Non-entry due to insufficiently reasoned appeal in EL case

9C_570/2012Tribunal fédéral / IIIe division de droit public2 août 2012Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The appellant challenged a cantonal judgment that had upheld the termination of supplementary benefits and a repayment order of CHF 1,800 following a residence change. The Federal Supreme Court held that the appeal did not sufficiently address the decisive factual findings, especially the residence issue, and did not show manifestly incorrect fact-finding. Because the appeal was inadequately reasoned, the Court issued a non-entry order in simplified procedure. It waived court costs in the circumstances, rendering the request for free legal aid moot.

Regeste Omnilex

Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; unzureichende Begründung der Beschwerde und Voraussetzungen des Nichteintretens. Die Beschwerde muss sich in gedrängter Form mit den für den Ausgang des Verfahrens massgebenden Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen und darlegen, inwiefern dieser Recht verletzt. Bloss appellatorische Kritik oder ungenügend substanziierte Bestreitung der vorinstanzlichen Sachverhaltsfeststellungen genügt nicht. Werden die tragenden tatsächlichen Feststellungen nicht als offensichtlich unrichtig dargetan, ist im vereinfachten Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten. Wird ausnahmsweise auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet, wird das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege gegenstandslos (vgl. Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG).

Texte intégral

{T 0/2}
9C_570/2012

Urteil vom 2. August 2012
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Fessler.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV, Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 7. Mai 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des S.________ gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 7. Mai 2012 betreffend die Einstellung der Ergänzungsleistungen zur Altersrente der AHV auf Ende Oktober 2010 durch die Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich, Zusatzleistungen zur AHV/IV, zufolge Wohnsitzverlegung und die Verpflichtung zur Rückerstattung von Fr. 1'800.-,

in Erwägung,
dass die Vorinstanz in Würdigung der Akten zum Ergebnis gelangt ist, der Wohnsitz des Beschwerdeführers habe sich bereits seit November 2009 in X.________ und nicht mehr in Y.________ befunden,
dass der Beschwerdeführer nichts vorbringt, was geeignet wäre, die dieser rechtlichen Schlussfolgerung zugrunde liegende Sachverhaltsfeststellungen und Beweiswürdigung als offensichtlich unrichtig (unhaltbar, willkürlich) erscheinen zu lassen (Art. 97 Abs. 1 BGG; BGE 137 II 353 E. 5.1 S. 356), zumal die vorinstanzliche Auffassung, die Behauptung des Beschwerdeführers, von November 2009 bis Dezember 2010 nach wie vor in Y.________ gewohnt zu haben, überzeuge nicht, in der Eingabe an das Bundesgericht gar nicht bestritten wird,
dass der Beschwerdeführer in seiner Zusammenfassung vorbringt, er habe, bestärkt durch die Beschwerdegegnerin, "keinerlei Veranlassung" gesehen, sich umgehend in X.________ anzumelden,
dass er sich damit einerseits selber widerspricht, ohne andererseits darzulegen, weshalb diese Unkenntnis der Beschwerdegegnerin anzurechnen wäre,
dass die offensichtlich nicht hinreichend begründete Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG durch Nichteintreten zu erledigen ist,
dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist, womit das Gesuch um unentgeltliche Prozessführung gegenstandslos ist,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 2. August 2012
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Fessler

Mots-clés

supplementary benefitsresidenceadmissibilityreasoning requirementnon-entrycourt costslegal aid

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal against the cantonal judgment on supplementary benefits was sufficiently reasoned to be admissible.

Solution extraite

The appeal was not sufficiently reasoned and the Court therefore did not enter into it.

Motifs extraits

The appellant failed to show that the cantonal court’s factual findings on residence were manifestly incorrect. His submissions did not effectively dispute the decisive finding and contained contradictions, so the appeal did not meet the reasoning requirements of Art. 108(1)(b) BGG.

Question juridique clé

Whether court costs should be charged and whether the request for free legal aid became moot.

Solution extraite

No court costs were charged, and the request for free legal aid became moot.

Motifs extraits

Under Art. 66(1) second sentence BGG, the Court waived costs in the circumstances; consequently, the request for free legal aid had no practical object.

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