Invalidity pension remained limited to a quarter pension

9C_460/2009Tribunal fédéral / IIIe division de droit public29 juin 2009Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed the insured person's appeal against the Lucerne Administrative Court. The claimant, suffering from spasmodic torticollis, had been granted a quarter invalidity pension based on a 42/43% invalidity degree. The court upheld the lower court's finding that he remained 60% work-capable and that the wage comparison did not justify a degree of invalidity of at least 50%, even if a health-related deduction were considered. The request for a BEFAS assessment was rejected as unnecessary. Court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Regeste Omnilex

Art. 28 IVG, Art. 16 ATSG; invalidity pension and invalidity degree; medical and economic assessment. The assessment of work capacity and the weighing of medical evidence are binding on appeal unless manifestly incorrect or based on a federal-law error (Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 BGG). An additional vocational assessment is unnecessary where the file has already been comprehensively clarified. A deduction from the statistical wage is only justified under the criteria developed by case law; if, even after a possible deduction, the invalidity degree remains below the pension threshold, entitlement to a higher pension is excluded (consid. 2).

Texte intégral

{T 0/2}
9C_460/2009

Urteil vom 29. Juni 2009
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Bundesrichter Borella, Seiler,
Gerichtsschreiber R. Widmer.

Parteien
V.________,
vertreten durch Rechtsanwältin Claudia Starkl,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Luzern, Landenbergstrasse 35, 6005 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern
vom 8. April 2009.

In Erwägung,
dass die IV-Stelle Luzern nach durchgeführtem Vorbescheidverfahren dem 1968 geborenen, an Torticollis spasmodicus leidenden V.________ mit Verfügung vom 19. Februar 2008 bei einem Invaliditätsgrad von 42 % rückwirkend ab 1. Juli 2005 eine Viertelsrente der Invalidenversicherung zugesprochen hat,
dass das Verwaltungsgericht des Kantons Luzern die hiegegen eingereichte Beschwerde, mit welcher V.________ zur Hauptsache die Zusprechung mindestens einer halben Invalidenrente hatte beantragen lassen, mit Entscheid vom 8. April 2009 abgewiesen hat,
dass der Versicherte mit Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten den vorinstanzlich gestellten Hauptantrag erneuert und eventualiter die Rückweisung der Sache zu weiteren Abklärungen und neuer Verfügung an die IV-Stelle verlangt,
dass die Vorinstanz unter Hinweis auf die Verfügung der IV-Stelle die Bestimmungen und Grundsätze über den Anspruch auf eine Invalidenrente und deren Umfang (Art. 28 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 IVG), die Bemessung des Invaliditätsgrades bei erwerbstätigen Versicherten nach der Einkommensvergleichsmethode (Art. 16 ATSG; SR 830.1) sowie die Bedeutung ärztlicher Auskünfte für die Belange der Invaliditätsschätzung (BGE 125 V 256 E. 4 S. 261) richtig wiedergegeben hat, weshalb darauf verwiesen wird,
dass das Verwaltungsgericht in einlässlicher und sorgfältiger Würdigung der medizinischen Unterlagen, insbesondere gestützt auf das polydisziplinäre Gutachten des Instituts X.________ für forensische Psychiatrie und Psychotherapie vom 23. November 2006 festgestellt hat, der Beschwerdeführer sei mit Rücksicht auf den Gesundheitsschaden noch zu 60 % arbeitsfähig, entsprechend fünf Tagen in der Woche zu sieben Arbeitsstunden mit einer Leistungseinschränkung von 30 %,
dass der Beschwerdeführer nicht darzulegen vermag, inwiefern die Vorinstanz den rechtserheblichen medizinischen Sachverhalt offensichtlich unrichtig oder auf einer Bundesrechtsverletzung beruhend ermittelt haben soll (Art. 97 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 95 lit. a BGG), weshalb das Bundesgericht an die Feststellung des kantonalen Gerichts betreffend den Grad der Arbeitsunfähigkeit gebunden ist (Art. 105 Abs. 1 BGG; vgl. BGE 132 V 393 E. 3.2 S. 397),
dass sich die diesbezüglichen Ausführungen im Wesentlichen in einer im Rahmen der geltenden Überprüfungsbefugnis des Bundesgerichts unzulässigen, appellatorischen Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung erschöpfen,
dass die Verwaltung den massgebenden Sachverhalt umfassend abgeklärt hat, wie im angefochtenen Entscheid zutreffend festgehalten wurde, weshalb sich die vom Versicherten beantragte Abklärung in einer Beruflichen Abklärungsstelle (BEFAS) erübrigt,
dass der von der Vorinstanz gestützt auf die Tabellenlöhne gemäss der vom Bundesamt für Statistik herausgegebenen Lohnstrukturerhebung 2004 vorgenommene Einkommensvergleich, der zu einem Invaliditätsgrad von 43 % und damit zum Anspruch auf eine Viertelsrente führte, soweit einer letztinstanzlichen Überprüfung zugänglich, zu keiner Korrektur Anlass gibt,
dass das kantonale Gericht namentlich zu Recht auf die Vornahme eines leidensbedingten Abzugs vom Invalideneinkommen verzichtet hat, weil die von der Rechtsprechung umschriebenen Voraussetzungen für eine Reduktion des Tabellenlohns (BGE 126 V 75 E. 5b S. 79 ff.) lediglich mit Bezug auf die Tatsache, dass der Versicherte nur noch teilzeitlich arbeiten kann, als erfüllt betrachtet werden könnten,
dass aufgrund dieses Umstandes nur ein geringfügiger Abzug von 5 % in Betracht fallen könnte, womit kein Invaliditätsgrad von mindestens 50 % resultieren würde,
dass der Hinweis auf das Urteil I 2/01 des Eidgenössischen Versicherungsgerichts vom 24. Januar 2002 an diesem Ergebnis nichts ändert, wie bereits die Vorinstanz dargelegt hat,
dass selbst bei Gewährung eines 15%igen Abzuges der Schwellenwert von 50 % nicht erreicht wird, wie nachfolgender Einkommensvergleich zeigt (Prozentuale Abweichung zwischen dem tatsächlichen Valideneinkommen von Fr. 53'611.- und dem Tabellenlohn von Fr. 61'607.60 = 12,28 %; für die Parallelisierung der Vergleichseinkommen abgezogen werden kann gemäss dem zur Publikation in BGE 135 V vorgesehenen Urteil 8C_652/2008 vom 8. Mai 2009 der 5 % übersteigende Anteil, im vorliegenden Fall somit 7,28 %; es resultiert damit ein Invalideneinkommen von Fr. 53'601.66 (100 %) bzw. Fr. 32'161.- bei einer hier zumutbaren Erwerbstätigkeit von 60 %; nach dem geltend gemachten leidensbedingten Abzug von 15 % resultieren ein Invalideneinkommen von Fr. 27'336.85 [85 % x Fr. 32'162.-] und eine Erwerbseinbusse von Fr. 26'275.- [Fr. 53'611.- / Fr. 27'336.-]; der Invaliditätsgrad beläuft sich alsdann auf 49 % [Fr. 26'275.- x 100] : Fr. 53'611.-),
dass die Gerichtskosten entsprechend dem Ausgang des Verfahrens dem unterliegenden Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG) und ein Anspruch auf eine Parteientschädigung für das kantonale und das letztinstanzliche Verfahren entfällt,

erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, der Ausgleichskasse Luzern und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 29. Juni 2009
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Meyer Widmer

Mots-clés

invalidity pensionwork capacityincome comparisonmedical evidencewage statisticshealth-related deductionvocational assessmentcourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the insured person was entitled to at least a half invalidity pension instead of a quarter pension.

Solution extraite

The medical and economic assessment supported only a 43% invalidity degree; the threshold for a half pension was not reached.

Motifs extraits

The court accepted the lower court's assessment that the claimant remained 60% capable of work. The income comparison based on the Swiss wage structure produced no invalidity degree of at least 50%, even with a possible deduction.

Question juridique clé

Whether further vocational assessment by a BEFAS center was required.

Solution extraite

No further vocational assessment was necessary because the file had already been comprehensively clarified.

Motifs extraits

The administration and the lower court had sufficiently established the relevant facts, so the requested additional clarification would not change the outcome.

Question juridique clé

Whether a deduction for health-related disadvantages had to be taken from the invalid income.

Solution extraite

No deductible reduction was warranted on the facts of the case; even a small or assumed larger deduction would not lead to a half pension.

Motifs extraits

The circumstances only possibly justified a modest part-time-related deduction, and in any event the invalidity degree would still remain below 50%.

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