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6B_87/2007 ΓÇó Late request for restoration of appeal deadline inadmissible
6B_87/2007Tribunal fédéral / Division pénale1 mai 2007Inadmissible
The Federal Supreme Court considered a request by X. for restoration of the deadline to pursue a federal nullity appeal after an earlier non-entry decision had become final. The Court held that the request was clearly late whether the applicable law was Art. 35 OG or Art. 50 BGG, because the service on counsel on 2006-10-16 triggered the running of the restoration period and the request was only posted on 2007-03-26. It also noted that a mistake about the applicable procedural law could not justify restoration. The request was not entered into, and the applicant was ordered to pay CHF 1,000 in court costs.
Art. 35 OG; Art. 50 BGG; restoration of a missed appeal deadline: the request must be filed within the statutory restoration period counted from service of the relevant decision, and service on counsel is equivalent to service on the party. A request lodged only months later is manifestly out of time. An erroneous view as to the applicable procedural law does not constitute a ground for restoration of the deadline (consid. 1). Where the restoration request is inadmissible, the court does not enter into the underlying appeal request and may charge the costs to the applicant (consid. 2).
{T 0/2}
6B_87/2007 /hum
Urteil vom 1. Mai 2007
Strafrechtliche Abteilung
Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Bundesrichter Zünd, Mathys,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.
Parteien
X.________,
Gesuchsteller, vertreten durch Rechtsanwalt
Thomas Peter Carstensen,
gegen
Staatsanwaltschaft des Kantons Nidwalden, Kreuzstrasse 2, 6371 Stans.
Gegenstand
Vernachlässigung von Unterhaltspflichten; Wiederherstellung der Frist.
Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Auf eine von X.________ eingereichte eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde trat das Bundesgericht am 6. Oktober 2006 wegen Fristversäumnis nicht ein (Entscheid des Bundesgerichts 6S.441/2006). Am 26. März 2007 reicht der Genannte ein Gesuch um Wiederherstellung der Rechtsmittelfrist und um Eintreten auf die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde vom 25. September 2006 ein.
Vorliegend kann offen bleiben, ob sich das Fristwiederherstellungsgesuch nach neuem oder altem Recht, d.h. nach Art. 50 BGG oder Art. 35 OG richtet, zumal es in jedem Fall offensichtlich verspätet ist. Der fragliche Nichteintretensentscheid des Bundesgerichts ist dem Rechtsvertreter des Gesuchstellers am 16. Oktober 2006 zugestellt worden. Die Zustellung an den Rechtsvertreter gilt als Zustellung an den Gesuchsteller selbst. Um eine Wiederherstellung der verpassten Frist erwirken zu können, hätte er deshalb innert zehn (Art. 35 OG) bzw. innert dreissig Tagen (Art. 50 BGG), ab jenem Zeitpunkt gerechnet, ein Fristwiederherstellungsgesuch stellen müssen. Diese Frist ist nicht eingehalten worden, wurde das fragliche Gesuch doch erst am 26. März 2007 (Datum der Postaufgabe) gestellt. Im Übrigen erwiese sich das Gesuch auch als unbegründet, da der geltend gemachte Irrtum über das anwendbare Prozessrecht keinen Fristwiederherstellungsgrund bildet (vgl. BGE 103 IV 133).
2.
Bei diesem Verfahrensausgang sind die Gerichtskosten dem Gesuchsteller aufzuerlegen.
Demnach erkennt das Bundesgericht:
1.
Auf das Gesuch um Fristwiederherstellung und um Eintreten auf die eidgenössische Nichtigkeitsbeschwerde vom 25. September 2006 wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Gesuchsteller auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Gesuchsteller, der Staatsanwaltschaft des Kantons Nidwalden und dem Obergericht des Kantons Nidwalden, Strafabteilung, Kleine Kammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 1. Mai 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin: