Non-entry for insufficiently reasoned social insurance appeal

8C_187/2012Tribunal fédéral / IVe division de droit public29 mars 2012Inadmissible

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Résumé

The appellant challenged a Bern cantonal court decision in an invalidity insurance matter, but his filing did not sufficiently address the reasoning of the lower court, especially the finding that no credible change in health status had been shown. After the Federal Court had already warned him about the formal requirements and the possibility of correction within the appeal period, the defective submissions still failed to meet Art. 42 BGG. The president therefore issued a simplified non-entry decision under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG and waived court costs.

Regest

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG; insufficiency of reasoning in a federal appeal. An appeal must contain specific requests and a reasoned submission showing, in a concise manner, which legal errors the challenged decision allegedly commits; this requires a concrete engagement with the decisive reasoning of the lower court. Mere criticism of evidence or repetition of contrary medical opinions does not satisfy the duty to reason if the appellant does not explain the alleged violation of federal law or manifestly erroneous fact-finding. If the defect is not cured within the appeal period despite a warning, the appeal is not entered into without granting an additional cure period. In such cases, costs may exceptionally be waived under the circumstances.

Texte intégral

{T 0/2}
8C_187/2012

Urteil vom 29. März 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
N.________,
vertreten durch Dr. med. Q.________,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle Bern,
Chutzenstrasse 10, 3007 Bern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern
vom 2. Februar 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 25. Februar 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 2. Februar 2012,
in die Mitteilung des Bundesgerichts vom 28. Februar 2012, worin auf die gesetzlichen Formerfordernisse von Beschwerden hinsichtlich Begehren und Begründung sowie auf die nur innert der Rechtsmittelfrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit hingewiesen worden ist,
in die daraufhin dem Bundesgericht am 29. Februar 2012 zugestellte Eingabe (Poststempel),

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt; dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person konkret mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids auseinandersetzt (BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f.),
dass die Eingaben des Beschwerdeführers vom 25. und 29. Februar 2012 diesen Mindestanforderungen offensichtlich nicht genügen, weil eine konkrete Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen vorinstanzlichen Entscheides, insbesondere bezüglich der fehlenden Glaubhaftmachung einer Veränderung des Gesundheitszustandes und der damit bestätigten Nichteintretensverfügung der Verwaltung vom 13. Januar 2011, gänzlich fehlt,
dass der Beschwerdeführer zwar gegenüber dem im vorinstanzlichen Entscheid als massgebend erachteten medizinischen Gutachten verschiedene Einwendungen vorbringt bzw. andere ärztliche Meinungsäusserungen erwähnt, die nach seiner Auffassung eine zutreffendere Beweiswürdigung wiedergeben, ohne indessen in konkreter und hinreichend substanziierter Weise aufzuzeigen, inwiefern das kantonale Gericht eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG resp. eine entscheidwesentliche, offensichtlich unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte (vgl. dazu statt vieler: Urteile 8C_876/2011 vom 6. Januar 2012, 8C_511/2011 vom 4. August 2011, 8C_303/2011 vom 23. Mai 2011 und 6B_836/2010 vom 4. Februar 2011 mit Hinweisen),
dass deshalb namentlich keine hinreichende Begründung und daher kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, obwohl das Bundesgericht in der Mitteilung vom 28. Februar 2012 auf die Formerfordernisse von Rechtsmitteln und die nur innert der Beschwerdefrist noch bestehende Verbesserungsmöglichkeit bezüglich der mangelhaften Eingabe vom 25. Februar 2012 ausdrücklich hingewiesen hat,
dass somit - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247) - auf die Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass auf die Erhebung von Gerichtskosten umständehalber verzichtet wird (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Bern und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 29. März 2012
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Mots-clés

invalidity insuranceappeal admissibilityreasoning requirementnon-entrysimplified procedurecourt costs