Criminal appeal inadmissible for insufficiently reasoned arbitrariness claim

6B_732/2011Tribunal fédéral / Division pénale11 nov. 2011Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

The appellant challenged his conviction for traffic-rule violation and failure to act properly after an accident, denying any damage or wrongdoing. The Federal Supreme Court held that his submissions did not satisfy the strict requirements for contesting factual findings as arbitrary, so the appeal was not entered into under the simplified procedure. It also rejected his request for free legal aid because the appeal was hopeless. Court costs of CHF 800 were charged to him.

Regeste Omnilex

Art. 97 Abs. 1, 106 Abs. 2 and 108 BGG; challenge to factual findings and arbitrariness review in criminal appeal proceedings: findings of fact may be attacked before the Federal Supreme Court only on a clearly reasoned allegation that they are manifestly inaccurate or arbitrary; a mere denial of the facts or unsupported reference to a different assessment is insufficient. Where the appeal fails to comply with these pleading requirements, non-entry is ordered in the simplified procedure. Free legal aid under Art. 64 BGG is excluded if the legal remedies sought are hopeless; inability to pay does not justify a fee reduction absent substantiated financial circumstances.

Texte intégral

{T 0/2}
6B_732/2011

Urteil vom 11. November 2011
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft des Kantons Solothurn, Franziskanerhof, Barfüssergasse 28, 4502 Solothurn,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Verletzung einer Verkehrsregel, pflichtwidriges Verhalten bei einem Unfall,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Solothurn, Strafkammer, vom 28. September 2011.
Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.
Dem Beschwerdeführer wird vorgeworfen, mit einem Personenwagen rückwärts aus einem Parkfeld gefahren zu sein, dabei mit dem Heck die vordere rechte Stossstange eines anderen Autos touchiert zu haben, so dass dieses Auto rückwärts fuhr und einen dritten Wagen beschädigte, und sodann den Unfallort verlassen zu haben, ohne den Geschädigten seine Personalien anzugeben. Er wurde deswegen im angefochtenen Entscheid wegen Verletzung einer Verkehrsregel und pflichtwidrigen Verhaltens bei einem Unfall zu einer Busse von Fr. 300.-- bzw. einer Ersatzfreiheitsstrafe von drei Tagen verurteilt.
Der Beschwerdeführer bestreitet, etwas beschädigt oder sonst etwas Unrechtes getan zu haben. Der Sachverhalt des angefochtenen Entscheids kann indessen vor Bundesgericht nur bemängelt werden, wenn er offensichtlich unrichtig im Sinne von Art. 97 Abs. 1 BGG bzw. willkürlich im Sinne von Art. 9 BV festgestellt wurde. Willkürlich ist eine Feststellung, wenn sie offensichtlich unhaltbar ist und mit der tatsächlichen Situation in klarem Widerspruch steht. Dass eine andere Lösung ebenfalls vertretbar erscheint, genügt nicht (BGE 137 I 1 E. 2.4). Die angebliche Willkür ist in der Beschwerde präzise zu rügen, und die Rüge ist zu begründen (Art. 106 Abs. 2 BGG). Ein blosses Bestreiten genügt nicht. Und die Beweiswürdigung hat auch mit dem vom Beschwerdeführer erwähnten "normalen natürlichen Rechtsempfinden" nichts zu tun. Auf die Beschwerde ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Er macht geltend, er könne eventuell anfallende Kosten nicht bezahlen. Das Vorbringen ist als Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege entgegenzunehmen. Dieses ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Da der Beschwerdeführer seine finanziellen Verhältnisse nicht belegt und dazu auch dem angefochtenen Entscheid nichts zu entnehmen ist, kommt eine Reduktion der Gerichtsgebühr nicht in Betracht (so schon Urteil 6B_253/2010 vom 25. März 2010, E. 2).

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Solothurn, Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 11. November 2011

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Schneider

Der Gerichtsschreiber: C. Monn

Mots-clés

criminal appealarbitrarinessadmissibilityfree legal aidcourt coststraffic offenseaccident duties

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether the criminal appeal was admissible despite only a general denial of the facts and arbitrariness allegations.

Solution extraite

The complaint did not meet the strict reasoning requirements for challenging factual findings; the appeal was inadmissible.

Motifs extraits

Factual findings may be reviewed only if manifestly inaccurate or arbitrary. Arbitrariness must be specifically alleged and reasoned; a mere denial is insufficient.

Question juridique clé

Whether the appellant was entitled to free legal aid.

Solution extraite

Free legal aid was denied because the appeal had no prospects of success.

Motifs extraits

Under the applicable standard, indigent status alone is insufficient; the decisive point was the hopelessness of the requested relief.

Question juridique clé

Allocation of court costs.

Solution extraite

Court costs were imposed on the appellant, with no reduction granted because his financial situation was not substantiated.

Motifs extraits

Costs follow the outcome, and the record contained no proof of the appellant's financial hardship.

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