Non-entry on insufficiently substantiated criminal complaint

6B_833/2010Tribunal fédéral / Division pénale23 nov. 2010Inadmissible

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Résumé

The Federal Criminal Division did not enter into the appeal against the refusal to open criminal proceedings against an integration adviser of a social insurance institution. The appellant's allegations concerning a conversation record and earlier negative influence on her acquaintances were found too vague to disclose any concrete criminally relevant conduct. The appeal was therefore dismissed at the admissibility stage under Art. 108 BGG. Court costs of CHF 500 were charged to the appellant.

Regest

Art. 108 BGG; non-entry for insufficient substantiation of a criminal complaint appeal. An appeal is inadmissible where the appellant's submissions do not set out, in a concrete manner, facts from which a criminally relevant act by the accused could be inferred. Merely asserting in general terms that a report contains an incorrect conversation record or that the accused previously influenced the appellant's acquaintances negatively is insufficient. In such circumstances, the Federal Criminal Division may decline to enter into the matter in summary proceedings and allocate costs to the appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Texte intégral

{T 0/2}
6B_833/2010

Urteil vom 23. November 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons St. Gallen, Schützengasse 1, 9001 St. Gallen,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Nichteröffnung eines Strafverfahrens,

Beschwerde gegen den Entscheid der Anklagekammer des Kantons St. Gallen vom 1. September 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass gegen eine Eingliederungsberaterin einer Sozialversicherungsanstalt kein Strafverfahren unter anderem wegen Diskriminierung und Persönlichkeitsverletzung eröffnet wurde, da keine konkreten Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Verhalten ersichtlich seien. Die Beschwerdeführerin bringt vor Bundesgericht zum einen vor, ein Gesprächsprotokoll dürfe nicht einen anderen Text enthalten, als denjenigen, den man wirklich besprochen habe. Zum anderen habe die Angeschuldigte schon früher den Bekanntenkreis der Beschwerdeführerin negativ beeinflusst, was unter anderem zu ständigen Diskriminierungen bei ärztlichen Untersuchungen und Behandlungen geführt habe. Beide Vorbringen sind nicht hinreichend konkret, so dass daraus nicht ersichtlich wird, inwieweit sich die Eingliederungsberaterin strafbar gemacht haben könnte. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind der Beschwerdeführerin aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Anklagekammer des Kantons St. Gallen schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 23. November 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn

Mots-clés

non-entrycriminal complaintadmissibilitysubstantiationcostssummary procedure