Invalidity pension denied; appeal dismissed partly inadmissible

8C_884/2008Tribunal fédéral / IVe division de droit public17 déc. 2008Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Court reviewed a challenge to the denial of an invalidity pension. Relying on the medical evidence, it upheld the finding that the claimant remained 70-80% capable of work and that no pension-qualifying disability was established. It rejected the request for additional medical investigations as unnecessary. To the extent the appellant also sought vocational measures, the Court held that this new request was outside the scope of the cantonal proceedings and insufficiently reasoned, so it was inadmissible. The appeal was therefore dismissed insofar as entered, and court costs of CHF 500 were imposed on the appellant.

Regeste Omnilex

Art. 105 BGG, Art. 109 BGG; review of factual findings and anticipatory assessment of evidence in disability pension cases. The Federal Court is bound by the facts found below unless they are manifestly inaccurate or unlawful. Where the record permits a reliable assessment of work capacity, additional medical evidence may be refused if it could not alter the outcome. A new request not raised in the cantonal proceedings and not specifically reasoned on appeal is inadmissible under Art. 42 Abs. 2 BGG. Losses in such proceedings entail court costs under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
8C_884/2008

Urteil vom 17. Dezember 2008
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Widmer, präsidierendes Mitglied,
Bundesrichter Lustenberger, Frésard,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
T.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle des Kantons Aargau, Kyburgerstrasse 15, 5000 Aarau,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des Versicherungsgerichts des Kantons Aargau vom 26. August 2008.

In Erwägung,
dass die IV-Stelle des Kantons Aargau ein Leistungsbegehren der 1958 geborenen T.________ mit Verfügung vom 7. September 2007 ablehnte, da der Invaliditätsgrad nur 10 % betrage und damit kein rentenbegründendes Mass erreiche,

dass die dagegen erhobene Beschwerde vom Versicherungsgericht des Kantons Aargau abgewiesen wurde (Entscheid vom 26. August 2008),

dass T.________ hiegegen Beschwerde an das Bundesgericht einreicht, indem sie ihr Begehren um Zusprechung einer Invalidenrente und um weitere Abklärungen dem Sinne nach erneuert,

dass die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten (Art. 82 ff. BGG) wegen Rechtsverletzung gemäss Art. 95 und Art. 96 BGG erhoben werden kann, wobei das Bundesgericht seinem Urteil den Sachverhalt zugrunde legt, den die Vorinstanz festgestellt hat (Art. 105 Abs. 1 BGG); das Bundesgericht kann die Sachverhaltsfeststellung der Vorinstanz nur berichtigen oder ergänzen, wenn sie offensichtlich unrichtig ist oder auf einer Rechtsverletzung im Sinne von Art. 95 BGG beruht (Art. 105 Abs. 2 BGG; vgl. BGE 132 V 393 zur auch unter der Herrschaft des BGG gültigen Abgrenzung von Tat- und Rechtsfragen im Bereich der Invaliditätsbemessung [Art. 16 ATSG] für die Ermittlung des Invaliditätsgrades nach Art. 28 Abs. 1 IVG),

dass die Vorinstanz die für die Beurteilung des Rentenanspruchs massgeblichen Grundlagen sowie die diesbezügliche Rechtsprechung zutreffend dargelegt hat (Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass das kantonale Gericht im angefochtenen Entscheid gestützt auf die Akten, insbesondere auf Grund der Berichte der Klinik X.________ vom 11. Juli 2006 sowie des Psychiatrischen Dienstes der Klinik Y.________ vom 30. Juli 2007, ausführlich und sorgfältig dargelegt hat, weshalb die Beschwerdeführerin sowohl bezüglich der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als auch hinsichtlich einer anderen geeigneten Tätigkeit zu 70 bis 80 % arbeitsfähig ist, wogegen namentlich die Einschätzungen des Hausarztes Dr. B.________ nicht aufzukommen vermögen, so dass jedenfalls eine rentenbegründende Invalidität zu Recht verneint worden ist,
dass die dagegen in der Beschwerde vorgebrachten Einwände, mit welchen sich die Vorinstanz - soweit wesentlich - bereits zutreffend auseinandergesetzt hat, an dieser Beurteilung nichts zu ändern vermögen, da jedenfalls nichts vorgetragen wird, was eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG als erstellt oder die vorinstanzliche Feststellung des Sachverhalts als mangelhaft im Sinne von Art. 97 Abs. 1 und Art. 105 Abs. 2 BGG erscheinen liesse,

dass auch die in der Beschwerde sinngemäss beantragten weiteren medizinischen Abklärungen zu keinem andern Ergebnis führen würden, weshalb darauf zu verzichten ist (antizipierte Beweiswürdigung; vgl. BGE 124 V 90 E. 4b S. 94; 122 V 157 E. 1d S. 162 mit Hinweis; RKUV 2006 Nr. U 578 S. 176 E. 3.6; SVR 2001 IV Nr. 10 E. 4b S. 28),

dass demzufolge auf den Entscheid der Vorinstanz verwiesen werden kann (Art. 109 Abs. 3 BGG),

dass im Übrigen, soweit die Beschwerdeführerin im letztinstanzlichen Verfahren sinngemäss die Gewährung beruflicher Massnahmen beantragt, auf die Beschwerde nicht eingetreten werden kann, weil ein diesbezüglicher Anspruch weder Gegenstand der vorinstanzlichen Beschwerde noch des angefochtenen kantonalen Entscheides gewesen ist und dagegen keinerlei sachbezogene Begründung vorgebracht wird (Art. 42 Abs. 2 BGG),

dass deshalb, soweit nicht unzulässig, die offensichtlich unbegründete Beschwerde im Verfahren nach Art. 109 BGG zu erledigen ist und die Gerichtskosten der Beschwerdeführerin als unterliegender Partei aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt das Bundesgericht:

1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Versicherungsgericht des Kantons Aargau und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 17. Dezember 2008

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Das präsidierende Mitglied: Der Gerichtsschreiber:

i.V. Lustenberger Batz

Mots-clés

invalidity pensionwork capacitymedical evidenceanticipatory assessmentinadmissibilitycourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the claimant is entitled to an invalidity pension.

Solution extraite

No pension entitlement was shown because the claimant remained 70-80% capable of work in the last and in a suitable activity, so the disability degree did not reach a pension-qualifying level.

Motifs extraits

The Federal Court accepted the cantonal court's assessment based on the medical reports and found no manifestly incorrect fact-finding or legal error. The treating physician's opinion did not outweigh the other evidence.

Question juridique clé

Whether further medical investigations had to be ordered.

Solution extraite

No. Additional inquiries would not have changed the outcome, so they were refused under anticipatory assessment of evidence.

Motifs extraits

The existing record was sufficient and the appellant did not show any legally relevant defect in the fact-finding.

Question juridique clé

Whether vocational measures could be requested in this appeal.

Solution extraite

The request was inadmissible because vocational measures were not part of the proceedings below and no issue-specific reasoning was provided.

Motifs extraits

The claim exceeded the subject matter of the cantonal proceedings and lacked a substantiated appeal argument.

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