Revision and clarification request inadmissible

6F_12/2013Tribunal fédéral / Division pénale22 août 2013Dismissed

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Résumé

The Federal Supreme Court refused to enter into a request by X.________ seeking revision or clarification of judgment 6B_666/2013. It held that he did not invoke any of the exhaustively listed grounds for revision under Arts. 121-123 BGG and merely objected to the court’s reasoning. It further noted that clarification under Art. 129 BGG can only concern the dispositive part, for which no need was shown. The Court also stated it was not competent to receive complaints or reports. Court costs of CHF 800 were charged to the applicant.

Regest

Art. 121-123 BGG, Art. 129 BGG; revision and clarification of Federal Supreme Court judgments: revision is admissible only on the exhaustively enumerated statutory grounds and cannot serve to challenge the legal assessment or reasoning of the prior decision. Clarification is confined to the dispositive part and presupposes an ambiguity or incompleteness therein; it cannot be used to obtain a substantive reconsideration. Communications amounting to mere denunciations fall outside the Court’s competence. Costs follow Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}

6F_12/2013

Urteil vom 22. August 2013

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Mathys, Präsident,
Bundesrichter Schneider, Denys,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Gesuchsteller,

gegen

Generalstaatsanwaltschaft des Kantons Bern, Maulbeerstrasse 10, 3011 Bern,
Gesuchsgegnerin.

Gegenstand
Gesuch um Revision oder Erläuterung des Urteils des Bundesgerichts 6B_666/2013 vom 23. Juli 2013.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:

1.

Das Bundesgericht trat am 23. Juli 2013 auf eine Beschwerde des Gesuchstellers nicht ein, da sie nur unzulässige appellatorische Kritik enthielt (6B_666/2013). Der Gesuchsteller beantragt, das Urteil sei in Revision zu ziehen bzw. zu erläutern.

Der Gesuchsteller vermag keinen der in den Art. 121, 122 und 123 BGG abschliessend genannten Revisionsgründe zu nennen, sondern bemängelt ausschliesslich die im Entscheid vom 23. Juli 2013 vertretenen Auffassungen. Dies ist unzulässig.

Eine Erläuterung kann nur in Bezug auf das Dispositiv verlangt werden (Art. 129 BGG). Inwieweit das Dispositiv des Entscheids vom 23. Juli 2013 erläuterungsbedürftig sein könnte, ist nicht ersichtlich.

Zur Entgegennahme von Anzeigen ist das Bundesgericht nicht zuständig.

Auf das Revisions- und Erläuterungsgesuch ist nicht einzutreten.

2.

Die Gerichtskosten sind dem Gesuchsteller aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht:

1.

Auf das Revisions- und Erläuterungsgesuch wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Gesuchsteller auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Strafabteilung, 2. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. August 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Mathys

Der Gerichtsschreiber: Monn

Mots-clés

revisionclarificationinadmissibilitycostsdispositiveFederal Supreme Court