Six-month post-deletion period for bankruptcy proceedings upheld

7B.73/2003Tribunal fédéral / IIe division pénale25 juin 2003Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court rejected a debt-enforcement complaint against a bankruptcy warning. It held that the debtor, formerly registered as a GmbH member and manager, remained subject to bankruptcy proceedings for six months after the publication of his deletion from the commercial register. Because the creditor requested continuation within that period, the office correctly proceeded by bankruptcy rather than by attachment. The Court also found no reviewable violation in the supervisory authority’s refusal to deal further with complaints about the replacement of the bankruptcy warning and related costs. The complaint was dismissed insofar as it was admissible.

Regeste Omnilex

Art. 39 Abs. 1 Ziff. 5, Art. 40 SchKG; commercial-register deletion and six-month post-publication effect: a debtor entered as a managing member of a GmbH remains subject to bankruptcy enforcement for six months after publication of the deletion in the SHAB. If the creditor files the continuation request within that period, enforcement must proceed by bankruptcy. The decisive date is the publication date, not the debtor’s private assertion of changed status. A complaint challenging the manner of continuation fails where the statutory post-effect applies and the complainant does not demonstrate a legally protected interest in objections to the replacement of a bankruptcy warning or to ancillary cost items (consid. 2.2–2.3).

Texte intégral

{T 0/2}
7B.73/2003 /min

Urteil vom 25. Juni 2003
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung
Bundesrichterin Escher, Präsidentin,
Bundesrichter Meyer, Bundesrichterin Hohl,
Gerichtsschreiber Levante.

Parteien
N.________, Beschwerdeführer,

gegen

Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern, Hochschulstrasse 17, Postfach 7475, 3001 Bern.

Gegenstand
Konkursandrohung,

SchKG-Beschwerde gegen den Entscheid der Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern vom 11. März 2003 (Nr. 61/03).

Die Kammer zieht in Erwägung:
1.
Das Betreibungs- und Konkursamt Emmental-Oberaargau, Dienststelle Signau-Trachselwald, stellte N.________ in der gegen ihn laufenden Betreibung Nr. ... am 15. Februar 2003 die Konkursandrohung vom 7. Februar 2003 zu, welche diejenige vom 3. Februar 2003 (zugestellt am 5. Februar 2003) ersetzte. N.________ erhob hiergegen mit Eingaben vom 15. und 17. Februar 2003 Beschwerde, welche die Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern mit Entscheid vom 11. März 2003 abwies.

N.________ hat den Entscheid der Aufsichtsbehörde mit Beschwerdeschrift vom 24. März 2003 (Poststempel) rechtzeitig an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen und beantragt, der angefochtene Entscheid sowie die Konkursandrohungen seien aufzuheben und das Betreibungsamt sei anzuweisen, die Betreibung auf dem Wege der Pfändung fortzusetzen.

Die Aufsichtsbehörde hat auf Gegenbemerkungen anlässlich der Akteneinsendung (Art. 80 OG) verzichtet.

Es sind keine Vernehmlassungen eingeholt worden.
2.
2.1 Der Beschwerdeführer macht im Wesentlichen geltend, er unterliege entgegen der Auffassung der Aufsichtsbehörde nicht der Konkursbetreibung, da er weder im Zeitpunkt der Zustellung des Zahlungsbefehls noch der Beseitigung des Rechtsvorschlages Mitglied einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung gewesen sei. Er sei im damals massgebenden Zeitpunkt lediglich Inhaber einer Einzelfirma gewesen, wie auch heute, so dass die Betreibung auf dem Wege der Pfändung fortzusetzen sei.
2.2 Wenn der Schuldner als geschäftsführendes Mitglied einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung im Handelsregister eingetragen war, unterliegt er, nachdem die Streichung durch das Schweizerische Handelsamtsblatt bekanntgemacht worden ist, noch während sechs Monaten der Konkursbetreibung. Stellt der Gläubiger vor Ablauf dieser Frist das Fortsetzungsbegehren, so wird die Betreibung auf dem Weg des Konkurses fortgesetzt (Art. 39 Abs. 1 Ziff. 5, Art. 40 SchKG).
Der Beschwerdeführer verkennt die Nachwirkungsfrist gemäss Art. 40 SchKG. Nach den - für die erkennende Kammer verbindlichen (Art. 63 Abs. 2 i.V.m. Art. 81 OG) - Sachverhaltsfeststellungen der Aufsichtsbehörde war der Beschwerdeführer als Gesellschafter und Geschäftsführer der X.________ GmbH mit Sitz in Signau im Handelsregister eingetragen und wurde die Löschung seiner Eigenschaft als Gesellschafter der GmbH am 23. Dezember 2002 im Schweizerischen Handelsamtsblatt publiziert. Folglich hat die Aufsichtsbehörde zu Recht geschlossen, dass der Beschwerdeführer ab dem 24. Dezember 2002 für sechs Monate, d.h. bis zum Dienstag, 24. Juni 2003, der Konkursbetreibung unterliegt (Art. 31 Abs. 2 SchKG). Aus den kantonalen Akten geht hervor, dass der Betreibungsgläubiger am 21. Januar 2003 das Fortsetzungsbegehren stellte und das den Rechtsvorschlag in Betreibung Nr. ... beseitigende Urteil vom 29. November 2002 des Gerichtspräsidenten 1 des Gerichtskreises VI Signau-Trachselwald beilegte. Wenn die Aufsichtsbehörde unter diesen Umständen zum Ergebnis gelangt ist, das Betreibungsamt habe zu Recht auf die Nachwirkung des Handelsregistereintrags abgestellt und die Betreibung auf dem Weg des Konkurses fortgesetzt, ist dies nicht zu beanstanden.
2.3 Der Beschwerdeführer wirft der Aufsichtsbehörde im Weiteren vergeblich vor, sie habe sich nicht zu den beiden Konkursandrohungen geäussert. Die Aufsichtsbehörde hat zur Rüge des Beschwerdeführers betreffend Betreibungskosten festgehalten, er sei durch den Umstand, dass das Betreibungsamt die Konkursandrohung vom 3. Februar 2003 aufgehoben und durch diejenige vom 7. Februar 2003 ersetzt hatte, nicht weiter beschwert, da in letzterer eine geringere Parteientschädigung für die Rechtsöffnung aufgeführt wurde. Der Beschwerdeführer legt indessen nicht dar (Art. 79 Abs. 1 OG), inwiefern die Aufsichtsbehörde die Regeln über die Beschwerdelegitimation (vgl. BGE 120 III 42 E. 3 S. 44) verletzt habe, wenn sie auf seine Vorbringen mangels hinreichenden Interesses nicht eingetreten ist.
3.
Nach dem Dargelegten ist die Beschwerde abzuweisen, soweit darauf überhaupt eingetreten werden kann.

Demnach erkennt die Kammer:
1.
Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit darauf einzutreten ist.
2.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungs- und Konkursamt Emmental-Oberaargau, Dienststelle Signau-Trachselwald, und der Aufsichtsbehörde in Betreibungs- und Konkurssachen für den Kanton Bern schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 25. Juni 2003
Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

debt enforcementbankruptcy warningcommercial registerGmbHsix-month periodstandingcontinuation requestattachmentbankruptcy proceedings

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the debtor was still subject to bankruptcy proceedings during the six months after publication of his deletion from the commercial register as a GmbH member/manager.

Solution extraite

Yes. The statutory six-month post-publication period applied, so bankruptcy proceedings could continue.

Motifs extraits

The debtor had been entered in the commercial register as a GmbH member and manager; his deletion was published on 2002-12-23. Under Art. 40 SchKG, read with Art. 39 Abs. 1 Ziff. 5 SchKG, he remained subject to bankruptcy enforcement until 2003-06-24. The creditor had requested continuation before expiry of that period.

Question juridique clé

Whether the supervisory authority had to address objections concerning the two bankruptcy warnings and enforcement costs.

Solution extraite

No. The debtor did not show any legally relevant interest or substantiated violation of standing rules.

Motifs extraits

The authority noted that the replacement warning contained a lower amount for legal costs, so the debtor was not further prejudiced. His complaint did not explain how the authority allegedly violated rules on complaint standing or why it should have entered further into the objections.

Poursuivez vos recherches dans ChatGPT ou Claude

Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.