Federal appeal inadmissible; legal aid denied and costs imposed

6B_851/2009Tribunal fédéral / Division pénale22 oct. 2009Inadmissible

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appellant’s challenge to the canton court’s assessment of his effort and inconvenience after a discontinued criminal case was merely unsubstantiated. Because he did not show manifestly incorrect or arbitrary fact-finding, the court refused to enter into the appeal under Art. 108 BGG. It also denied legal aid for lack of prospects and imposed CHF 800 in court costs on the appellant.

Regeste Omnilex

Art. 108 BGG; Art. 97 Abs. 1 BGG; Art. 9 BV; inadmissibility for insufficient substantiation of factual complaints. A party who challenges factual findings must specifically demonstrate manifest error or arbitrariness; mere assertions do not suffice. Where the appeal fails at the threshold for lack of proper reasoning, the court may decline to enter into the matter in summary procedure. Legal aid under Art. 64 BGG is excluded if the legal remedies sought are hopeless. A bare allegation of inability to pay does not justify a reduction or waiver of court costs under Art. 66 Abs. 1 BGG absent substantiation.

Texte intégral

{T 0/2}
6B_851/2009

Urteil vom 22. Oktober 2009
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Zug, 6301 Zug ,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Einstellungsverfügung (Entschädigung),

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Zug, Justizkommission, Strafrechtliche Kammer, vom 2. September 2009 (JS 2009 30).

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Im Zusammenhang mit einem eingestellten Strafverfahren wurde dem Beschwerdeführer keine Entschädigung ausgerichtet. Im angefochtenen Entscheid wurde eine dagegen gerichtete kantonale Beschwerde abgewiesen, soweit darauf eingetreten wurde. Unter anderem stellte die Vorinstanz fest, der zeitliche Aufwand für den Beschwerdeführer sei bescheiden gewesen. Eine Einvernahme in Embrach habe 25 Minuten, zwei weitere Einvernahmen in Zug hätten insgesamt 40 Minuten gedauert. Im Übrigen habe der Beschwerdeführer die geltend gemachte Umtriebsentschädigung von Fr. 7'400.-- nicht substanziiert (angefochtener Entscheid S. 4 E. 4).

Wie hoch der Aufwand und die Umtriebe eines von einem eingestellten Strafverfahren Betroffenen sind, betrifft den Sachverhalt, von dem im angefochtenen Entscheid auszugehen ist. Die Feststellung des Sachverhalts durch ein kantonales Gericht kann vor Bundesgericht nur angefochten werden, wenn sie offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV ist. Wer den von der Vorinstanz festgestellten Sachverhalt vor Bundesgericht anfechten will, muss substanziiert darlegen und belegen, dass und inwiefern die Feststellungen offensichtlich unrichtig oder willkürlich sind.

Der Beschwerdeführer macht vor Bundesgericht geltend, er wisse nicht, wie die Vorinstanz auf 25 und 40 Minuten komme. Die Befragung in Embrach habe einen kompletten Morgen gedauert. Da er einen Auftrag habe absagen müssen, habe er insgesamt vier Tage verloren.

Diese Vorbringen stellen reine Behauptungen dar, die der Beschwerdeführer nicht belegt. Folglich kann sich das Bundesgericht damit von vornherein nicht befassen. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Da der Beschwerdeführer nur behauptet, er sei nicht in der Lage, die Gerichtskosten zu bezahlen (act. 6), es indessen unterlässt, seine Behauptung zu belegen, kommt eine Reduktion der Gerichtskosten nicht in Betracht.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zug, Justizkommission, Strafrechtliche Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Oktober 2009

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre Monn

Mots-clés

inadmissibilitylegal aidcourt costssubstantiationarbitrarinesscriminal procedurecompensation

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the appeal against the cantonal judgment was sufficiently substantiated to be examined by the Federal Supreme Court

Solution extraite

The appeal was not adequately reasoned; the appellant merely made unsubstantiated assertions against the factual findings.

Motifs extraits

Challenges to factual findings require a substantiated showing of manifest error or arbitrariness. The appellant did not meet that burden, so the court could not examine the complaints and had to decline to enter into the appeal under Art. 108 BGG.

Question juridique clé

Whether the appellant was entitled to legal aid

Solution extraite

Legal aid was refused because the appeal had no prospects of success.

Motifs extraits

Under Art. 64 BGG, legal aid is available only if the proceedings are not hopeless. Since the appeal was inadmissible, the request failed.

Question juridique clé

Whether court costs should be reduced or waived

Solution extraite

No reduction was granted; costs were imposed on the appellant.

Motifs extraits

The appellant merely alleged inability to pay but did not substantiate it, so there was no basis to reduce the costs.

Poursuivez vos recherches dans ChatGPT ou Claude

Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.