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9C_997/2008 ΓÇó Invalidity pension denied for lack of disabling health impairment
9C_997/2008Tribunal fédéral / IIIe division de droit public9 janv. 2009Dismissed
The Federal Supreme Court dismissed the insured person's complaint against the Bern IV office’s refusal of an invalidity pension. It held that the cantonal court’s assessment of the psychiatric evidence was not manifestly incorrect and that the diagnosed pain syndrome did not meet the requirements for an invalidating impairment under the relevant case law. The appellant’s differing view of the medical file was insufficient to overturn the findings. The court also approved the refusal to order further examinations, relying on anticipatory evaluation of evidence. Costs of CHF 500 were charged to the appellant.
Art. 105 Abs. 1 and 2 BGG, Art. 95 lit. a BGG, Art. 109 Abs. 2 lit. a and Abs. 3 BGG; review of findings on psychiatric evidence and anticipatory evaluation of evidence. The Federal Court is bound by factual findings unless they are manifestly incorrect or based on a legal error. A merely divergent assessment of medical reports does not establish arbitrariness. In pain-disorder cases, invalidity requires the legally relevant severity factors; in particular, the absence of significant psychiatric comorbidity, marked premorbid personality pathology, chronic physical comorbidity, failed rehabilitation, or a therapeutically untreatable fixed course may justify denying disabling effect. If the evidentiary situation is sufficiently clear, further clarification may be refused on anticipatory assessment of evidence (consid. 2).
{T 0/2}
9C_997/2008
Urteil vom 9. Januar 2009
II. sozialrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Borella, Bundesrichterin Pfiffner Rauber,
Gerichtsschreiberin Dormann.
Parteien
A.________, Beschwerdeführer,
vertreten durch Protekta Rechtsschutz-Versicherung AG, Monbijoustrasse 68, 3007 Bern,
gegen
IV-Stelle Bern, Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.
Gegenstand
Invalidenversicherung,
Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 22. Oktober 2008.
In Erwägung,
dass die IV-Stelle Bern mit Verfügung vom 5. April 2007 den Anspruch des A.________ auf eine Rente der Invalidenversicherung mangels eines invalidisierenden Gesundheitsschadens verneinte,
dass A.________ dagegen Beschwerde erheben liess, welche das Verwaltungsgericht des Kantons Bern mit Entscheid vom 22. Oktober 2008 abwies,
dass A.________ Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten führen und beantragen lässt, unter Aufhebung des angefochtenen Entscheides sei ihm eine Invalidenrente auf der Basis einer Erwerbsunfähigkeit von 70 % auszurichten; eventuell sei die Sache zur Abklärung der zumutbaren Arbeitsleistung im Rahmen eines stationären Aufenthaltes an die Verwaltung zurückzuweisen,
dass die Vorinstanz die psychiatrischen Unterlagen gewürdigt und gestützt auf das Gutachten des Dr. med. M.________ vom 7. September und dessen Ergänzung vom 28. November 2006 festgestellt hat, beim Beschwerdeführer habe keine psychische Komorbidität von erheblicher Schwere, Ausprägung und Dauer festgestellt werden können, es sei weder eine auffällige prämorbide Persönlichkeitsstruktur gegeben, noch bestünden chronische körperliche Begleiterkrankungen, es läge keine gescheiterte Rehabilitationsmassnahme vor und es sei auch nicht von einem verfestigten, therapeutisch nicht mehr beeinflussbaren innerseelischen Verlauf auszugehen,
dass diese Feststellungen nicht offensichtlich unrichtig und daher für das Bundesgericht verbindlich sind (vgl. Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG), und der daraus gezogene Schluss, wonach dem festgestellten Schmerzsyndrom im Lichte der Rechtsprechung kein invalidisierender Charakter zukomme, auch unter Berücksichtigung eines teilweisen Verlustes der sozialen Integration, eines mehrjährigen Krankheitsverlaufes mit wenig veränderter Symptomatik und eines allfälligen primären Krankheitsgewinnes (vgl. BGE 130 V 352 E. 2.2.3 S. 354 f. und 132 V 65 E. 4.2 S. 70 ff.) Bundesrecht nicht verletzt (Art. 95 lit. a BGG),
dass der Beschwerdeführer lediglich die medizinischen Unterlagen abweichend würdigt und daraus andere Schlüsse als die Vorinstanz zieht, was nicht genügt (Urteile 9C_688/2007 vom 22. Januar 2008 E. 2.3 und 4A_28/2007 vom 30. Mai 2007 E. 1.3 [in BGE 133 III 421 nicht publiziert]),
dass im Übrigen eine Beweiswürdigung nicht bereits dann unhaltbar oder willkürlich ist, wenn eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint oder gar vorzuziehen wäre, sondern erst, wenn sie offensichtlich unhaltbar ist, zur tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht oder auf einem offenkundigen Fehler beruht (BGE 133 I 149 E. 3.1 S. 153; 132 I 13 E. 5.1 S. 17 f.; 127 I 54 E. 2b S. 56), was hier nicht der Fall ist,
dass die Vorinstanz in pflichtgemässer antizipierender Beweiswürdigung auf weitere Abklärungen verzichtet hat (BGE 122 V 157 E. 1d S. 162, Urteil 9C_694/2007 vom 10. Dezember 2007 E. 3.1 mit Hinweisen), weshalb den beantragten Beweisweiterungen nicht stattzugeben ist,
dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist und daher im vereinfachten Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 BGG erledigt wird,
dass der Beschwerdeführer als unterliegende Partei die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt das Bundesgericht:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.
Luzern, 9. Januar 2009
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:
Meyer Dormann