Federal complaint inadmissible for insufficient reasoning

7B.157/2004Tribunal fédéral / IIe division pénale17 août 2004Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

X.________ AG challenged a bankruptcy warning issued in debt enforcement and then the cantonal supervisory authority’s non-entry decision. Before the Federal Supreme Court it mainly argued about the existence of the underlying claim and the release proceedings. The Court held that these matters must be brought before the competent courts, not in supervisory complaint proceedings. Because the filing did not engage with the cantonal reasons and did not show a violation of federal law as required by Art. 79(1) OG, the complaint was not entertained.

Regeste Omnilex

Art. 79 Abs. 1 OG; requirement of reasoned federal complaint; supervisory debt-enforcement review does not extend to merits of the underlying claim or release proceedings. A complaint must indicate the requested amendment and, by addressing the contested reasoning, briefly demonstrate how the decision violates federal law. Bare reference to the debt’s existence or to objections that belong in the release action is insufficient. The supervisory authorities and the Federal Court are not competent to decide the substantive validity of the claim underlying the enforcement or issues reserved to the courts under Art. 83 Abs. 2 SchKG (consid. 2-3).

Texte intégral

{T 0/2}
7B.157/2004 /bnm

Urteil vom 17. August 2004
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung
Bundesrichterin Escher, Präsidentin,
Bundesrichter Meyer, Bundesrichterin Hohl,
Gerichtsschreiber Gysel.

Parteien
X.________ AG,
Beschwerdeführerin,

gegen

Aufsichtsbehörde über das Betreibungs- und Konkursamt Basel-Stadt, Bäumleingasse 5, Postfach 964, 4001 Basel.

Gegenstand
Konkursandrohung,

Beschwerde gegen das Urteil vom 22. Juli 2004.

Die Kammer zieht in Erwägung:
1.
In der von der Y.________ eingeleiteten Betreibung Nr. ... stellte das Betreibungsamt Basel-Stadt der X.________ AG am 23. Juni 2004 die Konkursandrohung zu.

Die X.________ AG reichte hiergegen bei der Aufsichtsbehörde über das Betreibungs- und Konkursamt Basel-Stadt Beschwerde ein. Am 22. Juli 2004 erkannte diese, dass darauf nicht eingetreten werde.

Mit einer vom 5. August 2004 datierten und noch am gleichen Tag zur Post gebrachten Eingabe führt die X.________ AG gegen das von der kantonalen Aufsichtsbehörde am 28. Juli 2004 versandte Urteil (rechtzeitig) Beschwerde an die Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts.

Die kantonale Aufsichtsbehörde hat sich zur Beschwerde nicht geäussert. Andere Vernehmlassungen sind nicht eingeholt worden.
2.
Wie die Vorinstanz in der Rechtsmittelbelehrung ausdrücklich festgehalten hat, ist in der Beschwerde an die erkennende Kammer anzugeben, welche Abänderung des angefochtenen Entscheids verlangt wird, und kurz darzulegen, inwiefern dieser gegen Bundesrecht verstossen soll (Art. 79 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Organisation der Bundesrechtspflege [OG]). Das bedeutet, dass die beschwerdeführende Partei auf die Ausführungen der kantonalen Aufsichtsbehörde einzugehen und sich damit auseinanderzusetzen hat.
3.
Die vorliegende Eingabe genügt diesen Anforderungen nicht: Soweit die Beschwerdeführerin sich überhaupt mit der strittigen Betreibung befasst, betreffen ihre Ausführungen den Bestand der dieser zu Grunde liegenden Forderung und das Rechtsöffnungsverfahren. Darüber zu befinden ist nicht Sache der betreibungsrechtlichen Aufsichtsbehörden und der erkennenden Kammer, sondern ausschliesslich der Gerichte, die allenfalls mit einem Rechtsmittel gegen den Rechtsöffnungsentscheid oder, wie bereits die Vorinstanz erklärt hat, mit einer Aberkennungsklage (Art. 83 Abs. 2 SchKG) hätten angerufen werden müssen. Inwiefern der beanstandete Verzicht der Vorinstanz, von der Betreibungsgläubigerin eine Stellungnahme zur Beschwerde einzuholen, gegen Bundesrecht verstossen soll, legt die Beschwerdeführerin nicht dar und ist auch nicht einzusehen.

Demnach erkennt die Kammer:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Dieses Urteil wird der Beschwerdeführerin, der Beschwerdegegnerin, dem Betreibungsamt Basel-Stadt und der Aufsichtsbehörde über das Betreibungs- und Konkursamt Basel-Stadt schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 17. August 2004
Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

debt enforcementbankruptcy warningnon-entryadmissibilityreasoned appealsupervisory reviewrelease action

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the federal complaint against the cantonal non-entry decision was sufficiently reasoned under Art. 79(1) OG.

Solution extraite

No. The appellant did not address the cantonal reasoning and failed to explain any breach of federal law.

Motifs extraits

A federal complaint must request a specific amendment and briefly show how the challenged decision violates federal law. The filing did not meet this standard.

Question juridique clé

Whether arguments concerning the existence of the underlying debt and the debt-enforcement opposition proceedings could be examined in this complaint.

Solution extraite

No. Those matters belong before the courts in the debt-collection objection/release context, not before the supervisory authorities or this chamber.

Motifs extraits

The court emphasized that the merits of the claim and the release proceedings are outside the supervisory review of enforcement acts.

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