Social insurance appeal inadmissible for insufficient reasoning

9C_217/2013Tribunal fédéral / IIIe division de droit public25 avr. 2013Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appellant’s submissions in an invalidity insurance case failed to satisfy the statutory reasoning requirements for a federal appeal. He did not engage with the cantonal court’s decisive reasoning, and his request for an additional psychiatric assessment could not cure the defect. The Court noted that any subsequent deterioration in health would have to be pursued by a new application. In simplified proceedings, the appeal was not admitted and no court costs were charged.

Regeste Omnilex

Art. 42 paras. 1-2 BGG; Art. 108 paras. 1 lit. b and 2 BGG; formal admissibility of the appeal: a federal appeal must contain specific requests and, in a concise yet concrete manner, reasons showing how the challenged decision violates law. A mere repetition of abstract case law, unsupported assertions, or requests unconnected to the decisive reasoning do not suffice. The appellant must engage with the lower court’s considerations and, where applicable, demonstrate manifestly incorrect factual findings. If the appeal is manifestly insufficiently reasoned, non-entry follows in simplified procedure. A later deterioration in health is not to be invoked in the pending appeal but, if relevant, by way of a new application under the social insurance rules (consid. 1).

Texte intégral

{T 0/2}
9C_217/2013

Urteil vom 25. April 2013
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Meyer, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiberin Bollinger Hammerle.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Bern,
Scheibenstrasse 70, 3014 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 4. März 2013.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 18. März 2013 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 4. März 2013,
in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 20. März 2013 an S.________, worin auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist,
in die daraufhin von S.________ am 26. März 2013 eingereichte Eingabe,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass dies eine konkrete Auseinandersetzung der Beschwerde führenden Person mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids voraussetzt (BGE 138 I 171 E. 1.4 S. 176; 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.),
dass die beiden Eingaben des Beschwerdeführers diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht gerecht werden, weil er weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt bzw. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unrichtig oder auf einer Rechtsverletzung beruhend festgestellt haben sollte,
dass sich der Beschwerdeführer mit den vorinstanzlichen Erwägungen überhaupt nicht auseinandersetzt, sondern er in seiner ersten Eingabe lediglich Auszüge aus der Rechtsprechung zur nur ausnahmsweise invalidisierenden Wirkung somatoformer Schmerzstörungen wiedergibt, obwohl die Gutachter eine solche Störung nach den letztinstanzlich verbindlichen Feststellungen der Vorinstanz bei ihm ausgeschlossen haben, und er in der zweiten Eingabe sinngemäss eine (ergänzende) psychiatrische Exploration beantragt unter Hinweis, er werde sich künftig einer psychiatrischen Behandlung unterziehen, obgleich anlässlich einer psychiatrischen Beurteilung vom 30. August 2012, deren Beweiswert der Beschwerdeführer nicht in Frage stellt, keine psychiatrischen Diagnosen mit Auswirkungen auf die Arbeitsfähigkeit erhoben werden konnten,
dass gegebenenfalls eine nach Erlass der angefochtenen Verfügung vom 13. Dezember 2012 eingetretene gesundheitliche Verschlechterung mit Neuanmeldung geltend zu machen wäre (vgl. Art. 87 Abs. 3 IVV; SR 831.201),
dass demnach kein gültiges Rechtsmittel erhoben worden ist,
dass im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 25. April 2013
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Bollinger Hammerle

Mots-clés

invalidity insuranceadmissibilityreasoning requirementnon-entrypsychiatric assessmentnew application

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal met the formal requirements of reasoning under the Federal Supreme Court Act.

Solution extraite

No. The submissions lacked a concrete challenge to the cantonal reasoning and did not show any legal error.

Motifs extraits

An appeal must contain requests and a reasoned explanation showing how the challenged decision violates federal law; merely quoting case law or requesting further psychiatric assessment was insufficient, especially since the appellant did not contest the decisive psychiatric findings.

Question juridique clé

Whether the court should enter into the appeal despite possible later deterioration in health.

Solution extraite

No. A post-decision worsening of health would have to be raised by a new application, not in this appeal.

Motifs extraits

The court noted that any subsequent deterioration after the administrative decision must be pursued through a new claim/reapplication procedure.

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