Late and defective federal appeal in social assistance case

8C_297/2013Tribunal fédéral / IVe division de droit public23 avr. 2013Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

M. and S. sought to challenge a Zurich administrative court judgment concerning social assistance, after that court had partially upheld their complaint and granted legal aid. They sent an initial announcement of appeal on 20 March 2013, but no proper federal appeal was filed within the deadline, which expired on 22 March 2013. A later filing of 19 April 2013, including counsel’s submission of 12 April 2013, was also late. The Federal Court held that the appeal was time-barred and that the 20 March filing also failed the formal requirements for a federal appeal. It therefore refused to enter into the matter and waived court costs.

Regeste Omnilex

Art. 100 Abs. 1, Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG; Fristversäumnis und Formmangel der Beschwerde. Wird innert der gesetzlichen Beschwerdefrist keine rechtsgenügliche Eingabe eingereicht, ist auf spätere Rechtsschriften wegen Verspätung nicht einzutreten. Eine als blosse Ankündigung oder ungenügend begründete Eingabe erfüllt die Anforderungen von Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG nicht und kann nicht als Beschwerde behandelt werden. Im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG ist auf offensichtlich unzulässige Eingaben nicht einzutreten; die Kosten können ausnahmsweise erlassen werden (consid. 1-3).

Texte intégral

{T 0/2}
8C_297/2013

Urteil vom 23. April 2013
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Leuzinger, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
M._________ und S._________,
vertreten durch Rechtsanwalt Emil Robert Meier,
Beschwerdeführer,

gegen

Stadt Uster,
vertreten durch die Sozialhilfebehörde, Bahnhofstrasse 17, 8610 Uster,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich
vom 7. Februar 2013.

In Erwägung,
dass das Verwaltungsgericht des Kantons Zürich mit Entscheid vom 7. Februar 2013 u.a. eine Beschwerde des M._________ und der S._________ gegen den Beschluss des Bezirksrats Uster vom 3. September 2012 teilweise gutgeheissen und den Beschwerdeführern die unentgeltliche Verbeiständung gewährt hat; im Übrigen hat das Verwaltungsgericht die Beschwerde abgewiesen,
dass M._________ und S._________ dagegen mit Eingabe vom 20. März 2013 (Poststempel) an das Bundesgericht gelangt sind, worin sie - unter Beilage verschiedener Unterlagen als Beweismittel - eine Beschwerde angekündigt haben, die ihr "Anwalt Herr R. Meier rechtzeitig gegen oben erwähntes Urteil erheben wird",
dass beim Bundesgericht innerhalb der Rechtsmittelfrist, die am 22. März 2013 abgelaufen ist (vgl. Art. 100 Abs. 1 BGG; Art. 44-48 BGG), keine Beschwerde - insbesondere nicht von Rechtsanwalt Meier - eingegangen ist, weshalb das Gericht die Eingabe vom 20. März 2013 (Poststempel) an M._________ und S._________ zurückgesandt hat (Mitteilung vom 2. April 2013),
dass M._________ und S._________ dem Bundesgericht mit Eingabe vom 19. April 2013 eine "Beschwerde (ihres) Anwaltes (Herr Meier) samt .. Dokumentation", d.h. dessen Eingabe vom 12. April 2013, zusenden,
dass diese Eingaben offensichtlich nicht innert der 30tägigen Rechtsmittelfrist (Art. 100 Abs. 1 BGG; Art. 44-48 BGG) und damit verspätet eingereicht worden sind, weshalb darauf nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht eingetreten werden kann,
dass überdies die Eingabe vom 20. März 2013 - entgegen dem, was Rechtsanwalt Meier in seiner Eingabe vom 12. April 2013 anzunehmen scheint - den in Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG statuierten Formerfordernissen offensichtlich nicht zu genügen vermag, weshalb sie nicht "als Beschwerde zu behandeln" ist (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass demzufolge auf die Eingaben infolge offensichtlicher Unzulässigkeit im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Eingaben vom 20. März und vom 12. bzw. 19. April 2013 wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich und dem Bezirksrat Uster schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 23. April 2013
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Die Präsidentin: Leuzinger

Der Gerichtsschreiber: Batz

Mots-clés

social assistancedeadlineformal requirementsnon-entrylate filingcourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the federal submissions of 20 March, 12 April, and 19 April 2013 were admissible despite the appeal deadline.

Solution extraite

The submissions were filed after the 30-day deadline and were therefore inadmissible.

Motifs extraits

The deadline expired on 22 March 2013; no proper appeal was filed within time, and later submissions were manifestly late.

Question juridique clé

Whether the 20 March 2013 submission satisfied the formal requirements of a federal appeal.

Solution extraite

It did not satisfy the formal requirements and could not be treated as an appeal.

Motifs extraits

The filing clearly failed to meet the requirements of Art. 42 paras. 1 and 2 BGG.

Question juridique clé

Whether court costs should be charged in the federal proceedings.

Solution extraite

No court costs were charged due to the circumstances.

Motifs extraits

The court exercised its discretion to waive costs under the applicable provision.

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