Mootness of complaint after arrest was lifted

7B.48/2003Tribunal fédéral / IIe division pénale15 avr. 2003Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court’s Debt Enforcement and Bankruptcy Chamber joined two complaints concerning the same arrest enforcement. After the arrest orders had been lifted ex officio because no timely continuation request had been filed, the challenged enforcement decisions had lost their practical effect. The Court held that the complaints were therefore moot and ordered them struck out. It also noted that the complaint procedure is in principle free of charge. The appellant’s objection that the complaints should still prevent possible future enforcement errors was rejected, as the remedy cannot be used for that purpose.

Regeste Omnilex

Art. 279 Abs. 3 i.V.m. Art. 280 Ziff. 1 SchKG; mootness of complaints against arrest-execution measures after ex officio release of the arrested assets. If the arrest is lifted ex officio for lack of a timely continuation request, the contested arrest-enforcement measures cease to have practical effect; the complaints are then to be struck out as moot, since alleged procedural defects can no longer be remedied. The complaint procedure is grundsätzlich kostenlos (Art. 20a Abs. 1 SchKG). Joinder of parallel complaints is permissible where they concern the same arrest execution (Art. 72 BZP i.V.m. Art. 40 OG).

Texte intégral

{T 0/2}
7B.48/2003 7B.50/2003/bnm

Beschluss vom 15. April 2003
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung
Bundesrichterin Escher, Präsidentin,
Bundesrichter Meyer, Bundesrichterin Hohl,
Gerichtsschreiber Levante.

Parteien
A.________,
Beschwerdeführer, vertreten durch If AG,
Dienstleistungen für Soziale Sicherheit, z.H. Guido Bürle, Sandmattstrasse 2, Postfach, 4501 Solothurn,

gegen

Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs des Kantons Solothurn, Amthaus 1, 4502 Solothurn.

Gegenstand
Berechnung des Existenzminimums; Mietzinsherabsetzung,

SchKG-Beschwerden gegen die Urteile (SCBES.2003.13 und 2003.14) der Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs des Kantons Solothurn vom 7. Februar 2003.

Die Kammer hat nach Einsicht
in die beiden Eingaben vom 27. Februar 2003, mit welchen A.________ bei der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts Beschwerde gegen die Urteile SCBES.2003.13 und 2003.14 der Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs des Kantons Solothurn vom 7. Februar 2003 führt;

in die angefochtenen Urteile, mit denen die Beschwerden des Beschwerdeführers gegen die beiden Verfügungen vom 16. Oktober 2002 des Betreibungsamtes Z.________ betreffend Existenzminimumsberechnung bzw. Herabsetzung der anrechenbaren Mietkosten im zu vollziehenden Arrest (bei teilweiser Gutheissung) abgewiesen (SCBES.2003.13) bzw. vollumfänglich abgewiesen (SCBES.2003.14) wurden;

in die Gegenbemerkungen vom 3. März 2003 der Aufsichtsbehörde, welche Nichteintreten auf die Beschwerden mangels rechtlichen Interesses beantragt, weil die kantonale Steuerverwaltung als Gläubigerin den Arrest nicht prosequiert habe und der Arrestbeschlag dahingefallen sei;

in die Vernehmlassung des Betreibungsamtes vom 10. März 2003, welches (sinngemäss) ebenfalls Nichteintreten auf die Beschwerden beantragt, weil die mit Beschwerde angefochtenen Verfügungen vom 16. Oktober 2002 über den Arrestvollzug zufolge Aufhebung des Arrestes dahingefallen seien;

in die Stellungnahme des Beschwerdeführers vom 5. April 2003, der an seinem Begehren festhält;

in Erwägung,
dass den angefochtenen Entscheiden derselbe Arrestvollzug zugrunde liegt, so dass es sich im vorliegenden Fall rechtfertigt, die beiden Beschwerdeverfahren zu vereinigen und in einem Urteil zu erledigen (BGE 125 III 252 E. 1 S. 254);

dass bei Dahinfallen des Arrestes die Betreibungsbehörden die Arrestgegenstände von Amtes wegen freigeben müssen (BGE 106 III 92 E. 2 S. 93);
dass das Betreibungsamt die Arreste Nr. 78 vom 21. August 2002 und Nr. 84 vom 1. Oktober 2002 mangels rechtzeitigen Fortsetzungsbegehrens (Art. 279 Abs. 3 i.V.m. Art. 280 Ziff. 1 SchKG) mit rechtskräftigen Verfügungen vom 17. Februar 2003 von Amtes wegen aufgehoben bzw. das verarrestierte Einkommen und die verarrestierten Vermögenswerte freigegeben hat;

dass aufgrund dieser Sachlage die Beschwerden gegen die angefochtenen Urteile betreffend die Verfügungen des Betreibungsamtes über den Arrestvollzug vom 16. Oktober 2002 gegenstandslos geworden sind und die gerügten Verfahrensfehler gar nicht mehr berichtigt werden könnten (vgl. BGE 99 III 58 E. 2 S. 60);

dass daran die vom Beschwerdeführer in seiner Stellungnahme vom 5. April 2003 vorgebrachten Einwände nichts zu ändern vermögen, zumal die Beschwerde für die von ihm offenbar angestrebte Verhinderung allfälliger künftiger Fehler im Vollstreckungsverfahren nicht zur Verfügung steht;

dass sich im Übrigen die massgebenden Verhältnisse betreffend Einkommen und Notbedarf des Beschwerdeführers in einem späteren Pfändungsvollzug ohnehin ändern können;

dass somit die Beschwerde infolge Gegenstandslosigkeit abzuschreiben ist;

dass das Beschwerdeverfahren grundsätzlich kostenlos ist (Art. 20a Abs. 1 SchKG);

im Verfahren nach Art. 72 BZP i.V.m. Art. 40 OG beschlossen:

1.
Die Verfahren 7B.48/2003 und 7B.50/2003 werden vereinigt.
2.
Die Beschwerden werden infolge Gegenstandslosigkeit abgeschrieben.
3.
Dieser Beschluss wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungsamt Z.________ und der Aufsichtsbehörde für Schuldbetreibung und Konkurs des Kantons Solothurn schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 15. April 2003
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

debt enforcementarrestmootnessminimum existencerent reductionjoinderlegal interest

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the two federal complaints should be joined and decided together

Solution extraite

The two proceedings were joined because both concerned the same arrest enforcement.

Motifs extraits

They were based on the same arrest execution, so joinder was appropriate.

Question juridique clé

Whether the complaints remained justiciable after the arrest was lifted

Solution extraite

The complaints were struck out as moot because the contested arrest measures had already ceased to exist.

Motifs extraits

The arrests were lifted ex officio and the seized income and assets were released; therefore the challenged enforcement decisions no longer had practical effect and alleged procedural defects could no longer be corrected.

Poursuivez vos recherches dans ChatGPT ou Claude

Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.