Inadmissibility for insufficient reasoning in social insurance appeal

8C_156/2012Tribunal fédéral / IVe division de droit public2 mars 2012Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

H.________, represented by DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG, appealed to the Federal Supreme Court against a judgment of the Lucerne cantonal social insurance court in an unemployment insurance matter. The president, applying the simplified procedure, held that the appeal did not satisfy the statutory reasoning requirements: it failed to engage with the decisive considerations of the lower court and merely repeated earlier arguments or made general denials. Any new submissions were inadmissible. The alternative request to stay the proceedings was likewise not heard. The appeal was not entered into, and court costs of CHF 300 were charged to the appellant.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG, Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Begründungsanforderungen der Beschwerde an das Bundesgericht: Das Rechtsmittel hat sich in gedrängter Form mit den für den angefochtenen Entscheid massgeblichen Erwägungen auseinanderzusetzen und darzulegen, inwiefern Bundesrecht verletzt sein soll; blosse appellatorische Kritik, pauschale Bestreitungen oder Verweisungen auf frühere Rechtsschriften genügen nicht (E. 2). Unzulässige Noven bleiben unberücksichtigt. Fehlt eine hinreichende Begründung offensichtlich, ist im vereinfachten Verfahren ohne Nachfrist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Ein eventualiter gestelltes Sistierungsbegehren unterliegt denselben formellen Anforderungen und ist bei deren Nichterfüllung ebenfalls unzulässig. Unterliegende Partei trägt die Kosten nach Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
8C_156/2012

Urteil vom 2. März 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Verfahrensbeteiligte
H.________,
vertreten durch DAS Rechtsschutz-Versicherungs-AG,
Beschwerdeführer,

gegen

Dienststelle für Wirtschaft und Arbeit Luzern (wira), Bürgenstrasse 12, 6005 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern
vom 17. Januar 2012.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 14. Februar 2012 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 17. Januar 2012,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung zu enthalten hat, wobei in der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt, ansonsten auf das Rechtsmittel nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG); Art. 95 ff. BGG nennen dabei die vor Bundesgericht zulässigen Beschwerdegründe,
dass dabei konkret auf die für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften bzw. Rechte und weshalb sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 134 V 53 E. 3.3 S. 60 und 133 IV 286 E. 1.4 S. 287); eine rein appellatorische Kritik genügt ebenso wenig (vgl. BGE 136 I 65 E. 1.3.1 S. 68 und 134 II 244 E. 2.1 f. S. 245 f.) wie blosse Verweisungen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399 f.; 133 III 384 E. 2.3 S. 387 f.; 130 I 290 E. 4.10 S. 302),
dass sich der Beschwerdeführer in seiner Eingabe vom 14. Februar 2012 mit den für das Ergebnis des angefochtenen Entscheids massgeblichen Erwägungen der Vorinstanz nicht in einer den gesetzlichen Anforderungen an die Begründungspflicht genügenden Weise auseinandersetzt, indem er namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht in seinen Erwägungen eine Rechtsverletzung gemäss Art. 95 f. BGG bzw. eine entscheidwesentliche, offensichtlich unrichtige oder unvollständige Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte,
dass hieran auch der blosse Verweis auf die vorinstanzliche Beschwerde bzw. die blosse pauschale Bestreitung des vorinstanzlichen Sachverhalts nichts ändert, weil dies praxisgemäss keine genügende Begründung eines Rechtsmittels darstellt (vgl. statt vieler Urteile 5A_13/2012 vom 10. Januar 2012, 5A_57/2012 vom 23. Januar 2012 und 5A_126/2012 vom 8. Februar 2012),
dass auf unzulässige Noven nicht einzugehen ist (Art. 99 BGG),
dass somit auf die offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende Beschwerde - ohne Ansetzung einer Nachfrist zur Ergänzung bzw. Verbesserung (BGE 134 II 244 E. 2.4 S. 247 f.) - in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht eingetreten werden kann,
dass ebenso auf das eventualiter gestellte Sistierungsbegehren nicht einzutreten ist (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG; Art. 6 Abs. 1 BZP in Verbindung mit Art. 71 BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 2. März 2012
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Batz

Mots-clés

inadmissibilityreasoning requirementappeal formnew factssimplified procedurecourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal met the Federal Supreme Court's reasoning requirements under Art. 42 and 108 BGG

Solution extraite

No. The appeal did not engage with the decisive reasoning of the cantonal judgment and did not show any violation of federal law or manifestly incorrect factual findings.

Motifs extraits

The filing contained only general assertions, references to the lower-court appeal, and blanket factual denials. Such appellate criticism and mere references are insufficient; new inadmissible submissions are disregarded.

Question juridique clé

Whether the request to stay proceedings should be entertained

Solution extraite

No. The subsidiary stay request was also procedurally inadmissible.

Motifs extraits

The stay request did not satisfy the formal requirements of Art. 42 BGG and Art. 6 para. 1 BZP in conjunction with Art. 71 BGG.

Question juridique clé

Court costs

Solution extraite

Costs were imposed on the losing appellant.

Motifs extraits

As the appellant failed, he had to bear the court costs under Art. 66 para. 1 BGG.

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