftenwechsel erledigt werden (Art. 127 BGG).

Texte intégral

9F_4/2007 {T 0/2}

Urteil vom 23. August 2007
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Kernen, Seiler,
Gerichtsschreiber Attinger.

Parteien
C.________,
Gesuchsteller,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich, Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 30. Oktober 2006 (I 559/06).

Sachverhalt:
Mit Urteil vom 30. Oktober 2006 wies das Eidgenössische Versicherungsgericht die von C.________ gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 27. April 2006 (betreffend Invalidenrente) erhobene Verwaltungsgerichtsbeschwerde ab.
C.________ ersucht unter Hinweis auf bisher "unbekannte neue Fakten" um Revision des letztinstanzlichen Urteils vom 30. Oktober 2006 (Eingabe vom 25. April 2007).

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Das Revisionsverfahren ist nach dem am 1. Januar 2007 erfolgten (AS 2006 1205, 1243) Inkrafttreten des Bundesgesetzes über das Bundesgericht vom 17. Juni 2005 (BGG; SR 173.110) eingeleitet worden, weshalb es sich nach diesem Gesetz richtet (Art. 132 Abs. 1 BGG e contrario; Urteil 6F_1/2007 vom 9. Mai 2007).
2.
Der Gesuchsteller ruft sinngemäss den Revisionsgrund des Art. 123 Abs. 2 lit. a BGG an. Danach kann die Revision u.a. in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten verlangt werden, wenn die ersuchende Partei nachträglich erhebliche Tatsachen erfährt oder entscheidende Beweismittel auffindet, die sie im früheren Verfahren nicht beibringen konnte, unter Ausschluss der Tatsachen und Beweismittel, die erst nach dem Entscheid entstanden sind. Gemäss Urteil 4F_3/2007 vom 27. Juni 2007 behält die zu Art. 137 lit. b OG (aufgehoben per Ende 2006) ergangene Rechtsprechung unter der Herrschaft des BGG weiterhin ihre Gültigkeit. Laut dieser Gerichtspraxis sind Tatsachen erheblich, wenn sie geeignet sind, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen (BGE 110 V 138 E. 2 S. 141, 291 E. 2a S. 293, 108 V 170 E. 1 S. 171; vgl. auch BGE 118 II 199 S. 205).
3.
Der Gesuchsteller bringt weder erhebliche Tatsachen vor, noch reicht er entscheidende Beweismittel ein. Er verweist ausschliesslich auf Aktenstücke der IV-Stelle und gerichtliche Eingaben, welche grösstenteils bereits vor Jahren rechtskräftig abgeschlossene Verfahren betreffen und daher von vornherein keine neuen Tatsachen enthalten können, die dem Revisionsgesuchsteller trotz hinreichender Sorgfalt nicht bekannt gewesen wären (vgl. BGE 110 V 138 E. 2 am Anfang S. 141). Was die Verweise auf IV-Aktenstücke aus dem Hauptverfahren anbelangt, sind die geltend gemachten Umstände - soweit überhaupt sachbezogen - offenkundig nicht geeignet, die tatbeständliche Grundlage des angefochtenen letztinstanzlichen Urteils vom 30. Oktober 2006 zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einer anderen Entscheidung zu führen.

Das unbegründete Revisionsgesuch ist ohne Durchführung eines Schriftenwechsels (Art. 127 BGG) abzuweisen.
4.
Die Gerichtskosten werden dem Gesuchsteller als unterliegender Partei auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Gesuchsteller auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 23. August 2007
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

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Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the revision request met the requirements of Art. 123(2)(a) BGG based on new decisive facts or evidence.

Solution extraite

No. The applicant did not present new decisive facts or evidence; the cited materials were mostly from earlier concluded proceedings and were not capable of changing the factual basis of the prior judgment.

Motifs extraits

Revision requires facts or evidence discovered later that could not have been produced earlier despite due diligence and that would likely lead to a different decision. The materials invoked were either not new or plainly unsuitable to alter the outcome.

Question juridique clé

Whether court costs should be imposed on the unsuccessful applicant.

Solution extraite

Yes. The applicant, as the losing party, had to bear the court costs.

Motifs extraits

Under Art. 66(1) BGG, costs follow the outcome against the unsuccessful party.

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