Non-entry for insufficiently reasoned social insurance appeal

8C_248/2012Tribunal fédéral / IVe division de droit public5 avr. 2012Inadmissible

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Résumé

K.________ appealed a cantonal Bern decision in an invalidity-insurance matter, but her filings of 5 and 19 March 2012 lacked both a clear request and a sufficient reasoned challenge to the cantonal reasoning. The Federal Court held that the appeal did not satisfy Art. 42 BGG and that no further time limit for correction was to be granted after expiry of the appeal period. It therefore refused to enter into the appeal under Art. 108 para. 1 lit. b BGG and waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG; form requirements for federal appeals and non-entry for insufficient reasoning. A federal appeal must contain specific requests and, in condensed form, arguments showing how the challenged decision violates law; the appellant must engage with the reasoning of the lower court in a concrete and substantiated manner. Mere criticism or repetition of earlier positions is insufficient. If these minimum requirements are not met and the defect is not cured within the appeal period, the appeal is manifestly inadmissible. In the case of obvious inadmissibility under Art. 108 BGG, no additional grace period need be set. The waiver of court costs remains possible in exceptional circumstances under Art. 66 para. 1 second sentence BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
8C_248/2012

Urteil vom 5. April 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
K.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle Bern,
Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 27. Januar 2012.
Nach Einsicht
in die Beschwerde der K.________ vom 5. März 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 27. Januar 2012,
in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 7. März 2012 betreffend fehlende Beilage (vorinstanzlicher Entscheid) und betreffend Gültigkeitsanforderungen an Beschwerden sowie bezüglich Rechtsmittelfrist und Frage der Dossiereröffnung,
in die dem Bundesgericht am 19. März 2012 (Poststempel) zugestellte Eingabe nebst Nachreichung des angefochtenen Entscheides,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.),
dass die Eingaben der Beschwerdeführerin vom 5. und 19. März 2012 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügen, da sie kein Begehren und auch keine ausreichende Begründung enthalten, indem sich die Versicherte nicht in konkreter und hinreichend substanziierter Weise mit den entscheidenden Erwägungen der Vorinstanz auseinandersetzt und namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht mit seinen Erwägungen im Sinne von Art. 95 f. BGG Recht verletzt bzw. - soweit überhaupt beanstandet - den Sachverhalt gemäss Art. 97 Abs. 1 BGG qualifiziert unrichtig oder als auf einer Rechtsverletzung beruhend festgestellt haben sollte,
dass deshalb - trotz der von der Beschwerdeführerin vorgenommenen Nachreichung des angefochtenen vorinstanzlichen Entscheides - kein gültiges Rechtsmittel erhoben worden ist, obwohl das Bundesgericht insbesondere auf die Formerfordernisse von Rechtsmitteln und die nur innert der Beschwerdefrist noch bestehende Verbesserungsmöglich-keit bezüglich der mangelhaften Eingabe am 7. März 2012 ausdrücklich hingewiesen hat,
dass somit - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - auf die offensichtlich unzulässige Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass es sich bei den gegebenen Verhältnissen rechtfertigt, von der Erhebung von Gerichtskosten für das bundesgerichtliche Verfahren umständehalber abzusehen (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 5. April 2012

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

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