Non-entry due to insufficient appeal reasoning in disability insurance case

9C_176/2012Tribunal fédéral / IIIe division de droit public29 févr. 2012Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The claimant appealed a cantonal disability-insurance judgment concerning vocational measures and an invalidity pension. The Federal Supreme Court held that the filing did not satisfy the minimum requirements of Art. 42 BGG: it lacked any request and did not engage with the cantonal court's decisive reasoning, instead offering only appellatory criticism and references to medical reports already assessed below. The Court therefore declined to enter into the appeal under the simplified procedure of Art. 108 para. 1 lit. b BGG and waived court costs.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; ungenügende Beschwerdebegründung führt zum Nichteintreten. Die Beschwerde muss einen Antrag und eine sachbezogene, gedrängte Begründung enthalten, welche sich mit den tragenden Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt. Blosse appellatorische Kritik oder die Wiederholung bereits vorinstanzlich gewürdigter ärztlicher Berichte genügt den Begründungsanforderungen nicht. Ist die Eingabe offensichtlich unzureichend begründet, kann im vereinfachten Verfahren auf das Rechtsmittel nicht eingetreten werden; Kosten können ausnahmsweise erlassen werden (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG).

Texte intégral

{T 0/2}
9C_176/2012

Urteil vom 29. Februar 2012
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiberin Helfenstein Franke.

Verfahrensbeteiligte
M.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Glarus,
Burgstrasse 6, 8750 Glarus,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus
vom 18. Januar 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 21. Februar 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Glarus vom 18. Januar 2012 betreffend berufliche Massnahmen und Invalidenrente,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt,
dass die Beschwerde keinen Antrag enthält,
dass aus der Begründung mithin ersichtlich sein muss, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245; 131 II 449 E. 1.3 S. 452) und insbesondere die blosse Berufung auf Arztberichte, mit denen sich die Vorinstanz bereits auseinandergesetzt hat, den Anforderungen an eine sachbezogene Begründung nicht genügt (statt vieler: Urteil 8C_299/2011 vom 10. Mai 2011),
dass die Eingabe des Beschwerdeführers diesen gesetzlichen Mindestanforderungen an eine hinreichende Beschwerdebegründung offensichtlich nicht genügt, da ihr keine genügende inhaltliche Auseinandersetzung mit den entscheidwesentlichen Erwägungen der Vorinstanz zu entnehmen ist, wonach gestützt auf das beweiskräftige interdisziplinäre Gutachten der Klinik X.________ vom 27. Oktober 2010 (inklusive Evaluation der funktionellen Leistungsfähigkeit [EFL]) dem Beschwerdeführer die Ausübung einer angepassten, leichten bis mittelschweren Tätigkeit zu 100 % zumutbar ist,
dass der Beschwerdeführer mit seinen Vorbringen weder rügt noch aufzeigt, inwiefern diese Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG - soweit überhaupt beanstandet - unzutreffend (unhaltbar, willkürlich) und die darauf beruhenden Erwägungen rechtsfehlerhaft sein sollen, sondern sich vielmehr auf appellatorische Kritik an der vorinstanzlichen Beweiswürdigung und Sachverhaltsfeststellung beschränkt (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.3 S. 246), was im Rahmen von Art. 97 Abs. 1, Art. 105 Abs. 1 und 2 BGG nicht ausreicht (vgl. Urteile 9C_706/2011 vom 26. September 2011 und 9C_366/2011 vom 31. Mai 2011),
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG umständehalber auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Glarus und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 29. Februar 2012
Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Helfenstein Franke

Mots-clés

invalidity insuranceappeal admissibilityreasoned appealnon-entryappellatory criticismcourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal met the formal requirements of Art. 42 BGG and contained sufficient reasoning.

Solution extraite

The complaint did not contain any request and lacked a sufficient, case-specific challenge to the decisive reasoning of the cantonal court.

Motifs extraits

The appellant merely relied on medical reports and filed appellatory criticism, but did not show why the findings based on the interdisciplinary clinic report were arbitrary or legally erroneous.

Question juridique clé

Whether court costs should be charged despite non-entry.

Solution extraite

No court costs were levied due to the circumstances.

Motifs extraits

The Court exercised discretion under Art. 66 para. 1 second sentence BGG and waived costs.

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