Non-entry for insufficiently reasoned social assistance complaint

8C_1034/2010Tribunal fédéral / IVe division de droit public22 déc. 2010Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court did not enter into the appellant's complaint against a cantonal social assistance decision. It held that, since the case concerned cantonal welfare law, the appellant had to show a violation of constitutional rights; his filing merely criticized the decision as unfair and did not satisfy the strict reasoning requirements. The Court therefore dealt with the matter in simplified procedure and waived court costs.

Regeste Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 106 Abs. 2 und Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; Begründungsanforderungen der Beschwerde gegen einen auf kantonalem Sozialhilferecht beruhenden Entscheid. Wird einzig kantonales Recht angewendet, genügt eine allgemeine Kritik an der Unbilligkeit des Entscheids nicht; vielmehr ist darzulegen, welche verfassungsmässigen Rechte inwiefern verletzt sein sollen. Ein bloss appellatorisches Vorbringen vermag die qualifizierten Rügeanforderungen nicht zu erfüllen und führt zum Nichteintreten im vereinfachten Verfahren. Unter den gegebenen Umständen kann von der Erhebung von Gerichtskosten abgesehen werden (Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG).

Texte intégral

{T 0/2}
8C_1034/2010

Urteil vom 22. Dezember 2010
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
P.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Gemeinderat M.________,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Sozialhilfe (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 27. Oktober 2010.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 11. Dezember 2010 gegen den Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Aargau vom 27. Oktober 2010,

in Erwägung,
dass das kantonale Verwaltungsgericht im angefochtenen Entscheid den Beschwerdeführer in Abänderung des Beschlusses des Gemeinderats M.________ vom 8. Februar 2010 anwies, spätestens per 1. Juli 2011 eine Wohnung mit einem Mietzins inkl. Nebenkosten in der Höhe von maximal Fr. 1'150.- monatlich zu beziehen und innert gleicher Frist die von ihm und seinen Kindern zur Zeit bewohnte, in seinem Eigentum befindliche Liegenschaft zu veräussern oder kostendeckend zu vermieten, ansonsten bei der Berechnung des Sozialhilfebedarfs lediglich noch ein Mietzins in der besagten Höhe angerechnet und die Liegenschaft als Vermögen berücksichtigt würde,
dass dieser Entscheid gestützt auf kantonales Sozialhilferecht ergangen ist, weshalb es gemäss Art. 42 Abs. 2 in Verbindung mit Art. 106 Abs. 2 BGG am Beschwerdeführer liegt, darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid gegen verfassungsmässige Rechte verstossen soll (BGE 134 I 313 E. 315; 133 II 249 E. 1.4.2 S. 254),
dass dabei die Verletzung blossen kantonalen Rechts keinen selbständigen Beschwerdegrund darstellt (vgl. Art. 95 BGG),
dass der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid zwar als ungerecht kritisiert und um letztinstanzliche Überprüfung ersucht, ohne indessen aufzuzeigen, inwiefern die Vorinstanz mit der angedrohten Kürzung des Sozialhilfeanspruchs insbesondere bei unterbliebenen Vollzug der Vermietung oder des Verkaufs der Liegenschaft gegen verfassungsmässige Rechte verstossen haben soll,

dass dieser Begründungsmangel offensichtlich ist, weshalb über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG zu entscheiden ist,
dass unter den gegebenen Verhältnissen in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 Satz 2 BGG auf die Erhebung von Gerichtskosten verzichtet wird,
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Gerichtskosten erhoben.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Verwaltungsgericht des Kantons Aargau schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 22. Dezember 2010

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Ursprung Grünvogel

Mots-clés

social welfarenon-entryreasoning requirementsconstitutional complaintcourt costssimplified procedure

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the complaint met the Federal Supreme Court's reasoning requirements for alleging constitutional violations against a cantonal social assistance decision.

Solution extraite

The complaint was not sufficiently reasoned; it failed to explain which constitutional rights were violated by the threatened reduction of social assistance.

Motifs extraits

Because the decision rested on cantonal social welfare law, the appellant had to invoke and substantiate constitutional violations under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG. Mere criticism of the decision and a request for review was insufficient.

Question juridique clé

Whether court costs should be charged in the simplified non-entry procedure.

Solution extraite

No court costs were imposed in view of the circumstances.

Motifs extraits

The court applied Art. 66(1) second sentence BGG and waived fees.

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