No entry for deficient social insurance appeal

8C_1041/2009Tribunal fédéral / IVe division de droit public15 janv. 2010Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appeal in unemployment insurance was inadmissible because the appellant failed to comply with the federal requirements for a reasoned appeal. She did not meaningfully engage with the cantonal judgment or explain any legal error, despite having been warned that a correction was only possible within the appeal period. The Court therefore refused to enter into the matter in simplified proceedings and waived court costs exceptionally.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 1 and 2 BGG; admissibility of a federal appeal depends on proper requests and a reasoned challenge of the contested decision. The appellant must, at least briefly, engage with the reasoning of the lower-court judgment and indicate in a concrete manner which legal norms were infringed or why the factual findings are manifestly incorrect (Art. 97 Abs. 1 BGG). Bare, unspecific objections do not satisfy the duty to state reasons. If these requirements are lacking, the appeal is not entered into under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Court costs may exceptionally be waived under Art. 66 Abs. 1 sentence 2 BGG (consid. 1).

Texte intégral

{T 0/2}
8C_1041/2009

Urteil vom 15. Januar 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Batz.

Parteien
M.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Dienststelle für Wirtschaft und Arbeit Luzern (wira), Stab Recht, Bürgenstrasse 12, 6005 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Arbeitslosenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern vom 16. November 2009.

Nach Einsicht
in die Beschwerde der M.________ vom 10. Dezember 2009 (Poststempel) gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, vom 16. November 2009,
in die Mitteilung des Bundesgerichts an M.________ vom 11. Dezember 2009, wonach die Beschwerde die gesetzlichen Formerfordernisse nicht zu erfüllen scheine und eine Verbesserung nur innert der Beschwerdefrist möglich sei,
in die daraufhin von der Versicherten dem Bundesgericht am 15. Dezember 2009 zugesandte Eingabe,

in Erwägung,
dass ein Rechtsmittel gemäss Art. 42 Abs. 1 BGG unter anderem die Begehren und deren Begründung mit Angabe der Beweismittel zu enthalten hat, wobei im Rahmen der Begründung in gedrängter Form darzulegen ist, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt (Art. 42 Abs. 2 BGG); die Vorbringen müssen sachbezogen sein, damit aus der Beschwerdeschrift ersichtlich ist, in welchen Punkten und weshalb der angefochtene Entscheid beanstandet wird (BGE 131 II 449 E. 1.3 S. 452; 123 V 335 E. 1 S. 337 f. mit Hinweisen); dies setzt voraus, dass sich die Beschwerde führende Person wenigstens kurz mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheides auseinandersetzt (BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245 f. mit weiteren Hinweisen),
dass sich die Beschwerdeführerin in ihren Eingaben an das Bundesgericht mit den Erwägungen des vorinstanzlichen Entscheides nicht in einer den vorerwähnten Anforderungen genügenden Weise auseinandersetzt, indem sie namentlich weder rügt noch aufzeigt, inwiefern das kantonale Gericht eine Rechtsverletzung bzw. eine qualifiziert fehlerhafte Sachverhaltsfeststellung im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG begangen haben sollte, woran auch die unsubstanziiert vorgebrachten Einwendungen bezüglich des guten Glaubens nichts ändern,
dass deshalb kein gültiges Rechtsmittel eingereicht worden ist, obwohl das Bundesgericht die Beschwerdeführerin auf die Formerfordernisse des Rechtsmittels und die nur innert der Beschwerdefrist noch mögliche Verbesserung desselben eigens hingewiesen hat,
dass es der Beschwerdeführerin frei steht, sich bezüglich der von ihr sinngemäss geltend gemachten Zahlungsschwierigkeiten für die Rückleistungsmodalitäten an die Verwaltung zu wenden,
dass demnach im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten ausnahmsweise verzichtet wird,

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Verwaltungsgericht des Kantons Luzern, Sozialversicherungsrechtliche Abteilung, und dem Staatssekretariat für Wirtschaft schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 15. Januar 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Batz

Mots-clés

inadmissibilityreasoned appealformal requirementsunemployment insurancecourt costssimplified procedure

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal complied with the formal requirements of Art. 42 BGG.

Solution extraite

The filing did not set out specific objections against the cantonal decision and did not show any legal violation, so it was not a valid appeal.

Motifs extraits

An appeal must contain requests and reasons and must engage with the challenged decision. The appellant did not address the cantonal court's reasoning in a substantiated way; vague good-faith arguments did not cure this defect.

Question juridique clé

Whether court costs should be charged despite the inadmissibility of the appeal.

Solution extraite

Court costs were exceptionally waived.

Motifs extraits

Under Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG, the court declined to levy costs in this case.

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