Standing to appeal against non-entry decision in criminal matter

6B_812/2007Tribunal fédéral / Division pénale17 janv. 2008Inadmissible

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Résumé

X.________ challenged a cantonal non-entry decision concerning a criminal complaint and the associated cost order. The Federal Supreme Court held that he lacked standing under Art. 81 BGG because the case was not a private prosecution and he was not directly injured in his physical, sexual, or psychological integrity. His objections to the cost order were insufficiently reasoned under Art. 106(2) BGG. The Court therefore did not enter into the appeal and imposed court costs of CHF 800 on him.

Regest

Art. 81 Abs. 1 BGG, Art. 106 Abs. 2 BGG, Art. 108 BGG; standing to appeal in criminal matters and substantiation of a complaint against costs. A complainant in criminal proceedings is entitled to appeal only if the statutory standing requirements are met; where the public prosecution participates in the cantonal proceedings, the matter is not a private prosecution case. Mere injured status does not suffice; absent direct impairment of physical, sexual or psychological integrity, victim status is excluded. Challenges to a cost order must be specifically reasoned and identify the alleged constitutional violation; a bare reference to general fairness or an alleged procedural error is insufficient. If standing or substantiation is lacking, non-entry is ordered in summary procedure.

Texte intégral

{T 0/2}
6B_812/2007 /hum

Urteil vom 17. Januar 2008
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiber Monn.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Generalprokurator des Kantons Bern, Hochschulstrasse 17, 3012 Bern,
Beschwerdegegner.

Gegenstand
Nichteintretensbeschluss (ungetreue Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung etc.),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Bern, Anklagekammer, vom 7. November 2007.

Der Präsident zieht in Erwägung:
1.
Die Beschwerde richtet sich dagegen, dass auf eine Strafanzeige wegen ungetreuer Geschäftsbesorgung, Urkundenfälschung, Amtsanmassung, Amtsmissbrauchs, ungetreuer Amtsführung, Urkundenfälschung im Amt sowie Vorteilsgewährung nicht eingetreten, ein dagegen gerichteter Rekurs, soweit darauf einzutreten war, abgewiesen und die Kosten des Rekursverfahrens dem Beschwerdeführer auferlegt wurden. Wer zur Beschwerde in Strafsachen legitimiert ist, ergibt sich aus Art. 81 Abs. 1 BGG. Da die Staatsanwaltschaft am kantonalen Verfahren beteiligt war, liegt kein Privatstrafklageverfahren im Sinne von Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG vor. Der Beschwerdeführer wurde durch die angezeigten Taten auch nicht unmittelbar in seiner körperlichen, sexuellen oder psychischen Integrität verletzt, weshalb er nicht Opfer im Sinne von Art. 2 Abs. 1 OHG bzw. Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG ist. Da er folglich Geschädigter ist, der kein rechtlich geschütztes Interesse an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids hat (BGE 133 IV 228), ist er zur Hauptsache zur Beschwerde nicht legitimiert. Soweit er sich gegen die Kostenauflage wendet, macht er geltend, es liege "offensichtlich" ein Verfahrensfehler nach Treu und Glauben vor. Diese Begründung genügt den Anforderungen von Art. 106 Abs. 2 BGG nicht, denn der Beschwerdeführer legt nicht dar, aus welchem Grund die Kostenauflage seiner Ansicht nach gegen Art. 9 BV verstossen soll. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG).
Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Bern, Anklagekammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 17. Januar 2008
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn

Mots-clés

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