Non-entry for insufficiently reasoned social assistance appeal

8C_735/2011Tribunal fédéral / IVe division de droit public25 oct. 2011Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

M.__________ challenged a judgment of the Administrative Court of the Canton of Zurich in a social assistance case. The Federal Supreme Court held in simplified procedure that the appeal did not meet the requirements of Art. 42 and Art. 106 BGG because it lacked a proper request and did not specifically allege constitutional violations based on the cantonal court's reasoning. The court therefore refused to enter into the appeal under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG and waived court costs under Art. 66(1) sentence 2 BGG.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 106 Abs. 2 und Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; formelle Begründungsanforderungen an die Beschwerde gegen kantonalrechtliche Entscheide. Bei Rügen gegen die Anwendung kantonalen Rechts genügt die bloss appellatorische Kritik nicht; erforderlich ist eine klare, auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids bezogene Darlegung der verletzten verfassungsmässigen Rechte und der Art der Verletzung. Der Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen gilt insoweit nicht, weshalb eine qualifizierte Rügepflicht besteht. Fehlt es an einem rechtsgenüglichen Begehren und an einer hinreichenden Begründung, ist auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nicht einzutreten; Kosten können ausnahmsweise erlassen werden (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG).

Texte intégral

{T 0/2}
8C_735/2011

Urteil vom 25. Oktober 2011
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
M.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Stadt Zürich,
vertreten durch Stadt Zürich Support Sozialdepartement, Recht, Werdstrasse 75, 8004 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich
vom 10. August 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der M.________ vom 27. September 2011 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich vom 10. August 2011,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Akt Recht verletzt; Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass bei Beschwerden, die sich - wie vorliegend - gegen einen in Anwendung kantonalen Rechts ergangenen Entscheid richten, die Verletzung blossen kantonalen Rechts keinen selbstständigen Beschwerdegrund bildet; vielmehr hat die Beschwerde führende Person darzulegen, inwiefern der beanstandete Akt gegen verfassungsmässige Rechte verstossen soll (BGE 135 V 94 E. 1 S. 95),
dass hinsichtlich der Verletzung von Grundrechten (einschliesslich der willkürlichen Anwendung von kantonalem Recht und Willkür bei der Sachverhaltsfeststellung; BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246; 133 II 249 E. 1.4.3 S. 255) der in Art. 106 Abs. 1 BGG verankerte Grundsatz der Rechtsanwendung von Amtes wegen nicht gilt, weshalb insofern eine qualifizierte Rügepflicht besteht (Art. 106 Abs. 2 BGG; BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254; vgl. auch BGE 133 IV 286 ff.),
dass es daher der Beschwerde führenden Person obliegt (entsprechend den altrechtlichen Begründungsanforderungen, die nach Art. 90 Abs. 1 lit. b OG für die staatsrechtliche Beschwerde gegolten haben), klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt worden sind (vgl. BGE 134 II 244 E. 2.2 S. 246 mit weiteren Hinweisen),

dass die Eingabe der Beschwerdeführerin vom 27. September 2011 den vorerwähnten Anforderungen offensichtlich nicht gerecht wird, weil sie kein rechtsgenügliches Begehren enthält und in der Begründung - soweit überhaupt sachbezogen - namentlich nicht anhand der vorinstanzlichen Erwägungen aufgezeigt wird, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern diese durch das angefochtene Urteil des kantonalen Gerichts verletzt worden sein sollen, wobei die Beschwerde insbesondere die gesetzlichen Erfordernisse der qualifizierten Rügepflicht hinsichtlich eines zulässigen Beschwerdegrundes im Sinne von Art. 95 ff. BGG nicht erfüllt,
dass deshalb, bei allem Verständnis für die Lage der Beschwerdeführerin, kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 25. Oktober 2011
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Mots-clés

social welfareadmissibilityreasoning requirementconstitutional complaintnon-entrycourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal satisfied the Federal Supreme Court's formal pleading and reasoning requirements.

Solution extraite

No; the filing did not contain a legally sufficient request or a sufficiently specific constitutional challenge based on the cantonal court's reasoning.

Motifs extraits

For appeals against cantonal-law decisions, mere violation of cantonal law is not a standalone ground. Constitutional rights must be invoked and argued in a qualified manner under Art. 42 and Art. 106 BGG. The appellant failed to do so.

Question juridique clé

Whether the Federal Supreme Court should enter into the appeal.

Solution extraite

No; the appeal was manifestly inadmissible and no valid remedy had been filed.

Motifs extraits

Because the pleading requirements were not met, the court could not examine the merits and had to refuse entry under the summary procedure of Art. 108 BGG.

Question juridique clé

Whether court costs should be charged.

Solution extraite

No; the court waived costs in view of the circumstances.

Motifs extraits

Art. 66(1) sentence 2 BGG allows the court to refrain from charging costs where justified by the circumstances.

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