Invalidity pension denied; appeal dismissed under summary procedure

9C_666/2011Tribunal fédéral / IIIe division de droit public21 nov. 2011Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The insured person challenged the Zurich Social Insurance Court’s dismissal of his appeal against the IV office’s refusal of an invalidity pension. He sought a half pension and argued that the medical evidence and the invalidity assessment were wrongly evaluated. The Federal Supreme Court held that the cantonal court had correctly assessed the medical record, relying on an orthopaedic expert opinion and concluding to 80% work capacity and no psychiatric disorder of illness value. The resulting invalidity degree of 33% did not entitle him to a pension. An unsolicited post-deadline submission was disregarded. The appeal was dismissed and CHF 500 in court costs were imposed on the appellant.

Regeste Omnilex

Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG; Art. 16 ATSG; Art. 97 Abs. 1 und Art. 95 lit. a BGG; Art. 66 Abs. 1 BGG; invalidity pension and review of factual findings. The pension threshold is not met where the income-comparison method yields an invalidity degree of 33%. The Federal Supreme Court will not interfere with cantonal fact-finding unless it is manifestly inaccurate or based on a federal-law violation; appellatory criticism is insufficient. Medical evidence is assessed according to its cogency and internal consistency; an expert opinion may be preferred over earlier divergent reports if the reasoning is convincing. After no exchange of submissions, the payment of an advance on costs does not create a right to file an unsolicited further submission.

Texte intégral

{T 0/2}
9C_666/2011

Urteil vom 21. November 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Borella, Bundesrichterin Glanzmann,
Gerichtsschreiber R. Widmer.

Verfahrensbeteiligte
J.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Kaspar Gehring,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,
Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich
vom 6. Juli 2011.

In Erwägung,
dass die IV-Stelle des Kantons Zürich mit Verfügung vom 10. Dezember 2009 das Gesuch des 1965 geborenen J.________ um Zusprechung einer Invalidenrente aufgrund eines Invaliditätsgrades von 20 % abgelehnt hat,
dass das Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich die hiegegen mit dem Antrag auf Aufhebung der Verwaltungsverfügung und Gewährung einer halben Invalidenrente eingereichte Beschwerde mit Entscheid vom 6. Juli 2011 abgewiesen hat,
dass J.________ mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten das vorinstanzlich gestellte Rechtsbegehren hat erneuern lassen und überdies um die Bewilligung der unentgeltlichen Rechtspflege ersucht hat,
dass das Bundesgericht dieses Gesuch mit Verfügung vom 13. Oktober 2011 abgewiesen und dem Versicherten Frist zur Einzahlung eines Kostenvorschusses angesetzt hat,
dass J.________ den einverlangten Kostenvorschuss bezahlt und daraufhin am 3. November 2011 (Poststempel) unaufgefordert eine weitere Eingabe eingereicht hat,
dass das Gericht keinen Schriftenwechsel durchgeführt hat und die Einzahlung des festgesetzten Kostenvorschusses der Partei keinen Anspruch gibt, unaufgefordert eine zusätzliche Eingabe einzureichen,
dass die nachträgliche Eingabe vom 3. November 2011 daher unbeachtet zu bleiben hat,
dass die Vorinstanz die Bestimmungen und Grundsätze über den Anspruch auf eine Invalidenrente und den Umfang des Rentenanspruchs (Art. 28 Abs. 1 und 2 IVG), die Invaliditätsbemessung nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG) sowie die Bedeutung ärztlicher Auskünfte für die Belange der Invaliditätsschätzung (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261 mit Hinweisen) zutreffend dargelegt hat, sodass darauf verwiesen wird,

dass das Sozialversicherungsgericht des Weiteren nach Wiedergabe der Rechtsprechung zur Bedeutung der Invaliditätsbemessung der Unfallversicherung für die Invalidenversicherung festgehalten hat, bei einer, wie im vorliegenden Fall, auf einem Vergleich beruhenden Festsetzung des Invaliditätsgrades durch die Unfallversicherung sei keine Bindungswirkung für die Invalidenversicherung gegeben,
dass die Vorinstanz in einlässlicher und sorgfältiger Würdigung der umfangreichen medizinischen Unterlagen, namentlich gestützt auf das Gutachten des Dr. med. S.________, Orthopädische Chirurgie FMH, vom 28. Mai 2009 und unter Auseinandersetzung mit den teilweise abweichenden Folgerungen in der früheren Expertise der Klinik X.________ vom 26. Februar 2008 zum Schluss gelangt ist, der Beschwerdeführer sei in somatischer Hinsicht zu 80 % arbeitsfähig, während kein psychisches Leiden mit Krankheitswert bestehe,
dass diese Beweiswürdigung auch deswegen nicht Bundesrecht verletzt, weil Dr. med. H.________, beratender Arzt der AXA Winterthur Versicherungen, in seiner Stellungnahme vom 26. März 2008 darauf hinwies, dass die Klinik X.________ die Diskrepanz zwischen Befunden und Beschwerden nicht wertete, bei der Stellungnahme zur Arbeitsunfähigkeit (50 %) von der subjektiven Einschätzung des Patienten ausging und ihm dessen Gutachten daher "etwas kritiklos" erscheine,
dass das kantonale Gericht aufgrund eines Einkommensvergleichs einen Invaliditätsgrad von 33 % ermittelt, hat, der keinen Rentenanspruch zu begründen vermag (Art. 28 Abs. 2 IVG),
dass in der Beschwerde nichts vorgebracht wird, was auf eine offensichtlich unrichtige oder auf einer Bundesrechtsverletzung beruhende Feststellung des rechtserheblichen Sachverhalts, namentlich des Grades der Arbeitsunfähigkeit, durch die Vorinstanz schliessen lassen könnte (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 95 lit. a BGG), sich die Einwendungen in tatsächlicher Hinsicht vielmehr in weiten Teilen in einer appellatorischen Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung erschöpfen,
dass insbesondere die Feststellung der Vorinstanz, die AXA Winterthur und der Rechtsvertreter des Versicherten hätten den Invaliditätsgrad in der Unfallversicherung im Rahmen eines Vergleichs festgesetzt, entgegen der in der Beschwerde vertretenen Ansicht keineswegs willkürlich ist, zeigen doch die Telefonnotizen der Mitarbeiterin der AXA Winterthur, dass zwischen den Parteien über verschiedene Punkte der Invaliditätsbemessung gesprochen wurde, bevor am 29. Oktober 2008 die Rentenverfügung nach UVG erging,
dass die Behauptung, die Untersuchung durch den Gutachter Dr. med. S.________ habe lediglich 20 Minuten gedauert, angesichts der durchgeführten medizinischen Abklärungen unglaubwürdig erscheint und im Übrigen durch nichts belegt ist,
dass die Ausführungen in der Beschwerde zur Rechtsprechung betreffend Verbindlichkeit der Invaliditätsbemessung der Unfallversicherung für die Invalidenversicherung keine Verletzung von Bundesrecht begründen und auch den übrigen Vorbringen in der Beschwerde nicht entnommen werden kann, inwiefern der angefochtene Entscheid bundesrechtswidrig sein sollte,
dass die Gerichtskosten dem Verfahrensausgang entsprechend dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 Satz 1),
dass die Beschwerde offensichtlich unbegründet ist, weshalb sie im Verfahren nach Art. 109 Abs. 2 lit. a BGG erledigt wird,

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 21. November 2011
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Widmer

Mots-clés

invalidity insuranceinvalidity degreeincome comparisonmedical evidencework capacityappeal reviewcourt costssummary procedure

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appellant is entitled to an invalidity pension

Solution extraite

No pension entitlement exists because the established invalidity degree of 33% does not reach the statutory threshold.

Motifs extraits

The cantonal court's assessment of 80% work capacity in somatic terms and no compensable psychiatric disorder was upheld. The income comparison led to an invalidity degree below the pension threshold.

Question juridique clé

Whether the factual findings and medical assessment were arbitrarily or unlawfully established

Solution extraite

No. The complaint raised no materially incorrect finding of fact or federal-law violation; it mainly repeated appellatory criticism.

Motifs extraits

The court found the cantonal evaluation of the medical evidence convincing, including the orthopaedic expert opinion and the critique of the earlier clinic report; the challenge to the duration of the expert examination was unsubstantiated.

Question juridique clé

Whether the unsolicited post-deadline submission of 3 November 2011 had to be considered

Solution extraite

No. After no exchange of submissions had been ordered, payment of the advance on costs did not entitle the party to file an additional unsolicited submission.

Motifs extraits

Such a filing remained disregarded because the court had not opened a second round of written pleadings.

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