Non-entry for querulous appeal in social assistance case

8C_132/2012Tribunal fédéral / IVe division de droit public9 mars 2012Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The appellant sought Federal Court review of a Basel-Stadt social assistance matter, although the disputed accounting had already been corrected and the amount paid. The Federal Court held that no current protectable interest remained and that the attempt to construct one was manifestly abusive and querulous. It therefore did not enter on the complaint under the simplified procedure. The request for free legal aid was rejected as the complaint lacked any prospect of success, and court costs of CHF 300 were imposed on the appellant.

Regeste Omnilex

Art. 108 Abs. 1 lit. c, Art. 42 Abs. 7 BGG; admissibility of a complaint lacking current legal interest and filed in an abusive manner. A remedy before the Federal Court presupposes a concrete, present grievance and a protectable interest. If the challenged measure has been corrected and the complained-of detriment extinguished, the basis of the appeal falls away; abstract or preventive review is excluded, save for special exceptions. Eingaben of manifestly querulous or abusive nature may be dealt with by the division president in the simplified procedure without further proceedings. Free legal aid is refused where the appeal is hopeless; costs follow the outcome under Art. 66 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
8C_132/2012

Urteil vom 9. März 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
S.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Sozialhilfe Basel-Stadt,
Klybeckstrasse 15, 4057 Basel,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt
vom 25. November 2011.

Erwägungen:

1.
S.________ erhebt am 1. Februar 2012 Beschwerde gegen den Entscheid des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht vom 25. November 2011.

2.
Gemäss Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG entscheidet der Präsident der Abteilung im vereinfachten Verfahren über Nichteintreten auf querulatorische oder rechtsmissbräuchliche Beschwerden. Die Regelung entspricht derjenigen von Art. 36a Abs. 2 des bis Ende 2006 geltenden Bundesgesetzes vom 16. Dezember 1943 über die Organisation der Bundesrechtspflege (Bundesrechtspflegegesetz, OG [BS 3 531]). Der Gesetzgeber wollte das Bundesgericht von jeglicher Art von mutwilliger, trölerischer oder sonst wie rechtsmissbräuchlicher Prozessführung entlasten. Die Anrufung des Bundesgerichts muss auf den Schutz berechtigter Interessen abzielen. Das Gericht soll Eingaben, die ihrer Art nach keinen Rechtsschutz verdienen, für unzulässig erklären können und darauf nicht eintreten müssen (BGE 118 II 87 E. 4 S. 89; 118 IV 291, je zu Art. 36a Abs. 2 OG).

3.
Wie bereits vom kantonalen Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt als erstangerufene Rechtsmittelinstanz im Entscheid vom 18. Januar 2011 erklärt und später vom Appellationsgericht einlässlich erörtert (Entscheid vom 25. November 2011), fehlte es dem Beschwerdeführer bereits zum Zeitpunkt der Rekurserhebung an einem schutzwürdigen Interesse, da die beanstandete Abrechnung vom 1. Oktober 2010 bereits korrigiert und der fragliche Betrag überwiesen worden war; damit erwiesen sich auch die in diesem Zusammenhang getätigten Aufwendungen des Beschwerdeführers offenkundig als unbegründet. Er scheint auszublenden, dass Ausgangspunkt eines Rechtsmittelverfahrens, abgesehen von hier nicht interessierenden Ausnahmen, stets eine Verfügung sein muss, die den Rechtsuchenden konkret beschwert. Fällt dies weg, ist einer allfälligen Beschwerde die Grundlage entzogen. Rechtsprechung auf Vorrat gibt es nicht. Deshalb ändert die blosse Möglichkeit einer späteren erneuten Anrechnung einer Rückerstattungsschuld in einer Abrechnungsverfügung nichts.
Wenn er angesichts dieser klaren Sach- und Rechtslage als ausgebildeter Jurist beim Bundesgericht auf 32 Seiten in äusserst weitläufiger Weise ein schutzwürdiges Interesse an der Rekurs- und späteren Beschwerdeerhebung zu konstruieren versucht, kann dies mit Blick auf die gesamten Umstände lediglich als offensichtlich mutwillig bzw. querulatorisch (Art. 42 Abs. 7 BGG) bezeichnet werden.

4.
Die Angelegenheit wird im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG und ohne Zwischenentscheid über das letztinstanzlich gestellte Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege direkt mit Endentscheid erledigt, wobei das Gesuch wegen aussichtsloser Beschwerdeführung abzuweisen ist.

5.
Die Gerichtskosten werden gemäss Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG entsprechend dem Ausgang des Verfahrens dem Beschwerdeführer auferlegt.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 9. März 2012
Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Grünvogel

Mots-clés

social assistanceadmissibilitylegal interestquerulous appealabuse of rightsfree legal aidcourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the complaint was admissible despite lack of a current protectable interest and querulous character.

Solution extraite

The Federal Court declined to enter on the complaint because the appellant lacked a legally protected interest and the filing was manifestly querulous and abusive.

Motifs extraits

A remedy requires a concrete current grievance; once the contested accounting was corrected and paid, the basis for review fell away. The extensive attempt to manufacture interest was therefore abusive under Art. 42(7) BGG.

Question juridique clé

Whether legal aid should be granted in light of the complaint's prospects of success.

Solution extraite

Legal aid was denied because the complaint had no prospect of success.

Motifs extraits

Since the complaint was abusive and inadmissible, the request for free legal aid necessarily failed.

Question juridique clé

How the court costs should be allocated.

Solution extraite

Court costs were imposed on the appellant.

Motifs extraits

Costs follow the outcome of the proceedings under Art. 66 BGG.

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