Non-entry due to insufficient reasoning in social insurance appeal

8C_447/2012Tribunal fédéral / IVe division de droit public5 juil. 2012Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appeal against the Federal Administrative Court's decision in an invalidity insurance case was manifestly inadmissible because it failed to meet the statutory reasoning requirements. The filing largely repeated earlier pleadings and contained only appellatory criticism, without showing any violation of law or decisive factual error. The court therefore issued a non-entry decision without granting time to cure the defect and ordered the appellant to pay CHF 300 in court costs.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 1-2, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; admissibility of a federal appeal and consequences of insufficient reasoning. The appeal must, in concise form, address the decisive reasons of the challenged judgment and show, with specific argumentation, which provisions or rights were violated; mere appellatory criticism, repetition of prior pleadings, or abstract assertions of a different assessment of evidence do not satisfy the statutory burden of substantiation (consid. 1). Where the deficiency is manifest, the court may refuse to enter without setting a cure period. Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG (consid. 2).

Texte intégral

{T 0/2}
8C_447/2012

Urteil vom 5. Juli 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
V.________, vertreten durch Advokat Francisco José Vazquez Bürger,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle für Versicherte im Ausland,
avenue Edmond-Vaucher 18, 1203 Genf,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts vom 13. April 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde des V.________ vom 28. Mai 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts, Abteilung III, vom 13. April 2012,

in Erwägung,
dass die Beschwerde nach Art. 82 ff. BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG); Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften bzw. Rechte und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287); eine rein appellatorische Kritik genügt nicht (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.; s. a. Laurent Merz, in: Basler Kommentar zum Bundesgerichtsgesetz, 2. Aufl. 2011, N. 53 sowie 56 f. zu Art. 42 BGG und dortige weitere Hinweise),
dass im vorliegenden Fall die Beschwerde des Versicherten den vorgenannten Erfordernissen offensichtlich nicht gerecht wird, indem sie sich mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungspflicht genügenden Weise auseinandersetzt, wobei in diesem Zusammenhang auch zu berücksichtigen ist,
dass die beim Bundesgericht eingereichte Rechtsschrift weitgehend appellatorische Kritik aufweist und bezüglich des materiellen Gehalts der Begründung praktisch ausschliesslich Wiederholungen der Beschwerde und der Replik enthält, welche der Rechtsvertreter des Beschwerdeführers schon vor dem Bundesverwaltungsgericht eingereicht hat (BGE 134 II 244 E. 2.1 ff. S. 245 ff.), wobei die Begründung in weiten Teilen wörtlich der bereits vor dem erstinstanzlichen Gericht erhobenen Beschwerde entspricht,
dass der Beschwerdeführer zwar mit den neu eingefügten Ausführungen namentlich "Diskrepanzen" zwischen ihm und der Beschwerdegegnerin geltend macht und dabei eine nach seiner Auffassung zutreffendere Beweiswürdigung erwähnt, ohne indessen in konkreter und hinreichend substanziierter Weise aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. - soweit überhaupt beanstandet - eine entscheidwesentliche, offensichtlich unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte,
dass deshalb auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass dem Verfahrensausgang entsprechend die Gerichtskosten dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Bundesverwaltungsgericht und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 5. Juli 2012

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Mots-clés

inadmissibilityreasoning requirementappellate criticismsocial insurancecourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal satisfied the Federal Supreme Court's reasoning requirements.

Solution extraite

No. The appeal did not engage with the decisive reasons of the lower court in a legally sufficient manner.

Motifs extraits

Under Art. 42 paras. 1-2 BGG, the appellant must explain concisely how the challenged decision violates law; merely repetitive or appellatory submissions are insufficient. The filing mainly repeated prior pleadings and did not substantiate any legal error or clearly erroneous factual finding.

Question juridique clé

Whether a remedy period for improvement had to be set.

Solution extraite

No. The appeal was manifestly inadmissible, so no improvement period was required.

Motifs extraits

For clearly inadmissible submissions, the court may decline to enter without setting a deadline to cure defects.

Question juridique clé

Allocation of court costs.

Solution extraite

Court costs were charged to the appellant.

Motifs extraits

Costs follow the outcome of the proceedings under Art. 66 para. 1 BGG.

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