Non-entry due to insufficiently reasoned appeal in EL case

9C_196/2016Tribunal fédéral / IIIe division de droit public22 mars 2016Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The appellant challenged a cantonal decision on supplementary benefits to AHV/IV. The Federal Supreme Court held that the appeal did not satisfy the statutory reasoning requirements: it failed to address the decisive findings of the cantonal court and did not demonstrate any breach of federal law. In particular, the submissions did not explain why the rules under ELG/ELV on taking into account a share in an undivided estate containing real estate were unlawfully applied or why equality was violated. The Court therefore did not enter into the appeal and, considering the circumstances, waived court costs.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG; die Beschwerdebegründung muss sich in gedrängter Form mit den entscheidwesentlichen Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzen und aufzeigen, inwiefern dieser Recht verletzt. Bloss appellatorische Kritik oder allgemeine Behauptungen genügen nicht. Wird diese qualifizierte Begründungspflicht offensichtlich nicht erfüllt, ist im vereinfachten Verfahren auf die Beschwerde nicht einzutreten. Eine Kostenauflage kann ausnahmsweise nach Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG entfallen.

Texte intégral

{T 0/2}

9C_196/2016

Urteil vom 22. März 2016

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Meyer, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiber Fessler.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons St. Gallen, Brauerstrasse 54, 9016 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Ergänzungsleistung zur AHV/IV,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Februar 2016.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der A.________ (Eingabe vom 12. März 2016 [Poststempel]) gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons St. Gallen vom 3. Februar 2016,

in Erwägung,
dass die Beschwerde gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, welche in gedrängter Form - in Auseinandersetzung mit den entscheidwesentlichen Erwägungen der Vorinstanz (BGE 138 I 171 E. 1.4 S. 176) - darzulegen hat, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt, wobei in Bezug auf Grundrechte eine qualifizierte Rügepflicht gilt (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 137 V 57 E. 1.3 S. 60),
dass die Eingabe vom 12. März 2016 diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügt,
dass einzig vorgebracht wird, aufgrund der "ungerechtfertigten Anrechnung der Liegenschaft (...) an der Ersatzbeschaffung gehindert" worden zu sein, welcher "vorzeitige Verzehr (...) anderen Versicherten mit Liegenschaft erspart" bleibe,
dass daraus nichts hervorgeht und auch nichts ersichtlich ist, was darauf hinwiese, dass und inwiefern die Vorinstanz die Regelung gemäss ELG und ELV betreffend die Berücksichtigung des Anteils an einer unverteilten Erbschaft (mit einer Liegenschaft als wesentlichem Aktivum) bei der Berechnung des EL-Anspruchs bundesrechtswidrig angewendet haben, insbesondere dabei das Rechtsgleichheitsgebot verletzt worden sein sollte,
dass die offensichtlich nicht hinreichend begründete Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG durch Nichteintreten zu erledigen ist,
dass in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten zu verzichten ist,

erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons St. Gallen und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 22. März 2016
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Fessler

Mots-clés

supplementary benefitsinadmissibilityreasoned appealfederal court procedureequal treatmentundivided estatereal estatecourt costs

The appeal did not comply with the mandatory reasoning requirements because it failed to engage with the decisive considerations of the cantonal judgment and did not show any federal-law violation.

The filing only asserted an unjustified imputation of real estate and said nothing concrete about why the lower court's application of ELG/ELV to an undivided estate share would be unlawful, especially regarding equal treatment.

Court costs were waived due to the circumstances.

Under Art. 66(1) second sentence BGG, the court exercised its discretion to refrain from charging costs.

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