Revision of prior Federal Supreme Court judgment denied

8F_6/2010Tribunal fédéral / IVe division de droit public26 mai 2010Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed an insured person's revision request against its earlier judgment of 9 February 2010. It held that the earlier decision had already disposed of all requests, including the demand for an invalidity pension, so there was no omitted claim under Art. 121 lit. c BGG. The applicant also failed to establish an overlooked relevant fact under Art. 121 lit. d BGG, instead only disputing the court's factual and legal assessment. Court costs of CHF 750 were imposed on the applicant.

Regeste Omnilex

Art. 121 lit. c and d BGG; revision of a Federal Supreme Court judgment is admissible only for exhaustively listed grounds. A request is not „unbeurteilt geblieben“ if the dispositive, read in context, necessarily rejects it together with the other submissions. Art. 121 lit. d BGG requires that a fact already contained in the file was overlooked by inadvertence; a mere disagreement with the court’s appreciation of evidence or legal qualification is insufficient. Revision is not a substitute for a rehearing on the merits.

Texte intégral

{T 0/2}
8F_6/2010

Urteil vom 26. Mai 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Bundesrichterinnen Leuzinger, Niquille,
Gerichtsschreiber Holzer.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
Gesuchsteller,

gegen

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (SUVA), Fluhmattstrasse 1, 6004 Luzern,
Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Unfallversicherung,

Revisionsgesuch gegen das Urteil des Schweizerischen Bundesgerichts 8F_14/2009 vom
9. Februar 2010.

Sachverhalt:

A.
Mit Urteil 8C_432/2009 vom 2. November 2009 wies das Bundesgericht die von A.________ gegen den die Leistungseinstellung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) gemäss Verfügung vom 27. Juni 2008 und Einspracheentscheid vom 10. November 2008 bestätigenden Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Schwyz vom 26. März 2009 ab. Ein dagegen erhobenes Revisionsgesuch wies das Bundesgericht mit Entscheid 8F_14/2009 vom 9. Februar 2010 ab.

B.
Mit Eingabe vom 12. April 2010 (Poststempel) beantragt A.________, es sei unter Revision des Urteils des Bundesgerichts 8F_14/2009 vom 9. Februar 2010 und damit mittelbar des Urteils 8C_432/2009 vom 2. November 2009 und unter Aufhebung des kantonalen Urteils und des Einspracheentscheides die SUVA zu verpflichten, ihm für die Folgen des Unfalles vom 4. November 2000 eine Invalidenrente auszurichten.

Erwägungen:

1.
1.1 Urteile des Bundesgerichts erwachsen am Tag ihrer Ausfällung in Rechtskraft (Art. 61 BGG). Eine nochmalige Überprüfung der einem Urteil des Bundesgerichts zugrunde liegenden Streitsache ist grundsätzlich ausgeschlossen. Das Gericht kann auf seine Urteile nur zurückkommen, wenn einer der in den Art. 121 ff. BGG abschliessend aufgeführten Revisionsgründe vorliegt. Ein solcher Revisionsgrund ist ausdrücklich geltend zu machen, wobei es nicht genügt, das Vorliegen eines solchen zu behaupten. Der geltend gemachte Revisionsgrund ist im Revisionsgesuch unter Angabe der Beweismittel anzugeben, wobei aufzuzeigen ist, weshalb er gegeben und inwiefern deswegen das Dispositiv des früheren Urteils abzuändern sein soll (Urteil 8F_9/2009 vom 2. Juni 2009 E. 3.1).

1.2 Nach Art. 121 lit. c BGG kann die Revision eines Entscheides des Bundesgerichts verlangt werden, wenn einzelne Anträge unbeurteilt geblieben sind. In Anwendung von Art. 121 lit. d BGG kann die Revision zudem verlangt werden, wenn das Gericht in den Akten liegende erhebliche Tatsachen aus Versehen nicht berücksichtigt hat. Nach der Rechtsprechung sind Tatsachen erheblich, die geeignet sind, die tatbeständliche Grundlage eines ergangenen Urteils zu verändern und bei zutreffender rechtlicher Würdigung zu einem anderen Ergebnis zu führen (vgl. BGE 118 II 199 E. 5 S. 204 f., Urteil 8F_4/2009 vom 24. August 2009 E. 1.2, je mit Hinweis).

2.
Mit Urteil vom 9. Februar 2010 wies das Bundesgericht ein erstes Revisionsgesuch des Versicherten ab. Mit Abweisung dieses Gesuches wurden sämtliche Begehren des Gesuchstellers, insbesondere auch jenes um Ausrichtung einer Invalidenrente, abgewiesen. Entgegen der Darstellung des Versicherten liegt demnach kein Revisionsgrund im Sinne von Art. 121 lit. c BGG vor, auch wenn die Abweisung der verschiedenen Rechtsbegehren nicht einzeln im Dispositiv aufgeführt wurde.

3.
Der Beschwerdeführer ruft zwar den Revisionsgrund des Nicht-Berücksichtigens erheblicher in den Akten liegender Tatsachen (Art. 121 lit. d BGG) an, beschränkt sich indessen darauf, eine von der bundesgerichtlichen Würdigung abweichende Darstellung der Sach- und Rechtslage vorzubringen. Selbst eine falsche Tatsachenwürdigung würde indessen keinen Revisionsgrund darstellen (vgl. Urteil 9F_6/2009 vom 21. August 2009), so dass das Gesuch auch diesbezüglich abzuweisen ist.

4.
Das offensichtlich unbegründete Revisionsgesuch ist abzuweisen. Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

5.
Mit diesem Entscheid sollte die vorliegende Angelegenheit ihren endgültigen Abschluss gefunden haben. Insbesondere behält sich das Bundesgericht vor, weitere Eingaben in dieser Sache - insbesondere weitere offensichtlich unbegründete Revisionsgesuche - ohne Antwort abzulegen.

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.
Das Revisionsgesuch wird abgewiesen.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 750.- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 26. Mai 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Holzer

Mots-clés

revisionomitted claimoverlooked factinvalidity pensioncourt costssocial insurance

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the prior Federal Supreme Court judgment left any request unadjudicated under Art. 121 lit. c BGG.

Solution extraite

No request was left undecided; the earlier revision decision rejected all requests, including the claim for an invalidity pension.

Motifs extraits

Even if the dispositive did not list every request separately, the dismissal of the revision petition covered all submissions.

Question juridique clé

Whether an alleged failure to consider decisive facts under Art. 121 lit. d BGG justified revision.

Solution extraite

No. The applicant merely challenged the court's assessment of the facts and law, which is not a ground for revision.

Motifs extraits

Revision requires an overlooked relevant fact already in the file, not a different view of the evidence or legal assessment.

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