Late SchKG complaint against rental deposit freeze

7B.107/2004Tribunal fédéral / IIe division pénale17 juin 2004Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The debtor challenged a cantonal refusal to lift a rental deposit freeze in debt enforcement proceedings. The Federal Court held that the complaint, received on 1 June 2004, was filed after the 10-day deadline that expired on 28 May 2004. It also found no nullity ground and no adequate engagement with the cantonal reasoning. The court therefore declined to enter into the complaint. It noted that the proceedings are generally free of charge and that no party compensation is awarded, while warning against abusive litigation.

Regeste Omnilex

Art. 19 Abs. 1 and Art. 31 Abs. 1 SchKG; Art. 79 Abs. 1 OG: a SchKG complaint to the Federal Court is inadmissible if filed after expiry of the 10-day deadline computed from receipt of the cantonal decision. A mere assertion of nullity does not dispense with timeliness unless a true nullity ground is evident ex officio. The complaint must also address the contested reasoning in a manner meeting the substantiation requirement; failure to do so precludes review. In enforcement matters, proceedings are generally free of charge and no party compensation is awarded (Art. 20a SchKG; Art. 61 Abs. 2 lit. a and Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG).

Texte intégral

{T 0/2}
7B.107/2004 /rov

Urteil vom 17. Juni 2004
Schuldbetreibungs- und Konkurskammer

Besetzung
Bundesrichterin Escher, Präsidentin,
Bundesrichter Meyer, Bundesrichterin Hohl,
Gerichtsschreiber Schett.

Parteien
Z.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Obergericht des Kantons Thurgau, als kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs, Promenadenstrasse 12, 8500 Frauenfeld.

Gegenstand
Mietzinssperre,

SchKG-Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts des Kantons Thurgau, als kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs, vom 21. April 2004.

Die Kammer zieht in Erwägung:
1.
1.1 In der von der Y.________ gegenüber Z.________ angestrengten Betreibung Nr. xxx ordnete das Betreibungsamt Arbon auf Antrag der Gläubigerin am 20. Dezember 2001 die Mietzinssperre an. Die dagegen von Z.________ eingereichte Beschwerde wies das Vizegerichtspräsidium Arbon am 18. Januar 2002 ab. Am 6. Januar 2004 verlangte Z.________ erneut die sofortige Aufhebung der Zinsensperre. Das Vizegerichtspräsidium Arbon wies das Begehren mit Verfügung vom 18./19. Februar 2004 ab. Die von Z.________ dagegen beim Obergericht des Kantons Thurgau als kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs eingereichte Beschwerde wurde am 21. April 2004 abgewiesen, soweit darauf einzutreten war.
1.2 Mit Eingabe vom 1. Juni 2004 hat Z.________ bei der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer des Bundesgerichts Beschwerde gegen den Entscheid des Obergerichts eingereicht und beantragt, dieser Beschluss und die Mietzinssperre seien aufzuheben.
2.
Den Akten kann entnommen werden, dass der Beschwerdeführer den angefochtenen Entscheid am 18. Mai 2004 in Empfang genommen hat. Am 19. Mai 2004 hat die 10-tägige Beschwerdefrist für den Weiterzug der Sache an das Bundesgericht zu laufen begonnen (Art. 19 Abs. 1 und Art. 31 Abs. 1 SchKG). Diese Frist endigte am Freitag, den 28. Mai 2004. Damit ist die Eingabe des Beschwerdeführers vom 1. Juni 2004 offensichtlich verspätet.
Im Übrigen ist ein Nichtigkeitsgrund im Entscheid des Obergerichts nicht erkennbar. Zudem setzt sich der Beschwerdeführer mit den Erwägungen der oberen Aufsichtsbehörde nicht rechtsgenüglich im Sinne von Art. 79 Abs. 1 OG auseinander (BGE 119 III 49 E. 2). Er zeigt nicht auf, warum die von der Vorinstanz auf die Lehrmeinung abgestützte Ansicht bundesrechtswidrig sein soll, wonach bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheids über die Aberkennungsklage die Mietzinse weiterhin ans Betreibungsamt zu zahlen seien.
3.
Das Beschwerdeverfahren ist grundsätzlich kostenlos (Art. 20a SchKG und Art. 61 Abs. 2 lit. a GebV SchKG), und es darf keine Parteientschädigung zugesprochen werden (Art. 62 Abs. 2 GebV SchKG).
Die Beschwerde grenzt jedoch an Mutwilligkeit. Der Beschwerdeführer hat zur Kenntnis zu nehmen, dass bei mut- oder böswilliger Beschwerdeführung einer Partei oder ihrem Vertreter Bussen bis zu Fr. 1'500.-- sowie Gebühren und Auslagen auferlegt werden können.

Demnach erkennt die Kammer:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Beschwerdegegnerin (Y.________ AG, vertreten durch Rechtsanwalt Markus Diggelmann), dem Betreibungsamt Arbon, Walhallastrasse 2, Amtshaus, 9320 Arbon, und dem Obergericht des Kantons Thurgau, als kantonale Aufsichtsbehörde über Schuldbetreibung und Konkurs, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 17. Juni 2004
Im Namen der Schuldbetreibungs- und Konkurskammer
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Mots-clés

debt enforcementrental deposit freezetime limitinadmissibilitysubstantiationsupervisory complaintnullitycourt costs

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the SchKG complaint to the Federal Court was filed within the 10-day time limit

Solution extraite

The filing on 1 June 2004 was out of time because the appeal period began on 19 May 2004 and expired on 28 May 2004.

Motifs extraits

The challenged decision was received on 18 May 2004; under Art. 19 Abs. 1 and Art. 31 Abs. 1 SchKG the 10-day period started the next day and had already expired before the federal filing.

Question juridique clé

Whether any nullity ground or sufficiently reasoned federal-law objection could justify entry despite lateness

Solution extraite

No nullity ground was apparent, and the appellant did not meet the substantiation requirement under Art. 79 Abs. 1 OG.

Motifs extraits

The complaint did not engage with the cantonal authority's reasoning and failed to explain why the cited doctrinal view on continued payment of rent deposits until final judgment in the avoidance action would violate federal law.

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