Non-entry on insufficiently reasoned disability insurance complaint

9C_484/2007Tribunal fédéral / IIIe division de droit public31 août 2007Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court did not enter into the disability insurance complaint because it did not satisfy the statutory reasoning requirements. The appellant failed to explain in a case-specific manner why the cantonal court’s findings on the lack of plausible worsening under Art. 87(3) IVV were incorrect or why the confirmed non-entry on the request for increased pension violated federal law. Court costs of CHF 200 were imposed on the appellant and covered by the advance payment, with CHF 300 to be refunded.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG: A federal complaint is inadmissible where it lacks a concise, case-related reasoning showing in what respect the challenged decision violates law. Mere general references to the health condition and medical treatment do not suffice. In a disability insurance revision context, the complaint must address the decisive issue of plausibility under Art. 87 Abs. 3 IVV and confront the cantonal findings on the absence of a material change; otherwise the Federal Supreme Court will refuse to enter into the matter. Court costs are imposed on the losing party under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
9C_484/2007

Urteil vom 31. August 2007
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Nussbaumer.

Parteien
P.________, Beschwerdeführerin, vertreten durch Beratungsstelle für Ausländer, Schützengasse 7, 8001 Zürich,

gegen

IV-Stelle des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5001 Aarau, Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 6. Juni 2007.

Das Präsidium der II. sozialrechtlichen Abteilung hat nach Einsicht

in die von P.________ am 19. Juli 2007 erhobene Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 6. Juni 2007 betreffend IV-Rente

in Erwägung,
dass die Beschwerdeschrift gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG die Begehren und die Begründung zu enthalten hat; im Rahmen der Begründung ist in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG),
dass die Vorbringen sachbezogen sein müssen, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (zum alten Recht: BGE 123 V 335 E. 1a S. 336 mit Hinweisen; vgl. BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452),
dass das Bundesgericht auf die Beschwerde nicht eintritt, wenn eine Eingabe diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügt (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass die Beschwerdeschrift vom 19. Juli 2007 den inhaltlichen Mindestanforderungen nicht genügt, da sie zwar einen rechtsgenüglichen Antrag enthält, den Ausführungen jedoch nicht entnommen werden kann, inwiefern die Sachverhaltsfeststellungen des kantonalen Gerichts im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend sein sollen oder das von der Vorinstanz bestätigte Nichteintreten auf das Rentenerhöhungsbegehren (Art. 17 ATSG; Art. 87 Abs. 3 IVV) Bundesrecht verletzen sollte (Art. 95 lit. a BGG),
dass sich die Beschwerde namentlich nicht mit dem einzig zu beurteilenden Prozessthema, ob Glaubhaftmachung im Sinne von Art. 87 Abs. 3 IVV gegeben ist oder nicht (BGE 130 V 64 E. 5.2.5 S. 68), und den diesbezüglichen tatsächlichen Feststellungen und rechtlichen Erwägungen des kantonalen Gerichts befasst, sondern sich allgemein mit dem Gesundheitszustand der Beschwerdeführerin und der gegenwärtigen medizinischen Behandlung auseinandersetzt,
dass in der Beschwerde auch nicht dargelegt wird, inwiefern die vorinstanzliche Feststellung, dem mit dem Revisionsgesuch vom 9. Dezember 2005 eingereichten Arztbericht sei keine wesentliche Änderung gegenüber dem Zeitpunkt der früheren Rentenverfügung (12. November 2003) zu entnehmen, offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 105 Abs. 2 BGG sein oder die rechtliche Schlussfolgerung der fehlenden Glaubhaftmachung im Sinne von Art. 87 Abs. 3 IVV Bundesrecht verletzen sollte,
dass die Rechtsschrift demgemäss keine sachbezogene - und damit hinreichende - Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG enthält, weshalb darauf nicht eingetreten werden kann (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),
in Anwendung von Art. 65 sowie Art. 66 Abs. 1 BGG und im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG,

erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt. Sie sind durch den geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 500.- gedeckt; der Differenzbetrag von Fr. 300.- wird zurückerstattet.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen zugestellt.
Luzern, 31. August 2007
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

admissibilityreasoning requirementnon-entrydisability insurancerevision requestplausibilitycourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the complaint met the Federal Supreme Court's reasoning requirements for admissibility.

Solution extraite

The complaint did not contain a sufficiently specific, case-related reasoning showing why the cantonal findings were wrong or why the confirmed non-entry on the request for increase violated federal law.

Motifs extraits

The submission discussed the health situation and treatment in general, but failed to engage with the decisive issue of plausibility under Art. 87(3) IVV and with the cantonal court's factual and legal assessment.

Question juridique clé

Who bears the court costs after non-entry.

Solution extraite

The complainant must bear the court costs; the advance payment covers them and the balance must be refunded.

Motifs extraits

Costs were imposed under the general rules governing federal proceedings after non-entry.

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