Inadmissibility of unsubstantiated SchKG complaint

7B.179/2006Tribunal fédéral / IIe division pénale30 nov. 2006Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X.________ AG challenged a loss certificate arising from unsuccessful enforcement, but the Federal Supreme Court held that the complaint was insufficiently reasoned and therefore inadmissible. The court also rejected the attempt to raise constitutional grievances in this SchKG complaint. Because the filing was deemed vexatious, the appellant was ordered to pay a court fee of CHF 500. The request for suspensive effect became moot.

Regeste Omnilex

Art. 79 Abs. 1 OG; Art. 19 SchKG; Art. 43 Abs. 1 in conjunction with Art. 81 OG; Art. 20a Abs. 1 SchKG; admissibility of a SchKG complaint and substantiation requirements. A complaint to the Federal Supreme Court must briefly set out which federal rules were violated and in what respect. Mere criticism of the lower authority’s assessment is insufficient. In complaint proceedings under the Debt Enforcement and Bankruptcy Act, violations of constitutional rights cannot be invoked. Where a filing is brought without serious grounds, costs may be imposed for vexatious conduct (consid. 1-4).

Texte intégral

{T 0/2}
7B.179/2006 /blb

Urteil vom 30. November 2006
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Bundesrichter Meyer, Marazzi,
Gerichtsschreiber Levante.

Parteien
X.________ AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

Kantonsgericht Schwyz als obere kantonale Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs, Präsidium, Postfach 2265, 6431 Schwyz.

Gegenstand
Verlustschein,

SchKG-Beschwerde gegen die Verfügung des Präsidenten des Kantonsgerichts Schwyz als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs (2. Rekurskammer) vom 18. September 2006 (RK2 2006 77).

Die Kammer hat nach Einsicht
in die Verfügung des Präsidenten des Kantonsgerichts Schwyz als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs vom 18. September 2006, mit welcher auf die Beschwerde der X.________ AG gegen die abweisende Verfügung des Bezirksgerichtspräsidenten Höfe vom 20. Juli 2006 als unterer Aufsichtsbehörde betreffend den (infolge erfolgloser Pfändung gemäss Art. 115 SchKG ausgestellten) Verlustschein vom 22. Juni 2006 (Betreibung Nr. xxxx des Betreibungsamtes Höfe, Gläubigerin: Stadtgemeinde Zürich, vertreten durch das Betreibungsamt Zürich 11) nicht eingetreten wurde,

in die Beschwerdeschrift vom 9. Oktober 2006 (Postaufgabe), mit welcher die X.________ AG die Verfügung der oberen Aufsichtsbehörde (rechtzeitig) an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts weitergezogen hat und im Wesentlichen sinngemäss die Aufhebung der angefochtenen Verfügung und des Verlustscheines sowie weiter aufschiebende Wirkung verlangt,

in Erwägung,
dass gemäss Art. 79 Abs. 1 OG in der Beschwerdeschrift kurz darzulegen ist, welche Bundesrechtssätze und inwiefern diese durch den angefochtenen Entscheid verletzt worden sind (BGE 119 III 49 E. 1),

dass der Vorwurf der Beschwerdeführerin, die Vorinstanz habe ihr das rechtliche Gehör verweigert bzw. Art. 29 Abs. 2 BV verletzt, unbehelflich ist, da im Beschwerdeverfahren gemäss Art. 19 SchKG ein Verstoss gegen verfassungsmässige Rechte nicht gerügt werden kann (Art. 43 Abs. 1 i.V.m. Art. 81 OG; BGE 122 III 34 E. 1 S. 35),

dass die Beschwerdeführerin nicht darlegt, inwiefern die obere Aufsichtsbehörde Bundesrecht verletzt habe (vgl. Art. 12 SchKG; BGE 74 III 23 S. 25), wenn sie im Wesentlichen festgehalten hat, die von der Beschwerdeführerin geltend gemachte Zahlung vom 7. März 2006 sei nicht an das zuständige Betreibungsamt Höfe (sondern gemäss eingereichter Quittung an das Betreibungsamt Zürich 11) gerichtet gewesen und die angebliche, direkt bei der Gläubigerin erfolgte Tilgung der Betreibungsforderung könne nicht auf dem Beschwerdeweg geltend gemacht werden,
dass auf die insgesamt nicht substantiierte und unzulässige Beschwerde nicht eingetreten werden kann,

dass mit dem vorliegenden Urteil das Gesuch um aufschiebende Wirkung hinfällig wird,

dass wegen Mutwilligkeit, die hier darin liegt, dass die Verfügung der oberen Aufsichtsbehörde ohne triftige Gründe an das Bundesgericht weitergezogen wurde, die Beschwerdeführerin die Verfahrenskosten zu tragen hat (Art. 20a Abs. 1 SchKG),

dass die erkennende Kammer sich vorbehält, ein allfälliges Revisionsgesuch gegen das vorliegende Urteil ohne Korrespondenz abzulegen, falls ein solches in mutwilliger Weise erfolgen sollte,

erkannt:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 500.-- wird der Beschwerdeführerin auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegnerin (Stadtgemeinde Zürich, vertreten durch Stadtammann- und Betreibungsamt Zürich 11), dem Betreibungsamt Höfe und dem Kantonsgericht Schwyz als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibung und Konkurs (2. Rekurskammer), Präsidium, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 30. November 2006
Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

debt enforcementloss certificateadmissibilitysubstantiation requirementconstitutional complaintvexatious litigationcourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the federal complaint satisfied the duty to substantiate alleged violations of federal law and was therefore admissible

Solution extraite

The complaint was not sufficiently reasoned under the Federal Supreme Court Act and could not be examined on the merits.

Motifs extraits

The appellant did not show how the cantonal authority violated federal law; mere assertions regarding payment and hearing violations were insufficient.

Question juridique clé

Whether alleged violations of constitutional rights could be raised in this SchKG complaint

Solution extraite

No constitutional grievances could be invoked in this type of proceeding.

Motifs extraits

In complaint proceedings under the SchKG, violations of constitutional rights are not cognizable under the cited procedural rules.

Question juridique clé

Whether the appellant should bear the court costs for a frivolous filing

Solution extraite

Yes, the appellant had to pay the costs because the complaint was brought without serious grounds.

Motifs extraits

The court found the filing vexatious, as the cantonal decision was appealed to the Federal Supreme Court without any substantial reason.

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