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8F_9/2008Tribunal fédéral / IVe division de droit public10 juin 2008Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court held that a pleading styled as a denial/delay of justice complaint could not be used to challenge its own final judgment. The only available avenue was revision, but the applicant did not invoke a statutory revision ground and merely repeated criticisms of the facts and legal assessment. Without a legally sufficient, case-specific justification, the court declined to enter into the filing. It imposed CHF 500 in court costs and denied fee waiver due to the hopeless and abusive nature of the submission.

Regeste Omnilex

Art. 94 BGG, Art. 121 ff. BGG, Art. 42 Abs. 2 BGG, Art. 127 BGG; Rechtsverweigerungs- und Rechtsverzögerungsbeschwerde gegen bundesgerichtliche Endentscheide unzulässig, da Art. 94 BGG nur Vorinstanzen im Sinne von Art. 86 ff. BGG erfasst. Die Überprüfung eigener rechtskräftiger Endentscheide ist einzig im Rahmen der Revision eröffnet. Das Revisionsgesuch hat einen gesetzlichen Revisionsgrund substantiiert zu behaupten und sachbezogen mit den tragenden Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinanderzusetzen; blosse Kritik an Sachverhaltsfeststellung und rechtlicher Würdigung genügt nicht. Fehlt eine solche Begründung, ist auf die Eingabe ohne Schriftenwechsel nicht einzutreten (consid. 1-2).

Texte intégral

{T 0/2}
8F_9/2008

Urteil vom 10. Juni 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterin Leuzinger, Bundesrichter Frésard,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Parteien
M.________,
Beschwerdeführerin/Gesuchstellerin,

gegen

Arbeitslosenkasse SYNA, Zentralverwaltung, Josefstrasse 59, 8005 Zürich, Beschwerdegegnerin/Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung,

Eingabe gegen das Urteil des Bundesgerichts 8F_15/2007 vom 7. März 2008.

Nach Einsicht
in die als Rechtsverweigerungs- und Rechtsverzögerungsbeschwerde nach Art. 94 BGG bezeichnete Eingabe vom 30. Mai 2008 (Poststempel) gegen das Urteil 8F_15/2007 vom 7. März 2008, worin das Bundesgericht auf ein Revisionsgesuch gegen das Urteil C 274/06 vom 12. September 2007 wegen ausgebliebener Leistung des Kostenvorschusses innert gesetzter Nachfrist nicht eingetreten ist,
in Erwägung,
dass das Bundesgericht das Verfahren 8F_15/2007 rechtskräftig abgeschlossen hat und dagegen kein ordentliches Rechtsmittel mehr offen steht (Art. 61 BGG),
dass insbesondere die in Art. 94 BGG als besondere Form der Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten erwähnte Rechtsverweigerungs- und Rechtsverzögerungsbeschwerde nur gegen Vorinstanzen im Sinne von Art. 86 ff. BGG geführt werden kann,
dass das Bundesgericht zur Überprüfung eigener Endentscheide indessen - aber auch nur soweit - angerufen werden kann, indem ein Revisionsgrund gemäss Art. 121 ff. BGG geltend gemacht wird,
dass dabei im Gesuch darzulegen und zu begründen ist, inwiefern mit dem angefochtenen Urteil ein Revisionsgrund gesetzt worden sein soll (vgl. Art. 42 Abs. 2 BGG),
dass die Begründung überdies sachbezogen sein muss, d.h. der Gesuchsteller sich mit den massgeblichen Entscheidgründen des Urteils, dessen Revision er beantragt, auseinanderzusetzen hat und darlegen muss, inwiefern gerade in Bezug auf diese Entscheidgründe ein Revisionsgrund vorliege (statt vieler: Urteil 8F_13/2007 vom 18. Februar 2008),
dass sich die Eingabe vom 27. Mai 2008 darin erschöpft, die dem angefochtenen Urteil zu Grunde liegenden Sachverhaltsfeststellungen und die rechtlichen Würdigungen zu kritisieren, womit aber kein Revisionsgrund angerufen ist,
dass somit auf die Eingabe vom 30. Mai 2008 ohne Schriftenwechsel nicht einzutreten ist (Art. 127 BGG),
dass sich das Gericht im Übrigen vorbehält, weitere untaugliche Eingaben in dieser Angelegenheit unbeantwortet abzulegen,
dass die Beschwerdeführerin/Gesuchstellerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG) und - soweit im vorliegenden Verfahren überhaupt gestellt - das Gesuch um Kostenbefreiung wegen mutwilliger, aussichtsloser Rechtsmitteleinlegung abzuweisen ist (Art. 64 BGG),
erkennt das Bundesgericht:

1.
Auf die Eingabe vom 30. Mai 2008 wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin/Gesuchstellerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau und dem Staatssekretariat für Wirtschaft schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 10. Juni 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel

Mots-clés

revisionnon-entrydenial of justicereasoned pleadingcourt costsfee waiver

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether a denial/delay of justice complaint can be brought against a Federal Supreme Court final judgment

Solution extraite

Such a complaint is not available against the Federal Supreme Court's own final judgments; only revision under the Federal Supreme Court Act may be sought.

Motifs extraits

The prior case was finally concluded and no ordinary remedy remained. Article 94 BGG applies only to lower authorities within the meaning of Articles 86 ff. BGG, not to the Federal Supreme Court itself.

Question juridique clé

Whether the filing set out a cognizable ground for revision

Solution extraite

No revision ground was sufficiently alleged or reasoned.

Motifs extraits

The submission merely criticized the facts and legal assessment underlying the challenged judgment without engaging with the decisive reasoning and without showing a statutory ground for revision under Articles 121 ff. BGG and Article 42(2) BGG.

Question juridique clé

Costs and request for fee waiver

Solution extraite

Court costs were imposed on the applicant and the request for fee waiver was denied as the litigation was frivolous and hopeless.

Motifs extraits

Under Article 66 BGG the unsuccessful party bears costs; Article 64 BGG relief was not warranted because the filing was abusive and had no prospects of success.

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